Splashpages  Home Movies  Rezensionen  Rezension  Rage 2 - Dead Matter
Partner von Entertain Web
http://www.splashmovies.de/php/images/spacer.gif
The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

In der Datenbank befinden sich derzeit 3.899 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...

Blu-ray-Besprechung - Rage 2 - Dead Matter

Story:
Der Vampir Vellich (Andrew Divoff) will unbedingt einen alten Skarabäus besitzen, der ihm große Macht verleihen soll. Mit diesem hat er die Möglichkeit Tote wieder zu erwecken und sie für seine Zwecke einzuspannen. Doch sein Vorhaben misslingt und das Relikt gelangt in die USA. So macht er sich auf in die Staaten. Doch hier muss er feststellen, dass die junge Gretchen (Sean Serino) das Kleinod an sich genommen hat. Für Vellich steht fest, dass Gretchen sterben muss.

Meinung zum Film:
„Rage 2“ hat nichts mit dem nominellen Vorgänger „Rage“ zu tun und das in allen Belangen. Hier wird versucht mittels Titelschmiede ein schlechtes Produkt unter die Leute zu bekommen. Andrew Divoff („Wishmaster“) spielt zwar auch wieder mit, aber seine Rolle als Vampir ist vollkommen aus den Fugen geraten. Zunächst aber zur Handlung die sehr verquer verläuft. Im Prinzip ist es eine Aneinanderreihung verschiedener Ideen aus diversen Grusel- bzw. Horrorszenarios. Gleich zu Beginn startet das logische Chaos und ohne irgendeine Einführung bezüglich der Charaktere wird das beschauliche Passau zu einer Zombiekulisse. Ein Dämonenjäger und sein Gehilfe jagen inmitten der Untoten einem augenscheinlichen Vampir ein uraltes Relikt ab, das noch aus der Zeit der Pharaonen stammt. Vellich, so heißt der Vampir, entschwindet nach einem Kampf und das Relikt wandert nach Amerika.

Dort wird es von Gretchen gefunden die noch immer um ihren Bruder trauert, den sie bei einem Verkehrsunfall verloren hat. Ab hier fällt für die nächste Zeit Sean Serino („Spiel auf Zeit“) übel auf, die dümmlich lächelnd die Möglichkeiten des Relikts, eines Skarabäus, erahnt und natürlich ihren Bruder wieder zurückbekommen möchte. Dass plötzlich ein Zombie in ihrer Wohnung steht, der ihr wie ein Hündchen folgt, macht ihr weniger Sorgen. Mit dem Erscheinen des Zombies folgt nun eine Passage die wohl eher eine Horrorkomödie darstellen soll, denn der Untote wird mit in eine Bar genommen und darf auch, mit einem Duftbaum aufgepeppt, auf dem Beifahrersitz Platz nehmen. Es ist zum Haare raufen was sich da einige Leute ausgedacht haben. Welche Motivation führt zu solch kruden Gedanken und wer finanziert eigentlich derartige Produktionen fragt sich hier der ratlose Zuschauer.

Parallel zu Gretchens Sehnsucht nach ihrem Bruder, legt sich Vellich mit seinem Kollegen Sebed an, der Vampire mir einer neuen Droge abhängig macht. Kein Geringerer als Tom Savini („From Dusk Till Dawn“) spielt diesen verschlagenen Blutsauger. Dieser Handlungsteil bleibt komplett rudimentär und im Prinzip wird der Zuschauer an der Nase herum geführt. Immer dann wenn etwas nicht passt, wird es passend gemacht. Da entmaterialisiert sich ein Vampir in Europa um flugs darauf in den Staaten wieder aufzutauchen. Dracula persönlich musste noch eine beschwerlich Schiffsreise nach England machen, um den kalten Gefilden der Karpaten zu entkommen. Dann kann er sich auf einmal in Staub auflösen und in den Körper eines anderen Vampirs eindringen. Das sind völlig unglaubwürdige Konstruktionen. Und auch die Spezialeffekte sind hausbacken und locken keinen Splatterfan an.

Digitale Aufarbeitung:
Die Qualität der BD ist schwach. Keine Vorzüge die dieses Medium anbietet werden hier gezeigt und so bleiben Bild und Ton gerade auf DVD-Niveau. Das Bild ist detailarm und offenbart schnell seine Herkunft als B-Movie. Weder in der Nähe, noch in der Ferne darf der Zuschauer auf gute Bildschärfe hoffen. Der Ton ist bemüht sich im Raum zu verteilen, kann aber in der Gesamtbetrachtung nicht den Durchschnitt überschreiten.

Alle Extras liegen nur in englischer Sprache vor und beginnen mit einem Making Of. Dieses bietet viele Informationen und hat eine recht üppige Laufzeit von gut eineinhalb Stunden. Ferner gibt es noch eine Gag Reel (3:04) und eine Zusammenfassung mit den „lustigen“ Zombiesequenzen (4:11). Wer möchte, der kann sich den Film auch noch mit einem Audiokommentar von Regisseur Edward Douglas sowie den Produzenten Gary Jones und Robert Kurtzman ansehen.

Fazit:
„Rage 2“ kann beim Publikum nicht punkten, da die Produktion im Ergebnis ganz einfach schlecht geworden ist. Eine wirre Story und viele logische Ungereimtheiten paaren sich mit billigen Effekten und schlechten Darstellern. Die Blu-ray-Disc kann die technischen Qualitäten des Mediums zudem nicht ausnutzen.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,78:1
1,78:1
93:49 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Deutsch
DTS-HD  Master Audio 5.1
DTS-HD Master Audio 5.1
Englisch
DTS-HD  Master Audio 5.1
DTS-HD Master Audio 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Making Of
  • Gag Reel
  • Fun with
  • Audiokommentar
Rage 2 - Dead Matter - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Rage 2
The Dead Matter

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
B-Movie-Horror aus der Billigabteilung


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2010
Regie:
Edward Douglas
Drehbuch:
Edward Douglas, Tony Demci
Darsteller:
Andrew Divoff, Jason Carter, Sean Serino, Tom Savini, Tom Nagel, C.B. Spencer, Brian van Camp, Donna Williams

Label Deutschland :
MiG Film
Verkaufsstart Deutschland :
13.10.2011