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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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Blu-ray-Besprechung - Decoder - Die 7. Dimension

Story:
Declan (Jonathan Rhodes), Malcolm (David Horton) und Kendra (Calita Rainford) planen die digitalen Originalabbilder der Tora aus dem Vatikan zu entleihen, indem sie sich in deren Netzwerk hacken. Eher zufällig anwesend bei dem Hack sind Zoe (Lucy Evans) und ihre Freundin Sarah (Kelly Adams), die aber keine Chance haben zu gehen. Benötigt wird die Tora zur Entschlüsselung, wodurch die Geheimnisse der Welt offenbart werden sollen. Dafür will das Trio auf Dimensionen zurück greifen, die bislang noch niemand entdeckt hat.

Meinung zum Film:
Mit „Decoder - Die 7. Dimension“ hat Regisseur und Drehbuchautor Brad Watson („Asylum Night“) einen interessanten Ansatz gefunden, um den herum er versucht ein spannendes Mysteryspiel zu entwickeln. Vor allem die Idee, dass die Tora die komplette Geschichte der Welt in sich verbirgt, vergangene und zukünftige hat einiges an Mystery-Potential zu bieten. Gelesen werden kann diese Geschichte aber nur, wenn man über die 3. Dimension hinaus geht und auf bislang unbekannten Ebenen die einzelnen Tafeln erforscht. Declan hat einen Weg gefunden dies zu tun und erklärt anhand von zweidimensionalen Strichmännchen zu Beginn recht anschaulich wieso diese Dimension bislang noch nicht genutzt werden konnte. Sie übersteigt schlichtweg den menschlichen Verstand, für den diese Dimension noch nicht einmal vorstellbar ist. Und mit den Erkenntnissen aus der Toraentschlüsselung, so zumindest erklärt es Declan anfangs noch, sollen Leben gerettet werden. Doch mit der Zeit wird immer deutlich worum es ihm wirklich geht – um Macht!

Die Suche nach dieser Macht beginnt anfangs sehr interessant. Zoe und Sarah geraten eher zufällig in den Hacker-Angriff auf den Vatikan, tragen dann aber ihren Teil dazu bei, dass alles gelingt. Über diesen digitalen Einbruch sollte aber besser kein zweiter Gedanke verschwendet werden, weil alles so hanebüchen dargestellt wird, dass selbst Laien ihre Zweifel an der auch nur annähernden Glaubwürdigkeit der Angriffs- und Abwehrversuche haben dürften. Wenn sich dann auch noch das Pentagon mit ins Spiel bringt, wird aus Unglauben schnell verständnisloses Kopfschütteln. Nachdem der Angriff auf die digitalen Schätze des Vatikans abgeschlossen ist, nimmt der Film einiges an Tempo raus und präsentiert einen sehr zähen und langatmigen Mittelteil. Erst wenn die mittlerweile im Penthouse eingesperrte Gruppe mit der Macht des frischen Wissens konfrontiert wird, zieht die Spannungsschraube wieder ein bisschen an und es kommt auch zu einem ersten Todesfall. Die interessanten Ansätze vom Anfang des Films werden aber spätestens ab hier weitgehend ad acta gelegt und einem schlichten Horrorplot geopfert. Der am Ende präsentierte Mad-Man-on-the-loose-Part wirkt nur noch langweilig und hat nichts Nennenswertes mehr zu bieten. Auch neue Punkte in der Story tragen mehr zum Verdrehen der Augen bei als dass sie die Geschichte auch nur ein Stück weiterbringen könnten.

Mit dem Epilog versucht „Decoder“ am Ende nochmal eine Schüppe nachzulegen und präsentiert eine „Der Flügelschlag eines Schmetterlings kann die Welt verändern“-Sichtweise auf einige Momente des Films. Manche von denen wurden aber bereits so offensichtlich präsentiert, dass sie ohnehin schon zu viel Aufmerksamkeit bekommen haben, als dass sie unbeachtet blieben. Wie sich dann am Ende ein Rädchen ins andere fügt mag sich auf dem Reißbrett vielleicht noch raffiniert angesehen haben, im Film selbst wirkt das Meiste davon dann aber nur noch hölzern und konstruiert. Und somit überwiegt bei der finalen Bewertung des Films dann eindeutig die eher schlechtere zweite Hälfte. Der Epilog hätte sicherlich noch einiges retten können, wenn er denn geschickt und mit Aha-Effekt daher gekommen wäre. Kommt er aber nicht und so bleibt „Decoder – Die 7. Dimension“ bei seinen guten Ideen vom Anfang hängen und schafft es nicht daraus Kapital zu schlagen.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild lässt kaum echtes HD-Feeling aufkommen. Die Details sind maximal als durchschnittlich zu bezeichnen und lassen vor allem im Hintergrund zusehends nach. Ähnlich verhält es sich bei der Schärfe, die ebenfalls keinen prägenden Eindruck hinterlässt. In Sachen Farbgebung, Kontrast und Helligkeit wurde eine gute Abstimmung gefunden. Der deutsche Ton liegt im Format HD-Master Audio 5.1 vor, hat aber eher selten räumliche Effekte zu bieten.

Als Extra gibt es neben dem englischen und dem deutschen Trailer noch ein rund 22-minütiges Making Of. In diesem sprechen die Künstler ein wenig über die Entstehung des Films und über ihre Eindrücke. Dieser Beitrag liegt allerdings nur in englischer Sprache ohne Untertitel vor.

Fazit:
„Decoder – Die 7. Dimension“ hat einen vielversprechenden Ansatz, der er mit der Zeit aber immer weniger verfolgt wird. Anstatt die Mystery rund um die Tora konsequent weiter zu verfolgen, driftet die Geschichte zusehends in eine platte Horrorstory ab. Der gezwungene Epilog trägt dann seinen Teil dazu bei, dass die eher müde zweite Hälfte des Films das Gesamtbild prägt.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
2,35:1
2,35:1
95:24 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
DTS-HD  Master Audio 5.1
DTS-HD Master Audio 5.1
Englisch
DTS-HD  Master Audio 5.1
DTS-HD Master Audio 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Making Of
  • Trailer
Decoder - Die 7. Dimension - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Decoder - Die 7. Dimension
Beacon 77

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Ein interessanter Ansatz und ein guter Beginn, doch mit der Zeit auch eine Tendenz zum langatmig Banalen


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
GB, 2009
Regie:
Brad Watson
Drehbuch:
Brad Watson, Debbie Moon
Darsteller:
Kelly Adams, Jonathan Rhodes, David Horton, Lucy Evans, Calita Rainford, Cathy Murphy

Label Deutschland :
Infopictures
Verkaufsstart Deutschland :
15.09.2011