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DVD-Besprechung - Apex
Story:
Im Jahr 2072 startet das sogenannte „APEX“-Programm (Advanced Prototype Exploration Unit), das Zeitreisen ermöglicht. Um menschliche Kontakte zu vermeiden, werden automatisierte Robotersonden auf Zeitreise geschickt. Diese Reisen rufen allerdings offensichtlich virale bzw. zelluläre Funktionsstörungen hervor. Zur Verhinderung einer Kontamination oder eines Zeitparadoxons werden vom Labor aus Sterilisierungseinheiten losgeschickt, die lediglich ihre Prioritätsorder befolgen. Diese sieht die totale Auslöschung dieser Paradoxien vor und zwar auf allen Ebenen der Zeit. Das Programm ist jedoch längst völlig außer Kontrolle geraten. Projektleiter Nicholas Sinclair (Richard Keats) sieht sich nach einem Zeitsprung, und anschließender Rückkehr, mit einer alternativen Zukunft konfrontiert, in der ein verheerender Virus grassiert, während die überlebenden Menschen täglich gegen die robotischen Sterilisierungseinheiten ums Überleben kämpfen.
Meinung zum Film:
Der Regisseur und Drehbuchautor von „Apex“, Phillip J. Roth, war in gleicher Funktion bereits bei der ebenfalls innerhalb der „Sci-Fi Sensation“-Reihe“ veröffentlichten Produktion „Digital Man“ aktiv. Beide Filme liegen zeitlich nur ein Jahr auseinander. Während „Digital Man“ allerdings noch als B-Produktion durchgeht und sogar einige bekannte Gesichter mit an Bord hat, bewegt sich „Apex“ schon eher im Bereich der C-Movies. Die auftretenden Darsteller waren vor dieser Produktion weitgehend unbekannt und daran änderte auch ihre Mitwirkung in diesem Streifen nachvollziehbarerweise herzlich wenig. Die vorliegende deutsche DVD-Premiere präsentiert den Film in ungeschnittener Form.
„Apex“ sieht in etwa so aus, als hätte David Lynch einen bösen Albtraum gehabt, den er überhastet und spontan zu einem Drehbuchfragment verwurstete, welches er dann Uwe Boll vorlegte, der das Gesamtwerk daraufhin mit kaum vorhandenem Budget innerhalb kurzer Zeit als ballerlastiges C-Movie umsetzen musste. Die Story ist für dieses Genre und diese budgettechnische Preisklasse einfach vollkommen überladen und zudem ziemlicher Schwachsinn. Ausgerechnet Robotersonden sollen durch ihre Zeitreisen Viren auf Menschen übertragen? Und wie gelingt es dem Labor eigentlich, unendlich viele dieser Sterilisierungseinheiten herzustellen, nur um sie kreuz und quer durch die Zeit zu schicken, wo diese dann aufgrund ihrer Angewohnheit, behäbig ins Feindfeuer zu staksen, fortwährend vernichtet werden? Lange Rede, kurzer Sinn, das Drehbuch zu „Apex“ ist völliger Unsinn und ist im Kern natürlich eh nur eine Kopie des Kampfes gegen die Maschinenwesen aus „Terminator“. Zusätzlich versuchen die Macher eben noch die Zeitreisethematik zu verstärken und jagen Sinclair kreuz und quer durch die Zeit, um seinen Fehler wiedergutzumachen. Zu allem Überfluss kommentiert eben jener auch noch fortwährend aus dem Off seine düsteren Gedanken, die der Film mit billigen, aber halbwegs atmosphärischen Bildern von apokalyptischen Landschaften voller Verfall und Zerstörung zu untermalen versucht.
Der erste Auftritt der Robotersonden bzw. Sterilisierungseinheiten, denn beide sind vollkommen identisch, dürfte Trashfans zumindest noch eine Freudenträne entlocken, denn diese klobigen Kampfmaschinen könnten auch aus einem „Godzilla“-Film oder bei den „Power Rangers“ entlaufen sein, wobei sie vom Design her gar nicht mal so misslungen aussehen. Allerdings gibt es im gesamten Film lediglich diesen einen Robotertypus zu sehen, was diese Kreationen schnell zu einem monotonen Stimmungstöter verkommen lässt. Die Action besteht dann auch lediglich aus ständig gleich verlaufenden, völlig hirnlosen Feuergefechten mit den stupide mitten ins Feuer laufenden Robotern. Dabei arbeitet der Regisseur, wie bereits bei „Digital Man“, gerne mit massiver Pyrotechnik. Allerdings explodieren die Projektile der Roboter immer meterweit vor oder hinter den „Helden“ was die Sache äußerst peinlich wirken lässt. Und diese auch choreographisch völlig in den Sand gesetzten Feuergefechte, die einen Großteil der Spielzeit ausmachen, können leider auch überhaupt nicht über die völlig talentfreien Darsteller und ihre nervtötend einfältigen Charaktere hinwegtäuschen. Die hirnlosen Dialoge ersticken jedenfalls endgültig die leichten Anflüge von Endzeitstimmung und die verwendeten Computereffekte wirken heute einfach nur noch hoffnungslos antiquiert.
Digitale Aufarbeitung:
„Apex“ ist ein gering budgetiertes Nischenprodukt, das mittlerweile schon rund 17 Jahre auf dem Buckel hat, und dafür kann sich die vorliegende DVD durchaus sehen lassen. Die Bildschärfe bewegt sich auf einem guten Level, die Farbgebung ist kräftig, außer beim stellenweisen Einsatz von Farbfiltern als Stilmittel, und auch die Kontrastwerte kommen mit den stellenweise sehr hellen Wüstensequenzen oder den teils sehr düsteren Innensequenzen in Labors oder Gebäuden weitgehend zufriedenstellend zurecht. Verschmutzungen sind lediglich in geringem Umfang vorhanden, das Bildrauschen ist jedoch nicht zu übersehen, auch wenn es nicht wirklich störend ausfällt. Die beiden Tonspuren punkten mit guter Verständlichkeit und ausgewogener Abmischung. Abgesehen davon, dass es hin und wieder mal etwas lauter rummst, fällt der Film allerdings effektmäßig eher enttäuschend aus.
Auf der DVD befindet sich keinerlei Bonusmaterial. Die Veröffentlichung verfügt über ein Wendecover.
Fazit:
„Apex“ ist ein billig heruntergekurbelter Science-Fiction-Ballerstreifen mit einem völlig überladenen Drehbuch mit Zeitreisethematik und starken Anleihen bei „Terminator“. Die Actionsequenzen sind aber leider stupide, repetitiv und choreographisch eher unfreiwillig komisch ausgefallen und auch die trashigen Roboter sind nur am Anfang für ein paar Lacher gut, während die miesen Darsteller und ihre unwesentlichen Dialoge eher einschläfernd wirken. Technisch macht die DVD einen ordentlichen Eindruck, Bonusmaterial gibt es allerdings nicht.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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98:21 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Apex
A.P.E.X.
Zeitreisen? - Wohl eher reine Zeitverschwendung!
Autor der Besprechung:
Lennart Reimherr
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1994 Regie: Phillip J. Roth Drehbuch: Phillip J. Roth, Gian-Carlo Scandiuzzi, Ron Schmidt Darsteller: Richard Keats, Mitchell Cox, Lisa Ann Russell, Marcus Aurelius, Adam Lawson, David Jean Thomas, Brian Richard Peck, Anna B. Choi
Label :
Voulez Vous Film
Verkaufsstart : 30.09.2011
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