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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - Choose

Story:
Ein sadistischer Serienkiller hält eine ganze Stadt in Atem. Er lässt seine Opfer wählen, wie sie sterben wollen, oder ob jemand anderes an ihrer Stelle sterben soll. Detectiv Tom Wagner (Kevin Pollak) versucht alles in seiner Macht stehende zu tun, um den Killer dingfest zu machen. Während jedoch die Ermittlungen der Polizei in einer Sackgasse stecken, nimmt ein Unbekannter über das Internet Kontakt zu Wagners Tochter Fiona (Katheryn Winnick) auf, und schanzt der angehenden Journalistin Insiderinformationen zu, die eigentlich nur der Mörder selbst besitzen kann. Fionas Neugier überwiegt ihre Angst in eine Falle zu tappen und so macht sie sich auf die Suche nach dem Mörder, ohne zu ahnen, dass dieser bereits auf sie wartet.

Meinung zum Film:
Regieneuling Marcus Graves zeigt mit seinem Filmdebüt „Choose“ einen Film, der wahrlich nichts Neues zu präsentieren vermag. Tatsächlich wirkt er von Anfang an wie ein Potpourri aus vielen bekannten Titeln wie der „Saw“ – Reihe (u.a. James Wan), „Psycho“ (Alfred Hitchcock), „Halloween II“ (Rick Rosenthal) und „Scream“ (Wes Craven). Obwohl gerade im Horrorgenre das Kopieren anderer Filme nichts Außergewöhnliches darstellt, geht es bei „Choose“ jedoch gewaltig in die Hose, da sich die Kopien nicht unbedingt nahtlos aneinander fügen, wie es anscheinend der Plan gewesen ist. Dadurch bekommt der Film Ecken und Kanten, an denen auch die Handlung zu Schaden kommt. Außerdem sollten auch Kopien immer etwas Neues hinzufügen, um eine gewisse Vorhersehbarkeit zu vermeiden. Doch wer nach plötzlichen Wendungen oder gar innovativen Ideen sucht, wird hier massiv enttäuscht.

Die Handlung beginnt mit einer Szene, in der der Mörder eine Familie gefangen hält und die Tochter des Hauses vor die Wahl stellt, dass sie entweder ihren eigenen Vater tötet oder alle sterben müssen. Diese Szene erinnert entfernt an das Konzept der „Saw“ –Reihe, bei denen sich die Opfer auch stets entscheiden müssen, ob sie leben oder sterben wollen. Danach kommt nur noch Altbekanntes. Ein Ermittler mit Geheimnissen, ein Mädchen mit einer grausamen Vergangenheit und ein Killer, der mit seinen Taten seine Vergangenheit zu bewältigen versucht. Das hat der genreerfahrene Zuschauer alles irgendwie schonmal gesehen. Zusätzlich hakt es bei der Handlung meistens daran, dass Szenen anscheinend ohne jeden roten Faden aneinandergereiht werden. Teilweise begibt sich die Geschichte dabei auf Wege, die nicht wirklich nachzuvollziehen sind. Das schadet der Erzählstruktur und mindert die Qualität des Films.

Obwohl einige der Schauspieler dem Zuschauer nicht unbekannt sind, wie Kevin Pollak („End of Days“) oder Katheryn Winnick („Love & Other Drugs“), scheinen diese ihr schauspielerisches Talent nicht voll entfalten zu können. Sie wirken blass und teilweise auch unnatürlich. Bei Katheryn Winnick kommt eine schlechte und emotionslose deutsche Synchronisation erschwerend hinzu. Insgesamt kann keiner der Darsteller seine Rolle authentisch vermitteln, was sich negativ auf das Identifikationspotential der Figuren auswirkt. Spatter-Fans werden ebenfalls nicht auf ihre Kosten kommen, da es nur zwei Szenen gibt, in denen überhaupt Blut zu sehen ist. Wird dieser Faktor zu der permanenten Vorhersehbarkeit und der unnatürlichen schauspielerischen Leistung hinzu addiert, ergibt dies einen schlechten und langweiligen Film, der weit im Schatten der Werke steht, die er zu kopieren versucht.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild präsentiert sich ohne erkennbare Störungen. Die Farben haben eine gute Qualität und wirken durchweg natürlich. Der Kontrast besitzt jedoch deutliche Mängel. Die Tatsache, dass bei Nachtszenen Details nicht mehr erkennbar sind, zeigt, dass der Kontrast zu tief eingestellt ist. Der Ton klingt jedoch klar und gleichmäßig aus allen Boxen. Auch der Mix zwischen Dialogen, Hintergrundgeräuschen und Musik ist gut gelungen.

Die DVD besitzt als Extras den deutschen und den englischen Trailer. Zusätzlich existiert ein „Behind the Scenes“-Feature, das dem Zuschauer einen Einblick in die Dreharbeiten gewährt. Die Schauspieler Kevin Pollak, Katheryn Winnick, Bruce Dern und der Regisseur Marcus Graves kommen in den Interviews zu Wort, bei denen sie Fragen zum Dreh des Film und dessen Handlung beantworten.

Fazit:
„Choose“ ist ein langweiliger und uninteressanter Möchtegern-Horrorfilm, dessen einzige Qualität in der Aneinanderreihung von Szenen aus bekannten Kult-Horrorfilmen zu bestehen scheint. Der unerfahrene Regisseur Marcus Graves war offensichtlich nicht in der Lage seine Darsteller zu Höchstleistungen zu motivieren, denn diese liefern eine schlechte und teilweise auch unnatürliche Leistung ab. Die Vorhersehbarkeit der Handlung verdirbt letztlich dem Zuschauer jedweden Spaß an dem Streifen, der hoffentlich bald wieder in Vergessenheit geraten wird.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
2,40:1
2,40:1
82:50 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Behind the Scenes
  • Deutscher Trailer
  • Englischer Trailer
  • Interviews mit Cast & Crew
Choose - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
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Bild unseres Mitarbeiters Yatiker Yildiz
Alles schon mal besser gesehen!


Autor der Besprechung:
Yatiker Yildiz

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2011
Regie:
Marcus Graves
Drehbuch:
Brandon Camp, Mike Thomson
Darsteller:
Katheryn Winnick, Nicolas Tucci, Kevin Pollak, Richard Short, Bruce Dern, Henry Baker, Talia Balsam, Marilyn Berry, Gery Charkassky, Barbara Ann Davison, Shana Dowdeswell, Daniel Farcher, Jake Goldberg, Jason Good, Elleen Hannah, Daniel Hartley, Dennis Hoerter, Cady Huffman, Kahan James, Trip Langley, Annalaina Marks

Label Deutschland :
Planet Media
Verkaufsstart Deutschland :
27.09.2011