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DVD-Besprechung - I Come with the Rain
Story:
Kline (Josh Hartnett) gehörte früher zu den besten Polizisten in ganz Los Angeles. Doch dann kam es zu einer beinahe tödlichen Begegnung mit dem Killer Hasford (Elias Koteas), die dazu führte, dass er seinen Job nun nicht mehr ausführen kann. Stattdessen arbeitet er inzwischen als Privatdetektiv, allerdings ohne großen Erfolg und nach wie vor von den Ereignissen der Vergangenheit geplagt. Dann scheint sich jedoch das Blatt zu wenden, denn er bekommt einen Auftrag bei dem er in Hongkong nach dem verschwundenen Sohn eines Geschäftsmanns suchen soll. Ein wichtiger und gut bezahlter Auftrag, der sich allerdings schon bald ganz anders entwickelt, als es Kline lieb sein kann.
Meinung zum Film:
Auch wenn Josh Hartnetts Karriere in Horrorfilmen wie "Halloween H20 - 20 Jahre später" und "Faculty - Trau keinem Lehrer" begann, würde man ihn heute sicherlich nicht primär mit diesem Genre in Verbindung bringen. Dabei hat der Hollywood-Beau eigentlich gar nicht übermäßig viele übertrieben schnulzige Rollen in seiner Filmografie aufzuweisen, sondern vertreibt sich die Arbeitszeit mit einem bunten Mix, zu dem auch diverse action- und krimimäßig angehauchte Titel wie "Sin City", "Lucky # Slevin" oder "Hollywood Cops" gehören. Bei "I Come with the Rain" wirkt er nun in einem Thriller mit, der von dem aus Vietnam stammenden Regisseur und Drehbuchautor Anh Hung Tran inszeniert wurde, der international am ehesten durch seinen Oscar-nominierten Film "Der Duft der grünen Papaya" aus dem Jahr 1993 bekannt ist. Die weiteren Rollen sind unter anderem mit Byung-hun Lee ("G.I. Joe - Geheimakte Cobra") und Elias Koteas ("Shutter Island") besetzt.
Einen Zugang zu "I Come with the Rain" zu finden, ist nicht ganz einfach. Die Story hat zwar einige interessante Elemente aufzuweisen, über die jedoch schwerlich berichtet werden kann, ohne dass bereits zu viel von der Geschichte verraten wird, diese sind aber so verworren miteinander verwoben, dass es für den Zuschauer sehr anstrengend ist, der Handlung zu folgen. Im Prinzip geht es um einen früheren Polizisten, der nach einer beinahe tödlichen Begegnung mit einem psychopathischen Serienkiller inzwischen als Privatdetektiv arbeitet. Er bekommt einen Auftrag, der ihn nach Hongkong führt und bald verlaufen die Geschehnisse in komplett anderen Bahnen als angenommen. Dabei wird zwischenzeitlich immer wieder auf frühere Ereignisse zurückgeblendet und es gibt diverse parallel verlaufende Erzählstränge. In gewissen Maßen macht sich so etwas sicherlich gut, hier ist es aber letztlich einfach zu viel des Guten.
Genauso wie es dem Zuschauer schwerfällt, sich auf die eigentliche Handlung zu konzentrieren, fiel es offensichtlich auch Regisseur Anh Hung Tran schwer, bei der Sache zu bleiben. Sind zunächst noch die gruselig-schlechten Dialoge das größte Problem von "I Come with the Rain", offenbaren sich die wirklichen Schwierigkeiten erst, als Hartnett in seiner Rolle als Kline Hongkong erreicht. Tran verliert sich dort in einer überbordenden Darstellung der Millionenmetropole, die in ihrer nächtlichen Pracht unter anderem mit Klängen von Radiohead untermalt wird. Es folgen immer wieder Szenen voller unnötiger Gewalt, als reiner Selbstzweck, ohne die Handlung zu stützen. Weiterhin ergeht sich Tran schließlich auch noch in zu dick aufgetragenen religiösen Referenzen, die eher mit dem Holzhammer ins Drehbuch eingebaut wurden. Die logischen Schwächen, wie z.B. dass Kline in der Riesenstadt keinerlei Probleme hat, einfach zufällig eine bestimmte Person zu finden, oder zufällig immer wieder den gleichen Leuten über den Weg läuft, können nur noch gnädig übersehen werden, weil sie den Film auch nicht mehr viel schlechter erscheinen lassen, als er eh schon ist. So bleibt eine interessante Grundhandlung, die aber einfach mangelhaft umgesetzt wurde und daher auch zurecht an den asiatischen Kinokassen keine Begeisterungsstürme auslöste.
Digitale Aufarbeitung:
Technisch hinterlässt die DVD von "I Come with the Rain" einen ziemlich guten Eindruck. Das Bild wirkt klar, scharf und sauber. Die Farben sind kräftig und natürlich. Bildrauschen ist vorhanden, fällt aber nur in dunkleren Szenen wirklich auf. Hin und wieder machen sich ein paar Kompressionsspuren bemerkbar. Der Ton liegt auf Deutsch und Englisch in Dolby Digital 5.1 vor. Beide Fassungen bieten klar verständliche Dialoge und eine gute Abmischung, die für Umgebungsgeräusche auch immer mal wieder auf die Rears zurückgreift.
Das Bonusmaterial besteht aus dem Trailer zum Film sowie einem elfminütigen "Making Of", das jedoch nur aus ein paar spärlich kommentierten Behind-the-Scenes-Aufnahmen besteht. Ein Wendecover ohne FSK-Logo ist vorhanden.
Fazit:
"I Come with the Rain" bietet einen spannenden Ansatz, der jedoch mangelhaft umgesetzt wurde. Über die Logiklücken der Handlung und die schlechten Dialoge könnte vielleicht noch hinweggesehen werden, aber die anstrengende Erzählweise, die unnötig brutalen Gewalteinschübe sowie übertriebene religiöse Elemente, die dem Zuschauer regelmäßig unter die Nase gerieben werden, sind einfach zu viel des Guten. Da hilft es auch nicht mehr viel, dass die DVD technisch sehr gute Qualität abliefert.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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109:43 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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I Come with the Rain
I Come with the Rain
Überladener Thriller mit vielen unpassenden Elementen
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Frankreich / Hongkong, 2008 Regie: Anh Hung Tran Drehbuch: Anh Hung Tran Darsteller: Josh Hartnett, Tran Nu Yên-Khê, Byung-hun Lee, Takuya Kimura, Shawn Yue, Elias Koteas, Eusebio Poncela
Label :
Planet Media
Verkaufsstart : 18.08.2011
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