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Blu-ray-Besprechung - WWE - Die größten Superstars des 21. Jahrhunderts
Story:
Anfang 2011 brachte die WWE bereits eine Sammlung mit der Top 50 der größten WWE-Superstars aller Zeiten heraus. Nun folgt rund ein halbes Jahr später die nächste Veröffentlichung, die in eine ähnliche Richtung tendiert und die größten WWE-Superstars des 21. Jahrhunderts präsentiert.
Meinung zum Film:
Mit „Die größten Superstars des 21. Jahrhunderts“ wirft die WWE einen Blick auf ihre größten Helden, die in der Zeit von 2000 bis 2010 für sie in den Ring stiegen. Dabei wird darauf verzichtet eine Rangfolge zu erstellen. Es gibt keine Nummer 1 und keine dahinter folgenden Kämpfer. Alle Athleten werden als gleichwertige Größen präsentiert und bekommen alle ihre Zeit im Scheinwerferlicht. Eingeleitet werden die einzelnen Beiträge zu jedem Kämpfer durch eine Texttafel, auf der die Erfolge im noch frühen Jahrhundert aufgelistet werden. Die Art der Präsentation erinnert ein wenig an Videospiele, bei denen zunächst ein Wrestler für das Spiel ausgewählt werden muss und die notwendigen Informationen vorab nachlesen kann. Nach der kurzen Zusammenfassung geht es dann weiter mit einem rund 5-minütigen Clip, in dem einzelne Karrierepunkte in schneller Schnittfolge und mit zum Charakter passender Musik präsentiert werden. Zusätzlich gibt es von Kollegen noch ein paar wertschätzende Worte mit auf den Weg.
Zu Beginn gibt es gleich zwei der ganz großen Superstars aus der Dekade zu sehen. Zunächst ist dies Y2J Chris Jericho, der als das personifizierte Jahr 2000-Problem seinen Weg von der WCW in die WWE fand und immer wieder an Main Events der großen PPVs beteiligt war. Gleich nach ihm folgt Edge, der zunächst zusammen mit Christian die Tag Team-Szene dominierte und anschließend zu einem der großen Entertainer im Kader der WWE wurde. Mit dem anschließend folgenden Auftritt von Triple H wird endgültig klar, dass die Präsentation der Kämpfer ohne jede Wertung erfolgt. Er dominierte monatelang die Championship-Kämpfe und prägte das Bild der Wrestlingszene nachhaltig. Die Diven bekommen ebenfalls noch ihren Auftritt, allerdings komprimiert in einem Diven-Clip. Richtig rührselig wird es, wenn es um Eddie Guerrero geht. Hier wird das ansonsten vorherrschende Tempo rausgenommen und es kommen unter anderen Bilder und Worte von einer zu seinen Ehren stattgefundenen Zeremonie zum Einsatz. Auf der 2. Blu-ray gibt es dann noch ein paar Kämpfe mit den zuvor gezeigten Superstars zu sehen, die aber lediglich durchschnittliche Auftritte bieten und kaum den Superstar-Status unterstreichen. Leider fehlt ein Menü bei dem ein Kampf direkt angesehen werden kann, genauso wie eine Liste, welche Kämpfe überhaupt enthalten sind.
Es ist sicherlich schön zu sehen wie sich die bekannten Größen des Sports Entertainment im noch jungen Jahrhundert geschlagen haben, welche Veränderungen sie durchliefen und welche Höhen und Tiefen sie dabei erfuhren. Allerdings werden die bis zu zehn Jahre, die dabei betrachtet werden in solch einem Zeitraffer präsentiert, dass kurzes Blinzeln schon die besten Momente ungesehen vorbei ziehen lassen könnte. So hinterlassen die Clips weniger den Eindruck eines ernstgemeinten Portraits, als vielmehr den Gedanken an ein Promovideo im Videoclip-Format. Es wird sicherlich nicht Wenige geben, die sich die Clips zu den Superstars deutlich ausführlicher gewünscht hätten. Mit nicht einmal 100 Minuten fällt die Zusammenstellung relativ kurz aus und hätte eindeutig noch Raum für ausführlichere Portraits geboten. Dass bei einer solchen Auswahl Superstars unter den Tisch fallen wäre ebenfalls geschenkt, wenn hier nicht auch die kurze Gesamtlaufzeit noch hinreichend Platz gelassen hätte. So verbleibt am Ende doch das Gefühl, dass alles insgesamt doch ein wenig zu dürftig aufbereitet wurde und qualitativ noch deutlich Luft nach oben gewesen wäre.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild schwankt mit der Zeit, in der die Aufnahmen gemacht wurden. Etliches Archiv-Material liegt nur im 4:3-Format vor und wird mit Balken links und rechts präsentiert, um das Breitwand-Format zu erfüllen. In diesen Momenten ist die Schärfe auch nicht ganz auf der Höhe der Zeit und es gibt dort auch immer wieder feines Rauschen zu erkennen. Sobald dann aber echtes HD-Material als Ausgangsmaterial vorlag, lässt das Bild keine Wünsche offen. Knackige Schärfe und scharf gezeichnete Konturen sorgen zusammen mit den kräftigen, natürlichen Farben für einen gelungenen Seheindruck. Der Ton liegt im unkomprimierten 5.1 LPCM-Format vor und ist klar zu verstehen, kommt aber fast ausschließlich aus einer Stereo-Front. Ein deutscher Ton liegt zur Dokumentation nicht vor. Wahlweise können aber Untertitel zugeschaltet werden.
Als Extras bietet die Blu-ray einzelne Titel-Kämpfe, die teils auch in den Wochenshows RAW und SmackDown zu sehen waren. Exklusiv sind auf der Blu-ray zusätzlich noch einige weitere Momente aus den beiden Shows und zusätzliche Kämpfe zu sehen.
Fazit:
„Die größten Superstars des 21. Jahrhunderts“ bietet einen kurzen Einblick in die Welt der WWE-Superstars im noch jungen Millennium. Wer sich tiefergehende Eindrücke von jedem einzelnen Superstar, mit ein paar aussagekräftigen Ringeinlagen erhofft, wird eher weniger Spaß mit dem schnellen Gang durch die Jahrhundert-Ruhmeshalle finden. Nur wem eine knappe Zusammenfassung mit ein paar schnellgeschnittenen Ringeindrücken genügt, ist bei dieser Blu-ray an der richtigen Adresse.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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Dokumentation: 99:11 Minuten
Kämpfe: 269:40 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Linear PCM 5.1 | Englisch Linear PCM 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Szenen und Kämpfe aus RAW und SmackDown
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Greatest Superstars of the 21st Century - Die größten Superstars des 21sten Jahrhunderts
Greatest Superstars of the 21st Century
Superstars im Videoclip-Portrait
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2011 Regie: - Drehbuch: - Darsteller: Chris Jericho, Edge, Triple H, JBL, Kane, Kurt Angle, The Rock, Randy Orton, Brock Lesnar, Jeff Hardy, Big Show, Eddie Guerrero, Shawn Michaels, Booker T, Stone Cold Steve Austin, The Undertaker, Rey Mysterio, Batista, John Cena
Label :
ClearVision
Verkaufsstart : 23.09.2011
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