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Blu-ray-Besprechung - Fantasy Doppel Box
Story:
Journey to Promethea:
Nach vielen Jahren der Sklaverei durch den König Laypach (Billy Zane) konnte das Volk der Similianer endlich Hoffnung schöpfen, denn der tapfere junge Krieger Draden (Gabe Begneaud) stellte sich dem Tyrannen entgegen. Die Freiheit konnte er seinem Volk jedoch nicht bringen, allerdings ging sein Geist nach seinem Tod in den jungen Magnus (Sam Murphy) über, der die Similianer nun endgültig in das Land Promethea bringen soll, das ihnen als gelobte Heimat prophezeit wurde. Doch diese Aufgabe ist gar nicht so leicht für einen einfachen Bauernjungen.
Beauty and the Beast:
Der aktuelle König liegt im Sterben und es wird Zeit, einen Nachfolger zu finden. Der ruchlose Graf Rudolph (Rhett Giles) hofft bereits auf diesen Posten. Dummerweise lebt aber noch der Sohn des Königs, der von einer bösen Hexe (Vanessa Gray) bei der Geburt in ein hässliches Monstrum (Victor Parascos) verwandelt wurde und seitdem im Wald lebt. Um das Biest loszuwerden, wird ein Troll erschaffen, der sich durch die Bevölkerung mordet. Dessen Taten schiebt man dem Biest in die Schuhe. Doch das Biest sieht natürlich nicht tatenlos zu und bekommt in der schönen Belle (Estella Warren), die an seine Unschuld glaubt, auch tatkräftige Unterstützung, aber auch eine neue Freundin.
Meinung zum Film:
"Journey to Promethea" und "Beauty and the Beast" sind vor ein paar Monaten bereits als Einzel-Blu-rays erschienen und werden nun gemeinsam erneut als "Fantasy-Doppelbox" vermarktet. Dafür wurden beide Filme auf eine Blu-ray gepackt und alles außer den jeweiligen deutschen dts-HD-Tonspuren gestrichen. Sehr tragisch ist das allerdings nicht, da die Filme so schlecht sind, dass der Zuschauer sie selbst mit den Originaltonspuren kaum bis zum Ende durchhalten wird. "Journey to Promethea" wirkt handwerklich eher wie das Filmprojekt einer Schulklasse und hier stimmt leider rein gar nichts. Das beginnt schon bei der zu Grunde liegenden Story, die in dieser Form wahrlich keinerlei Innovationen beinhaltet und so bereits schon dutzendfach, wenn auch meist besser, zu sehen war. Das Volk wird unterdrückt und ein prophezeiter Retter tritt ins Geschehen, um das Böse zu besiegen und seine Leute schließlich ins gelobte Land zu führen. Der Film wälzt sich also in abgestandenen Klischees. Auch die Dialoge bewegen sich auf einem entsprechenden Niveau, irgendwo zwischen belanglos langweilig und peinlich plump. So wird etwa dem jungen Helden vorgeschlagen, er solle die Kuh melken, wie er es bei sich selbst gern möge. Auch Logikfehler sind reichlich vorhanden, so versklavte der König vor hundert Jahren die Similianer, lebt aber immer noch und sieht aus wie Mitte vierzig. Trotz des schlechten Drehbuchs könnte der Film theoretisch immer noch durch eine ansprechende Optik und / oder überzeugende Darsteller halbwegs interessant werden, doch auch das bekommt der Zuschauer hier nicht geboten.
Der "Schulprojekt"-Eindruck wird durch die wackelige Kameraführung noch verstärkt. Außerdem wirkt der Film visuell wie ein Homevideo, über das ein extrem schlechter Farbfilter gelegt und bei dem der Kontrast künstlich hochgedreht wurde. Die Kostüme lassen ebenfalls keinerlei Authentizitätsgefühl aufkommen. Beispielsweise läuft der große Lehrmeister im Wald mit einem fein säuberlich maschinengenähten Hemd herum. Und auch alle anderen Kleidungsstücke wirken als wären gerade frisch aus einem modernen Kostümverleih geholt worden. Zusammen mit dem Makeup wirkt das ziemlich albern. So gut wie jeder Darsteller außerhalb des Königshofs hat eine ziemlich auffällige künstliche Dreckschicht im Gesicht, manchmal sogar noch leicht verschmutzte Hosen, aber grundsätzlich strahlend weiße Hemden. Und das betrifft zum Großteil Szenen mitten im Wald. Da verwundert es auch nicht mehr wirklich, dass die "Ritter" glänzend polierte Edelstahlrüstungen auf dem Bauch tragen, aber mit nackten Armen herumlaufen. Zu guter Letzt passen sich leider auch noch die Darsteller diesem mehr als schwachen Gesamtbild an und schaffen es erwartungsgemäß auch nicht, die grauenhaften Dialoge auch nur annähernd überzeugend zu vermitteln. Lediglich Billy Zane ("Titanic"), dessen große Zeiten offensichtlich auch vorbei sind, wirkt als böser König noch halbwegs charismatisch und liefert die einzige ordentliche Leistung ab, wenngleich relativ eindeutig eher gelangweilt.
Auch über "Beauty and the Beast" gibt es wenig Gutes zu berichten. Außer der nicht mit übermäßig viel schauspielerischem Talent gesegneten Estella Warren, die immerhin das "Schöne" in "die Schöne" halbwegs überzeugend verkörpert, hat der Film rein gar nichts, das auch nur annähernd gefallen könnte. Die Story ist selbst für Zuschauer denen das Märchen nicht geläufig ist völlig vorhersehbar und besitzt zahlreiche unlogische Elemente, schlechte Dialoge und eine wenig stimmige Optik. Dabei kann es noch verschmerzt werden wenn das gesamte "Königreich" lediglich aus gefühlten fünf Häusern und 15 Bewohnern besteht, die schwachen Computereffekte sind allerdings schwerlich zu ignorieren. Für diese detailarm gerenderten Animationen, die furchtbar aussehen und noch furchtbarer in die Live-Action-Aufnahmen integriert wurden, ist selbst der Begriff "trashig" noch viel zu euphemistisch. Und auch die Locations verursachen lediglich Gefühle zwischen gähnender Langeweile und peinlich berührtem Fremdschämen, da 90 Prozent in der immer gleichen Waldlandschaft angesiedelt sind. Der Rest wurde hingegen in billig wirkenden Kulissen innerhalb der australischen "Warner Bros. Movie World" gedreht. Die leider alternativlose deutsche Synchronisation schafft es zudem in absolut jeder Situation das komplette Gegenteil der eigentlich beabsichtigten Stimmung einzufangen. Das tötet dann auch noch den letzten Rest jeglicher Atmosphäre. Der Drehbuchautor scheint sich übrigens auch vom Resultat distanzieren zu wollen, denn in den Credits wird er gar nicht erst aufgeführt.
Digitale Aufarbeitung:
Technisch gibt es an der Blu-ray wenig auszusetzen. Das Bild ist bei beiden Filmen sehr klar, scharf und sauber, auch die Detailzeichnung weiß bei Nahaufnahmen zu gefallen. Da in HD aufgenommen wurde, ist keinerlei Hintergrundrauschen zu bemerken. Allerdings fallen bei "Journey to Promethea" die nervigen Stilmittel in Form des hässlichen Farbfilters und des leicht überdrehten Kontrasts negativ auf, auch wenn sie kein originäres Problem des Transfers selbst darstellen. Beim Ton liegt lediglich die deutsche Fassung in dts-HD Master Audio 5.1 vor. Bei beiden Filmen klingt sie nicht besonders räumlich, da sie auch lediglich einen Upmix der auf den Einzeldiscs enthaltenen Dolby-2.0-Spur darstellt. Zumindest die Dialoge sind jedoch jederzeit klar verständlich.
Bonusmaterial gibt es nicht.
Fazit:
Um diese "Fantasy-Doppelbox" sollte jeder Genrefan tunlichst einen möglichst großen Bogen machen. Beide enthaltenen Filme sind selbst mit der Begrifflichkeit "Trash" noch viel zu positiv beschrieben und haben außer jeweils einem halbwegs guten Darsteller (Billy Zane) bzw. einer halbwegs gut aussehenden Darstellerin (Estella Warren), abgesehen von Peinlichkeiten und Langeweile nichts zu bieten. Technisch gibt es an der Blu-ray wenig auszusetzen, allerdings fehlen in dieser Doppelbox der Originalton und Bonusmaterial in jeder Form.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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Journey to Promethea: 83:21 Minuten
Beauty and the Beast: 89:31 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Journey to Promethea / Beauty and the Beast
Journey to Promethea / Beauty and the Beast
Zwei äußerst schwache Fantasyfilme, die nicht mal mehr als Trash durchgehen
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA / Australien, 2010 Regie: Dan Garcia, David Lister Drehbuch: Dan Garcia Darsteller: Billy Zane, Sam Murphy, Jessica Heap, Louis Herthum, Scott Schwartz, Estella Warren, Rhett Giles, Victor Parascos, Vanessa Gray
Label :
WGF Verkaufsstart : 01.10.2011
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