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DVD-Besprechung - WWE - The Very Best of WCW Monday Nitro
Story:
Ab Mitte der 1990er begann der von Eric Bischoff ins Leben gerufene "World Championship Wrestling"-Verband der von Vince McMahon zum weltweiten Ruhm geführten "World Wrestling Federation" ordentlich Konkurrenz zu machen. Zuschauer wechselten die Seiten, viele der damaligen WWF-Superstars unterschrieben Verträge bei der aufstrebenden WCW. Ab 1995 brach jeden Montag ein Krieg um Quoten und den Zuspruch der Zuschauer aufs Neue aus, wenn die Show "WCW Monday Nitro" gegen die von der WWF etablierte "Monday Night RAW"-Sendung ins Rennen ging. Bis zum Ende der WCW im Jahr 2001 brachte das wöchentliche Format "Nitro" eine Reihe sehenswerter Matches und Fehden zustande, die nun auf drei DVDs aufgearbeitet und als dynamischer Zusammenschnitt präsentiert werden.
Meinung zum Film:
Mit "WWE The Very Best of WCW Monday Nitro" erscheint abermals eine spannende themenbezogene Zusammenstellung, die wie viele ihrer Vorgänger überzeugt. Dank genauer Recherchearbeit ist eine aussagekräftige Auswahl sehenswerter Matches und weiteren Materials gelungen, welche die "Nitro"-Ära gebührend widerspiegelt. Moderiert vom bestens aufgelegten Diamond Dallas Page, erstreckt sich das Programm über drei randvolle DVDs. Neben vollständigen Matches gibt es zahlreiche Auszüge von Fehden, Interview-Sequenzen oder Reden und Kampf-Ausschnitte zu entdecken. Beginnend nach der Etablierung der WCW bzw. von Nitro, stammen die ersten Matches auf DVD 1 aus dem Jahr 1995. Zunächst trifft Flying Brian Pillman auf Justin Liger. Beide Techniker können dem Publikum beweisen, dass der Verband großes Potential hat, zur großen Konkurrenz für die etablierte WWF aufzusteigen. Schon die nächsten Matches unter Mitwirkung von Hulk Hogan, Lex Luger, Randy Savage, den Road Warriors, Ric Flair und Sting zeigen nicht nur den hohen Standard, was das Wrestling an sich betrifft, sondern präsentieren auch die publikumswirksamen Auftritte gestandener Stars. Mit dem Vorrücken auf 1996 erreicht das Arrangement einen Meilenstein der WCW-Historie. Mit Scott Hall und Kevin Nash treten weitere große Namen dem Verbund bei und gründen das Stable nWo. Die "New World Order" wird für lange Zeit zum Aushängeschild und generiert extreme Reaktionen seitens der Zuschauer.Aber auch hinter den Kulissen kommt Dynamik auf. DVD 1 endet schließlich Anfang 1997.
Seit Initiierung des Nitro-Formats sind knapp zwei Jahre ins Land gezogen, in denen sich sowohl die Liga als auch deren Programm etabliert hat. Nicht nur die Präsenz von Superstars wie Diamond Dallas Page, Sting, Hogan, Luger, Savage oder Chris Jericho beweisen den Status, auch die immer ausgeklügelteren Storylines inner- und ausserhalb des Ringes erweisen sich als erfolgsversprechende Elemente im WCW-Zirkus. Von den Geschehnissen um das nWo-Stable bis zu der Horsemen-Affäre, die Storylines präsentieren sich rund und ausgereift. Gleiches gilt für die Fehden. Heel vs. Face, Publikumsliebling gegen Publikumsliebling, ehemalige Verbündete die plötzlich gegeneinander stehen, Brüche und neue Banden - die Scripter ließen ihrer Kreativität freien Lauf. Zudem gelang auch außerhalb des Ringes immer wieder der Ansatz interessanter Rangeleien, so ist Eric Bischoff beispielsweise stets als Reizfigur zu gebrauchen, so dass auch die im Wrestling nicht unwichtigen Mikrofon-Kunststücke in Form von Hasstiraden, Beschimpfungen oder Prahlereien bald durch die Nitro-Hallen schallten. Im Laufe der Zeit ebbte die Etablierung wichtiger Ringakteure nicht ab. Die alteingesessenen Stars wie Sting, DDP oder Ric Flair bekamen mit Figuren vom Format eines Goldberg willkommenen Zuwachs. Sofort konnten neue Fehden und Storylines erarbeitet werden und viele der Figuren funktionierten auf Anhieb. Dass bald nach dem Montreal Screwjob auch Bret Hart bei der WCW signierte, brachte einen weiteren gestandenen Superstar der Konkurrenz in die eigenen Reihen. All jene Namen treten in den auf Disc 2 (1997-98) enthaltenen Matches an und bieten grundierte Wrestling-Ware, die absolut konkurrenzwürdig erschien.
Erst als sich am Ende der dritten DVD die Zukunftsaussichten verdunkeln und die feindliche Übernahme offenkundig wird, scheinen sich die Fehler der WCW zu offenbaren. So beschreiben zumindest die deutschen Kommentatoren beim letzten Nitro-Match zwischen den Urgesteinen Sting und Ric Flair einige angebliche Gründe für den resultierenden Niedergang. Doch bevor dem Zuschauer Gedanken über die taktischen wie wirtschaftlichen Beweggründe eines derartigen Niedergangs in den Kopf kommen, können abermals sehenswerte Matches genossen werden, die zwischen 1998 und 2001 stattfanden. Goldberg vs. Bret Hart, Sting vs. DDP und viele andere Matches bieten sowohl technisch anspruchsvolle Kost, als auch die brachialen Power-Moves der Schwergewichtler. Weitere Highlights sind die zahlreichen Auseinandersetzungen der auseinanderdriftenden nWo-Mitglieder Hulk Hogan, Kevin Nash oder Scott Hall. In Sachen Bandbreite war die WCW gut aufgestellt, was diese Zusammenstellung mehr als einmal deutlich werden lässt. Am Ende wünscht sich der aufmerksame Zuschauer mehr Hintergründe zum Scheitern der WCW, da damit nicht nur ein kratzbürstiger Konkurrent von der Bildfläche getilgt werden konnte, sondern daraus auch die Möglichkeit eine Box, wie die vorliegende, zu veröffentlichen resultierte. Schließlich waren die Rechte am Bildmaterial kein unwichtiger Bestandteil des Deals. Hier spart sich das Programm eine tiefergreifende Aufarbeitung, an dieser Stelle sei daher die ebenfalls sehr gelungene DVD-Box "Rise and Fall of WCW" empfohlen.
Digitale Aufarbeitung:
Die DVD-Box entspricht qualitativ vergleichbaren WWE-Programmen. Da das Material zum hauptsächlichen Teil recht betagt ist, kann die Bildqualität nicht mit modernen Aufnahmen konkurrieren. Dennoch ist der Eindruck erstaunlich gut. Bis auf die bekannten Bewegungsunschärfen, in Form von Klötzchenbildung bei sich schnell bewegenden Elementen wie z.B. den Ringseilen, gefällt das Bild. Farbdarstellung und Helligkeit sind gut aufgearbeitet, so dass die Sichtung durchaus Freude bereitet. Das im Original im Format 4:3 aufgezeichnete Material sieht dank einer auf moderne Breitbildfernseher angepassten Bearbeitung vernünftig aus. Beim Ton kann zwischen dem deutschen Kommentar sowie den amerikanischen Kommentaren gewählt werden (Dolby Digital 2.0). Untertitel fehlen hingegen. Als Extras gibt es auf der ersten DVD einen Kampf und zwei Clips zu DDP zu entdecken.
Fazit:
"WWE - The Very Best of WCW Monday Nitro" lässt die wöchentliche WCW-Sendung Revue passieren. Neben zahlreichen Matches zeigt die sich über drei randvolle DVDs erstreckende Zusammenstellung Interviews und anderes Material, das den WCW-Zirkus in seiner vollen Pracht zurück ins Gedächtnis holt. Die umfassende Aufarbeitung eines interessanten Kapitels der Wrestlinghistorie überzeugt durch viele Matches und die Vermittlung der entsprechenden Story-Umrandung. Und es erfüllt qualitativ den gängigen Standard, welcher durch andere WWE-DVDs gesetzt wurde.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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DVD1: 157:22 Minuten
DVD2: 181:19 Minuten
DVD3: 172:15 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- Match: Rey Mysterio Jr. vs Mr. JL
- Clip: Diamond Dallas Page - Monday Nitro Highlights
- Interview: DDP - Afraid of Heights
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WWE - The Very Best of WCW Monday Nitro
WWE - The Very Best of WCW Monday Nitro
Nitro-Madness mit den Glamour-Stars der WCW
Autor der Besprechung:
Marcus Offermanns
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2011 Regie: - Drehbuch: - Darsteller: Ric Flair, Sting, Randy “Macho Man” Savage , Diamond Dallas Page, nWo, Bret Hart, Goldberg, Juventud Guerrera, Billy Kidman, Road Warriors, Giant, Flyin’ Brian Pillman, Jushin Thunder Lige, Lex Luger, Horsemen,
Label :
ClearVision
Verkaufsstart : 12.09.2011
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