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DVD-Besprechung - Shrekliche Spukgeschichten
Story:
Shrecklich erschreckt: Halloween ist mehr als nur Süßes oder Saures: Für eine Runde unheimlicher Lagerfeuer-Geschichten schlug Familienvater Shrek (Sascha Hehn) deshalb die inzwischen verlassene Burg DuLoc vor, in der angeblich noch der Geist von Lord Farquaad spukt. Das kann natürlich Esel (Dennis Schmidt-Foß) und seine weiteren Freunde nicht schrecken. Oder etwa doch?
Monster vs. Aliens: Mutanten-Kürbisse aus dem Weltall: Ein unbekanntes Flugobjekt hat sich über Modesto in Kalifornien blicken lassen. Grund genug für das Militär, Gigantika (Diana Amft) und ihr Team der Monster auf die Suche nach außerirdischen Lebensformen in das beschauliche Dorf zu schicken. Doch lassen sich diese schrecklich leicht ablenken, denn es ist Halloween. Missing Link (Ralf Möller) und B.O.B. (Oliver Kalkofe) benutzen ihre abstoßende Gestalt, um Süßigkeiten zu sammeln, während Prof. Dr. Kakerlake (Erich Räuker) seinen zerplatzten Kinderträumen nachhängt. Als sich schließlich ausgerechnet die kostenlosen Kürbisse von Jacks Farm als zuckersüchtige Aliens entpuppen, bietet sich der Stadt ein Kampf, den sie nicht so schnell verdauen wird.
Meinung zum Film:
"Shrekliche Spukgeschichten" beinhaltet zwei der Kurzfilme zur Shrek-Filmreihe und "Monsters vs. Aliens". Der erste Film "Shrecklich erschreckt" spielt nach "Shrek der Dritte" und zeigt nach "Shrek – Der tollkühne Held" und dem Midquel "Shrek 3D" zum ersten Mal wieder DuLoc, das Schloss von Lord Farquaad. Das Treffen von Shreks Freunden dort ist allerdings nur die Rahmenhandlung für die dort erzählten Geschichten, welche drei kleine Episoden füllen. Der Pfefferkuchenmann erzählt mit "Peppy und seine Braut" überraschenderweise keine Parodie auf "Chucky und seine Braut", sondern auf "Frankensteins Braut". Jedenfalls liegt beim Backen der Pfefferkuchenfrau dieser Schluss nahe. Der Rest der Folge verläuft wie eine Folge der "Twilight Zone" inklusive unerwartetem Ende. Danach lösen Esel und der Gestiefelte Kater ihn mit der "Psycho"-Parodie "Stiefel-Motel" ab. Darin versuchen sie jeweils sich selbst in besserem Licht darzustellen als den anderen und ersticken so jede Spannung im Keim. Shrek schließt alles ab mit "Der Shrekzorzist", in dem ihn Geppetto zu Hilfe holt, weil sein Pinocchio Stimmen hört und sich deshalb wie im "Exorzist" verhält. Der Clou am Ende spielt mit dem Originalmärchen Pinocchios und macht die Episode klar zu der besten der drei. Wohlgemerkt: Es sind nur drei Erzählungen von insgesamt neun Leuten, die teilnehmen wollten, aber durch absurde Gründe keine eigene Geschichte erzählen. So bleiben Pinocchio, der Wolf und die drei Schweinchen ohne eigene Story.
Leider machen die besseren Geschichten gegen Ende nicht die eher langweiligen zu Beginn wett, da die meisten Gags einfach auf die Nase fallen. Obwohl die Erzähler versuchen, ihre Freunde mit den Geschichten das Fürchten zu lehren, gelingt es dem Kurzfilm nicht einmal, eine unheimliche Grundstimmung zu erzeugen. So ist der Episodenfilm zwar dank guter Animationen und den Originalstimmen für Fans ein Schmankerl und für Neuzugänge verständlich erklärt, aber als eigenständiges Stück nur eine schlechte Adaption der Simpsons-Halloweenfolgen. "Mutanten-Kürbisse aus dem Weltall", der Kurzfilmbeitrag zu "Monsters vs. Aliens", setzt seine Gags da schon deutlich gezielter ein. Da die Figuren nicht in eine untypisch passive Erzählerrolle gezwungen werden, können sie sich in Modesto austoben, bis sie schließlich die Handlung einholt und Taten sprechen lassen müssen. Da schon "Monsters vs. Aliens" eine Parodie auf altmodische Horrorfilme war, passen die vier Figuren problemlos in die absurde Handlung, die dafür aber auch manchmal etwas unübersichtlich gerät. Die Geschichte wird von einem herrlichen Soundtrack untermalt, der mindestens genauso häufig auf bekannte Horror-Klassiker verweist wie die Figuren selbst, welche auch gelegentlich auf moderne Klassiker wie "E.T." und "Scarface" anspielen, ohne damit von der eigentlichen Handlung abzulenken.
Es besitzt schon eine gewisse Ironie, dass der Shrek-Kurzfilm, mit dem im DVD-Titel geworben wird, den schwächeren der beiden Kurzfilme darstellt. Die Mischung aus Märchenparodien und klassischen bis modernen Horrorfilmen lässt keinen Platz mehr für guten Humor. Der Kurzfilm zu "Monsters vs. Aliens" hingegen ist voll in seinem Element. Obwohl das Konzept gut klingt, zwei so unterschiedliche Videos verschiedener Spielfilme zusammen zu vermarkten, scheitert es hier an den zu schwachen "Shrekliche Spukgeschichten". Wenigstens wird, anders als bei "Oh du Shrekliche", mit beiden Kurzfilmen und einigen Extras eine satt gefüllte DVD angeboten. Bei zwei halbstündigen Clips wäre weniger auch eine Dreistigkeit gewesen. Leider fehlt der deutschen Veröffentlichung die Michael-Jackson-Parodie namens "Thriller Night", die in der US-Doppelbox als Sonderausstattung enthalten war.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist durchgehend scharf und kann sich locker mit der Bildqualität seiner Filmvorlagen messen. Akustisch ist "Mutanten-Kürbisse aus dem Weltall" etwas leiser als "Shrecklich erschreckt", beide sind jedoch auch bei etwas lauterer Musik gut abgemischt und klar verständlich.
Neben Musikvideos und Trailern für einige andere Dreamworks-Produktionen bietet die Sonderausstattung drei Karaoke-Videos mit den Hauptfiguren von "Monsters vs. Aliens" und eines mit dem Gestiefelten Kater aus "Shrek". Das Video "Modernes Monster-Movie-Making" behandelt das technische Making-Of von "Monsters vs. Aliens".
Fazit:
"Shrekliche Spukgeschichten" bringt vielleicht ein paar Fans zum Schmunzeln, ist aber prinzipiell weniger zum Einstieg in die Filme geeignet als gedacht. Beide zeigen gut die aktuelle Situation ihrer Vorbilder: Während "Mutanten-Kürbisse aus dem Weltall" noch frisch und unterhaltsam ist, setzt sich "Shrecklich erschreckt" zwischen alle Stühle und landet so humoristisch auf der Nase. Die Extras werten die DVD wieder auf, insgesamt bleibt sie aber doch nur ein Liebhaberstück.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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Shrecklich erschreckt: 24:28 Minuten
Mutanten-Kürbisse aus dem Weltall: 25:59 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 | Französisch Dolby Digital 5.1 |
Niederländisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch |
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Bonusmaterial:
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- Der gestiefelte Kater: These Boots Are Made For Walking
- Karaoke-Musik-Party: Gigantika
- Karaoke-Musik-Party: B.O.B.
- Karaoke-Musik-Party: Prof. Dr. Kakerlake & Missing Link
- Modernes Monster-Movie-Making (Making of "Monsters vs. Aliens")
- "Shrek"-Musikvideo
- "Drachenzähmen leicht gemacht"-Musikvideo
- "Kung-Fu-Panda"-Musikvideo
- "Madagascar"-Musikvideo
- "Megamind"-Musikvideo
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Shrekliche Spukgeschichten
Scared Shrekless / Monsters vs. Aliens: Mutant Pumpkins from Outer Space
Der domestizierte Familienvater versucht sich an Gruselgeschichten? Auf den Shrek erstmal einen Monsterfilm!
Autor der Besprechung:
David Bühring
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2009 / 10 Regie: Gary Trousdale, Raman Hui, Peter Ramsey Drehbuch: Sean Bishop, Gary Trousdale (nach einem Buch von William Steig und Adam F. Goldberg sowie Figuren von Rob Letterman und Conrad Vernon) Darsteller: Sascha Hehn, Dennis Schmidt-Foß, Esther Schweins, Benno Fürmann, Santiago Ziesmer, Gerald Schaale, Diana Amft, Ralf Möller, Oliver Kalkofe, Erich Räuker
Label :
Paramount Home Entertainment
Verkaufsstart : 06.10.2011
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