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Blu-ray-Besprechung - Tötet Katie Malone
Story:
Die drei Freunde Ginger (Masiela Lusha), Jim (Stephen Colletti) und Dixie (Jonathan 'Lil J' McDaniel) machen sich einen Spaß daraus, bei einer Online-Auktion einen Geist zu ersteigern. Dieser soll laut Verkäufer Robert (Dean Cain) in einer Holztruhe hausen und in der Lage sein, Wünsche zu erfüllen. Die Kiste wird prompt geliefert und tatsächlich funktioniert auch die Wunscherfüllung, allerdings ganz anders als erwartet, denn der Geist nimmt sich im Gegenzug für jeden erfüllten Wunsch ein Menschenleben. Nun liegt es an den Freunden herauszufinden, was es mit der Truhe auf sich hat und wie sie den Geist wieder loswerden können.
Meinung zum Film:
Das Horror-Genre scheint allgemein sehr beliebt zu sein, wenn es um den Einstieg ins Filmgeschäft geht. Immer wieder begegnet man Hochschul-Kurzfilmprojekten aus diesem Bereich und auch Carlos Ramos Jr. hat sich für sein Regiedebüt "Tötet Katie Malone" einen Horrorfilm ausgesucht, bei dem er zudem gleichzeitig als Koautor tätig war. In den Hauptrollen sind Masiela Lusha ("Blood - The Last Vampire"), Stephen Colletti ("One Tree Hill") und Jonathan 'Lil J' McDaniel ("Raven blickt durch") zu sehen. Des Weiteren hat Dean Cain ("Lois & Clark") einen kurzen Gastauftritt, aber wirklich nur am Rande, und auch Nick Hogan ("Hogan Knows Best"), der auf dem BD-Cover mit dem Spruch "Ja, genau, Hulk Hogans Sohn!" beworben wird, darf mal vorbeischauen.
Insgesamt bietet "Tötet Katie Malone" ein paar gute Ansätze. Die Grundprämisse wirkt dabei glücklicherweise halbwegs frisch und unverbraucht. Drei Freunde kaufen sich bei einer Online-Auktion eine geheimnisvolle Kiste, in der angeblich ein Geist haust, der Wünsche erfüllt. Was sie jedoch nicht ahnen, ist, dass der Geist für jeden erfüllten Wunsch ein Menschenleben nimmt. Klingt eigentlich ganz spannend, wurde auch recht solide umgesetzt, aber letztlich schafft es "Tötet Katie Malone" dann doch nie, den Zuschauer zu überraschen. Dafür sind die Wege, die der Film im weiteren Verlauf beschreitet, einfach zu ausgetreten um noch etwas Neues bieten zu können.
Allerdings muss klar gesagt werden, dass der Film auch nie zum Ärgernis gerät, wie das bei anderen Horror-B-Movies öfter mal der Fall ist. Überraschenderweise sind nämlich die darstellerischen Leistungen durchweg solide. Auch die Inszenierung samt Sounddesign ist größtenteils gelungen und bietet einige wirklich gruselige Momente, vor allem, wenn der Geist in Gestalt eines kleinen Mädchens auftritt. Trotzdem hat "Tötet Katie Malone" ein großes Problem, nämlich das höchstens als mittelmäßig zu bewertende Drehbuch. Außer der interessanten Grundidee kann dieses nämlich nicht viel bieten und wartet neben teilweise furchtbar schlechten Dialogen auch meistens mit Szenen auf, deren Ablauf dann doch recht vorhersehbar bleibt. Von daher ist zwar einerseits für anderthalb ganz unterhaltsame Stunden gesorgt, andererseits reicht es bei dem Film aber auch aus, ihn sich einmal auszuleihen. Denn wenngleich er bei Weitem nicht als schlecht zu bewerten ist, ist er noch lange nicht gut genug, um ein mehrmaliges Anschauen zu rechtfertigen.
Digitale Aufarbeitung:
Technisch bietet "Tötet Katie Malone" mittelmäßige bis gute Qualität. Der Bildtransfer wirkt sehr klar und sauber, Rauschen fällt nur gelegentlich und nur in sehr geringem Umfang auf. In homogenen Flächen sorgt die Kompression allerdings öfter mal für dezente Unruhen. Die Farben sind natürlich, auch wenn als Stilmittel die Sättigung etwas zurückgenommen wurde und das Ganze auf Braun-Beige-Töne getimed hat. Die Schärfe weiß vor allem bei Nahaufnahmen zu gefallen und sorgt dann auch für eine gute Durchzeichnung, die meiste Zeit über wirkt das Bild allerdings für HD-Verhältnisse etwas zu weich, gerade im Detailbereich. Der Ton liegt als 5.1-HD-Spur auf Deutsch und Englisch vor, die deutsche Version gibt es außerdem in Dolby Digital 2.0. Alle Versionen bieten klar verständliche Dialoge. Das Geschehen bleibt allerdings sowohl in der deutschen als auch in der englischen Fassung sehr frontlastig, auf die Rears wird nahezu komplett verzichtet.
Als Bonusmaterial gibt es lediglich den Trailer zum Film.
Fazit:
"Tötet Katie Malone" ist ein durchschnittlicher Horrorfilm, der nicht schlecht genug ist, um keinen Spaß zu machen, aber auch nicht gut genug, um zu mehrfachem Anschauen anzureizen. Soliden darstellerischen Leistungen und einer interessanten Grundidee stehen schwache Dialoge und ein insgesamt vorhersehbarer Fortgang der Handlung entgegen, sodass es ausreicht, sich den Film bei Interesse mal auszuleihen. Technisch sieht es ähnlich aus, die Blu-ray bietet keine allzu schlechte Qualität, aber auch nichts, was wirklich vom Hocker reißen kann.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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91:25 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 | Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Tötet Katie Malone
Kill Katie Malone
Eigentlich ganz unterhaltsamer Horrorfilm, der aber nicht aus der Mittelmäßigkeit herauskommt
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2010 Regie: Carlos Ramos Jr. Drehbuch: Mark Onspaugh, Carlos Ramos Jr. Darsteller: Masiela Lusha, Stephen Colletti, Jonathan 'Lil J' McDaniel, Dean Cain, Nick Hogan, Cassandra Jean, Fernanda Romero, Sylvia Panacione
Label :
WGF Verkaufsstart : 06.10.2011
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