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Blu-ray-Besprechung - Blitz
Story:
Tom Brant (Jason Statham) ist ein harter Cop im rauen South East London. Wegen seiner brutalen und kompromisslosen Art gerät die Polizei immer mehr in den Fokus der Medien, die unter der Schlagzeile der Polizeibrutalität letzten Endes das Konterfei Brants auf der Titelseite abbildet. Doch als ein Copkiller sein Unwesen treibt, ist seine harte Gangart wieder gefragt. Denn sein Gegenspieler (Aidan Gillen) ist ein durchgeknallter Irrer, der sich selbst den Namen "Blitz" gegeben hat und seine Spielchen mit der Polizei veranstaltet.
Meinung zum Film:
Jason Statham ("The Transporter") gehört ohne Zweifel zu den angesagten Actionstars. Wo immer der harte, schlagkräftige Typ gefragt ist, gehört er zu den potentiellen Kandidaten für den Job. In "Blitz" von Regisseur Elliott Lester ("Love Is the Drug") schlüpft er wieder in seine Paraderolle und kann einen gnadenlos coolen und eiskalten Jäger darstellen. Allerdings ist er in der Rolle des Tom Brant so cool, dass es stellenweise fast schon an eine Parodie erinnert. Die Dialoge, die Statham von Drehbuchautor Nathan Parker („Moon“) in den Mund gelegt wurden sind so flach, dass sie Dialoge in Daily Soaps wie Poesie erscheinen lassen. Fatalerweise spielt Action im Film eine eher untergeordnete Rolle, wodurch die Dialoge weiter in den Vordergrund gerückt werden und das Gesamtbild dadurch nicht gerade positiver erscheinen lassen.
Über die platten Dialoge wurden bis hier schon mehr Worte verloren als sie es wert wären. Leider passt sich aber auch die Story der qualitativen Nulllinie der Dialoge weitgehend an. Die Jagd nach dem Killer ist nicht sonderlich spannend umgesetzt worden. Seine Identität wird schon früh gelüftet, wodurch ein großes Rätselraten ebenfalls hinfällig wird. Beim Charakter des Killers wurde versucht ihm eine Mischung aus Bedrohlichkeit und Durchgeknalltheit zu verleihen, die aber ähnlich gut funktioniert wie die Worte von Tom Brant. Wenn der Killer einen Cop in seiner Wohnung mit einem Hammer erschlägt, sich bei dem Anblick übergibt und dann mit den verklebten Fingern durch seine Haare geht, ist das schon reichlich peinlich anzusehen. Wenn er danach dann noch neben der Leiche auf der Couch sitzt, mit einer Tüte Chips in der Hand und bei einer Gameshow im Fernsehen miträtselt, wird es aber schon nahezu albern. Anstatt Angst wegen der Verrücktheit kommt eher Mitleid für den Killer auf.
Und so hangelt sich der Film von einer Szene zur nächsten, ohne dabei einen wirklichen Spannungsbogen aufbauen zu können. Der Killer ist zu albern, der Cop ein wandelndes Klischee und die Geschichte nicht mehr als ein Hauch heißer Luft. Es wird wegen der schlechten Inszenierung auch schon recht früh klar, dass es am Ende darauf hinaus läuft, dass der einzige Cop, der ein wenig Charakterisierung erfährt am Ende das Opfer wird um das sich das Finale entwickelt. Dass die Darstellung dieses Polizisten mit einem Date dann ebenfalls einen Tiefpunkt erfährt und von da an in der Glaubwürdigkeit immer weiter abnimmt, wird wegen der anderen Unzulänglichkeiten schon recht gleichgültig hingenommen. Wenn die Zeit zwischen den Dialogen wenigstens noch mit gewohnter Statham-Action gefüllt wäre, einiges am Film hätte verziehen werden können. Da dies aber nicht der Fall ist bleibt es am Ende dabei, dass manch einer sich wünschen würde, "Blitz" wäre nicht der Name des Films, sondern ein Synonym für die gefühlte Laufzeit.
Digitale Aufarbeitung:
Die Schärfe des Bildes ist zufriedenstellend, wenn auch nicht ganz überzeugend. Bei der Kantenschärfe verhält es sich ähnlich. Auch sie kann nicht immer voll überzeugen und wirkt manchmal ein wenig verschwimmend, vor allem bei Aufnahmen aus der Totale. Der Kontrast wirkt insgesamt ein klein wenig zu steil, was aber nur minimal störend auffällt. Der deutsche Ton liegt in DTS-HD Master Audio 5.1 vor und ist technisch einwandfrei. Er ist durchweg gut zu verstehen und macht bei Gelegenheit immer wieder mit Effekten aus dem hinteren Bereich auf sich aufmerksam. Wenn von dort keine Hintergrundgeräusche zu hören sind, gibt es meist vom Soundtrack etwas auf die Ohren.
Die Extras fallen recht überschaubar ist. Neben einer Handvoll Interviews gibt es noch eine B-Roll mit unkommentierten Szenen vom Dreh.
Fazit:
"Blitz" ist ein Thriller mit Jason Statham in der Hauptrolle, was aber schon in etwa das Beste ist, das über den Film gesagt werden kann. Die Dialoge sind platt, die Story kann kaum für Höhepunkte sorgen, und Action sowie Spannung gibt es eher selten zu erleben. Unerschütterliche Fans von Statham können vielleicht mit geringen Erwartungen noch auf ihre Kosten kommen, die Chancen dafür sind für alle anderen aber äußerst gering.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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97:38 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 | Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Interviews
- B-Roll
- Trailer
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Blitz
Blitz
Platte Dialoge, ein alberner Killer und kaum Spannung - Da kann selbst Jason Statham nichts mehr retten
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
GB, 2011 Regie: Elliott Lester Drehbuch: Nathan Parker (basierend auf dem Roman von Ken Bruen) Darsteller: Jason Statham, Luke Evans, Aidan Gillen, Zawe Ashton, Paddy Considine, Christina Cole, Joe Dempsie, David Morrissey, Ron Donachie, Mark Rylance, Ned Dennehy, Elly Fairman
Label :
Universum Film
Verkaufsstart : 04.11.2011
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