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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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Blu-ray-Besprechung - The Son of No One

Story:
Jonathan White (Channing Tatum) ist ein gut ausgebildeter Cop und nimmt eine Stelle in dem Polizeirevier Queensboro an. Es ist ein Stadtteil den er nur zu gut kennt, denn hier wuchs er auf. Allerdings geschah hier etwas, was nun an das Tageslicht gerückt wird und es hat mit Jonathan zu tun. Er war als Junge für den Tod zweier Menschen verantwortlich und dies wurde maßgeblich von Detective Stanford (Al Pacino) gedeckt. Die ernüchternde Bilanz lautet zwei Tote, aber keine Festnahme. Doch jemand hat alles gesehen und versorgt nun die Reporterin Loren Bridges (Juliette Binoche) mit Informationen zu dem 20 Jahre alten Fall. Die Polizeiführung wird langsam nervös und niemand scheint zu wissen, wer der geheime Informant sein könnte.


Meinung zum Film:
„The Son of No One“ ist ein Kriminaldrama, welches den Zuschauer nie richtig an sich binden kann. Die Geschichte schafft es nicht zu überzeugen, was daran liegen kann, dass wichtige Elemente des Plots dem Publikum nicht wirklich eindringlich serviert werden. Stattdessen werden verstärkt Nebenhandlungen voran getrieben, die eher uninteressant ausgefallen sind. Eine weitere Schwäche des Films ist sein Hauptdarsteller Channing Tatum („G.I. Joe – Geheimauftrag Cobra“) als Cop Jonathan White. Tatum bleibt zu undurchsichtig bei dem was da geschehen ist. 16 Jahre mit einer Last von zwei Toten zu leben ist eigentlich nicht möglich bei einem Menschen mit einem Gewissen und Sinn für Gerechtigkeit. Erst nachdem die Vorwürfe gegen ihn erhoben werden spielt Tatum schließlich den Mann mit Gewissensbissen, mit einer solchen Verzögerung wirken diese Empfindungen jedoch äußerst unnatürlich.

Ein wenig wird mit dem Grundschema von „Copland“ gespielt und wenn ein Cop Probleme hat, dann regeln das schon die Kollegen, im Stile einer verschworenen Gemeinschaft. Und ausgerechnet in dieses Revier wechselt Jonathan, der inzwischen zu einem guten Polizisten aufgestiegen ist. Das wirkt leider schwer konstruiert und trägt nicht gerade zum Spannungsaufbau bei. Gut hingegen ist der Erzählstil, der die Gegenwart und die Rückblicke in die Vergangenheit kombiniert. Hier wird das Geschehen von damals beleuchtet, welches in der Gegenwart für Ärger sorgt. Das Finale ist aber letztendlich keine große Überraschung und das eigentliche Ende wirkt zu abrupt. Die Gegenwartshandlung ist frei von innovativen Handlungselementen und die kleinen Plottwists lassen den Zuschauer nicht wirklich staunend zurück. Hier wurden einige interessante Ansätze leichtfertig liegen gelassen.

Diese Schwächen haben offensichtlich auch die Verleiher erkannt. Trotz der durchweg namhaften Besetzungsliste wurde der Film nicht in die deutschen Kinos gebracht. Auf dem Cover prangt zwar groß der Name von Al Pacino („Der Duft der Frauen“), doch sein Charakter des Detective Stanford bleibt deutlich hinter dem von Ray Liotta („La linea“) zurück, der sich als Revierboss Captain Mathers im Laufe der Handlung zunehmend merkwürdiger gebärdet. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf Channing Tatum. Als seine Gattin wurde Katie Holmes („Batman Begins“) gecastet und sie macht als besorgte Ehefrau und Mutter eine gute Figur. Juliette Binoche („Der englische Patient“) spielt eine der Schlüsselrollen und als ehrgeizige Journalistin will sie Licht in das Dunkel bringen. Regisseur Dito Montiel schafft es in seinem dritten Werk aber insgesamt trotz dieser namhaften Besetzung nicht den Zuschauer für seine Konzeption zu begeistern.


Digitale Aufarbeitung:
Das Bild der Blu-ray-Disc ist gut und zeichnet sich durch eine durchgehende Bildschärfe aus. Dem Betrachter bieten sich viele Details und das sowohl in der Nähe wie auch in der Ferne. Der Kontrast zeigt leichte Schwächen bei dunklen Szenen, doch die realistischen Farben gleichen das wieder aus. Der Ton ist ebenfalls gut und die Dialoge werden sauber über die Frontboxen wiedergegeben. Der räumliche Klang wird weniger bedient.

Das Bonusmaterial bietet zunächst ein Making Of (4:56), das jedoch aufgrund der viel zu kurzen Laufzeit nicht überzeugen kann. Es folgt ein Blick hinter die Kulissen (9:57) der lebendige Eindrücke von den Dreharbeiten vermittelt. Die Interviews mit Cast und Crew (26:12) haben nicht nur werbenden Charakter, sie bieten auch Informationen an. Leider gibt es keine deutschen Untertitel. Den Abschluss bilden der deutsche Trailer sowie der Originaltrailer.

Fazit:
„The Son of No One“ ist einer von den Filmen die sich der Zuschauer ansehen kann, die aber kein Pflichtprogramm für Cineasten darstellen. Leider ist die Geschichte etwas zu dünn und vorhersehbar ausgefallen, daran kann auch die prominente Besetzung nichts mehr ändern. Technisch ist die BD vollkommen auf der Höhe der Zeit.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
2,35:1
2,35:1
93:47 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
DTS-HD  Master Audio 5.1
DTS-HD Master Audio 5.1
Englisch
DTS-HD  Master Audio 5.1
DTS-HD Master Audio 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Making Of
  • Hinter den Kulissen
  • Interviews
  • Originaltrailer
  • Trailer
The Son of No One - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
The Son of No One
The Son of No One

Bild unseres Mitarbeiters Jörg Hesse
Krimidrama ohne Durchschlagskraft


Autor der Besprechung:
Jörg Hesse

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2011
Regie:
Dito Montiel
Drehbuch:
Dito Montiel
Darsteller:
Channing Tatum, Al Pacino, Ray Liotta, Katie Holmes, Ursula Parker, Brian Gilbert, Tracy Morgan, Jake Cherry, Juliette Binoche

Label Deutschland :
Planet Media
Verkaufsstart Deutschland :
17.11.2011