Partner von Entertain Web
http://www.splashmovies.de/php/images/spacer.gif
The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

In der Datenbank befinden sich derzeit 3.899 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...

Blu-ray-Besprechung - Broken

Story:
Hope (Nadja Brand) ist eine allein erziehende Mutter und sucht einen neuen Mann fürs Leben. Bei kleinen Dates versucht sie die Männer näher kennen zu lernen. Doch ein Date geht vollkommen schief und sie findet sich frierend in einer Holzkiste mitten im Wald wieder. Sie versucht sich schreiend zu befreien, doch was dann kommt, ist schlimmer als ein Albtraum.

Meinung zum Film:
Die Torture-Produktion „Broken – keiner kann Dich retten“ ist eine Abwechslung im Bereich des Backwood-Horror. Endlich mal erwischt es nicht die typische Teenie-Truppe die in einem VW-Bulli durch die Gegend düst und von Hinterwäldlern blutig dezimiert wird. Dieses Mal ist es ein einzelner Mann, der seine ganz besondere Vorstellung von einer Beziehung zwischen Männern und Frauen besitzt und sich über einen fiesen Härtetest seine Dame für das Leben auszuwählen gedenkt. Dieses Verfahren erinnert fast ein wenig an die brutalen Überlebenskämpfe der Opfer aus der „SAW“-Reihe, doch der eine Test reicht zunächst aus, um den Überlebenswillen der Frauen zu testen. Leider gibt es aber erhebliche Informationslücken und der Zuschauer wird über das wichtige Motiv des Täters völlig im Dunklen gelassen.

Manchmal ist es durchaus sinnig durch fehlende Informationen Spannung aufzubauen, doch in aller Regel erhält das Publikum zum Abschluss eine Aufklärung und der „Aha“-Effekt tritt ein. Dies bleibt hier vollkommen aus und der Filmbeginn mit Hopes Babysitter und ihrer Verabredung zu einem Kennenlerntreffen ist vollkommen überflüssig, da sie sich in der nächsten Szene bereits in der Gewalt des unbekannten Mannes befindet. Wie sie in den Wald gelangt, wer sie entführt hat, alles bleibt völlig offen. Was allerdings besser funktioniert ist die Art und Weise wie sich Hope in die Situation einfügt und versucht zu überleben. Stets wird dabei ihre kleine Tochter in Erinnerung gebracht, die der skrupellose Fremde offenbar ebenfalls entführt hat. Dieser Handlungsrahmen ist spannend und durchaus sehenswert.

Dadurch dass überwiegend lediglich zwei oder drei Personen agieren wird der Film zu einer Art von Kammerspiel, bei dem es lediglich darum geht, wann die Protagonistin Hope die Flucht antritt und zudem ihre kleine Tochter rettet. Natürlich geht einiges schief und sie muss die entsprechende Bestrafung über sich ergehen lassen. Eric Colvin („Hobgoblin“) spielt den ländlichen Einzelgänger und legt diesen als einen Typen an, der mit Zuckerbrot und Peitsche arbeitet. Die Vorstellungen seines Charakters sind etwas verschroben, denn er verlangt von Hope einen Garten mitten im dichten Wald anzulegen, ohne dass es viel direktes Licht gibt. Auch sein Plastikplanenverschlag ist alles andere als eine Behausung die im Winter auch nur einen Hauch von Wärme verspricht. Trotz der akzeptablen Kernhandlung vermag der Rest den Zuschauer nicht zu überzeugen.

Digitale Aufarbeitung:

Das Bild der Blu-ray-Disc kann nicht überzeugen. Die Bildschärfe wird von einem deutlichen Rauschen gestört und nur in wenigen Szenen kann die Qualität des Films dem Medium Rechnung tragen. Die Farben sind realitätsnah und ausgewogen. Der deutsche dts-HD-Master-Ton ist völlig daneben, denn die Dialoge finden sich überwiegend auf den hinteren Boxen, was sehr befremdlich klingt.

Als Extras gibt es ein Making Of von über 40 Minuten, welches mit deutschen Untertiteln versehen wurde. Hinzu kommt noch ein Interview von rund 18 Minuten, welches auf einem Festival mitgeschnitten wurde, leider jedoch nur in englischer Sprache. Weiterhin kann der Hauptfilm mit einem Audiokommentar von den Regisseuren bzw. Drehbuchautoren Adam Mason und Simon Boyes angesehen werden. Leider gibt es hier aber auch keine deutschen Untertitel.



Fazit:
„Broken“ ist leider nicht interessant genug ausgefallen, um ihn wirklich als empfehlenswert zu bezeichnen. Vielseher aus dem Genre werden vielleicht aus Neugier einen Blick riskieren, aber das breite Publikum wird eher vorzeitig abschalten. Die technische Umsetzung der BD ist schlecht, da das Bild kaum Stärken zeigt und der Ton vollkommen auf die falschen Boxen gelegt wurde.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,78:1
1,78:1
90:08 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Deutsch
DTS-HD  Master Audio 5.1
DTS-HD Master Audio 5.1
Englisch
DTS-HD  Master Audio 5.1
DTS-HD Master Audio 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Making Of
  • Interview
  • Audiokommentar
Broken - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Broken - Keiner kann Dich retten
Broken

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Im Wald sind nicht nur Räuber


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
GB, 2006
Regie:
Simon Boyes, Adam Mason
Drehbuch:
Simon Boyes, Adam Mason
Darsteller:
Nadja Brand, Eric Colvin, Abbey Stirling, Megan Van Kerro, Rachel Townend, Olivia Hill, Atesh Salih

Label Deutschland :
MiG Film
Verkaufsstart Deutschland :
15.09.2011