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Blu-ray-Besprechung - Ballistica
Story:
Damian Sloan (Paul Logan) ist ein Agent des CIA im operativen Einsatz. Wenn er gerufen wird, dann gilt es Probleme zu lösen und zwar ohne Rücksicht auf den Gegner. Der russische Ex-KGB-Mann Dragomir (Andrew Divoff) hat mit seiner Terror-Gruppe eine neue Bombe entwickelt die im Umkreis von 15 Kilometern alles Leben auslöschen kann, aber keine Gebäude oder Gegenstände zerstört. Damian befreit die Wissenschaftlerin Alexa (C. B. Spencer) und versucht mir ihrer Hilfe die Bombe zu entschärfen. Es gelingt, doch dann erfahren die beiden von der Existenz einer weiteren Bombe. Der Countdown hat begonnen und die Waffe muss gefunden werden. Die Zeit rennt.
Meinung zum Film:
B-Movies wie „Ballistica“ eines darstellt, lassen viele Fragen offen. Die wichtigste jedoch ist, warum das Publikum mit solchen Produktionen belästigt wird. Nichts spricht dafür diesen Streifen anzusehen, rein gar nichts. Mit einer gelassenen Plumpheit wird jedes Klischee bedient, das sich der Zuschauer nur für einen Actionstreifen vorstellen kann. Da wird nichts augelassen und schnell glaubt der Betrachter seinen Augen nicht mehr zu trauen zu können. Aber auch die Ohren werden auf das Folterrad der Filmgeschichte gespannt. Der Vergleich der Synchronstimmen offenbart, dass diese von den Hauptdarstellern grundsätzlich abweichen und der „Held“ Paul Logan („Mega Piranha“) in der deutschen Fassung fast schon glockenhell gesprochen wird. Im Original hat er eine tiefe, knurrige Stimme. Das könnte verschmerzt werden, wenn da nicht diese typisch dümmlichen Dialoge wären, welche die Stimmung mächtig herunterziehen. Als Beispiel sei dieses Zitat angeführt: „Die Bombe ist in Amerika!“ – „Woher wollen Sie das wissen?“ – „Weil wir sie in China suchen!“.
Hin und wieder können solche B-Movies ja auch mal positiv überraschen indem sie nicht vorhersehbare Wendungen präsentieren. Eines sei garantiert, das wird hier nicht passieren. Spätestens wenn die graue Labormaus und Doktorin zu einem scharfen Sexhäschen mutiert und den guten Damian nach Strich und Faden verführt, dann weiß jeder Cineast, dass diese Dame ein falsches Spiel betreibt. Paul Logan darf seinen wirklich makellosen und top trainierten Körper präsentieren, mehr kommt aber auch von ihm nicht herüber. Die Ballerszenen sind lächerlich choreografiert worden und zuweilen kommt sich der Zuschauer vor wie in einer Persiflage auf das Genre. Da ballern zwanzig Söldner ihre Magazine in Richtung des Helden und kein Schuss sitzt. Dieser hingegen trifft mit jedem Betätigen des Abzugshebels, was schon ziemlich albern anmutet. Dummerweise ist aber alles ernst gemeint und so muss sich das Publikum mit den verqueren Ideen eines Autorenduos auseinandersetzen, welches dringend mal auf Vordermann gebracht werden müßte.
Die weibliche Erstbesetzung C. B. Spencer („Rage 2 – Dead Matter“) kommt in diesem Streifen doppelt schlecht weg. Erstens wegen ihrer Rolle und zweitens wegen ihres Aussehens. Sie wirkt überwiegend als wäre sie vollkommen übernächtigt und hat tief liegende Augen, während die Tränensäcke hervorstehen. Ein qualitativ hochwertiges Make-up hätte hier sicherlich helfen können. Der Showdown wird dann, als Höhepunkt einer wirklich enorm unterhaltungsarmen Produktion, zur Farce. Das Stichwort lautet Ballistica. Dies ist eine Verbindung aus Kampf- und Schießsport und soll für Unterhaltung sorgen. Leider wird in diesem Finale so hemmungslos übertrieben, dass der Zuschauer eigentlich eher verärgert zurückbleibt. Solche Produktionen sind für den Filmmarkt schädlich, denn wenn sich die Zielgruppe veralbert fühlt, werden künftig solche Filme einfach liegen gelassen. Das kann nicht im Interesse der Filmemacher liegen.
Digitale Aufarbeitung:
In den gut ausgeleuchteten Filmszenen bietet die BD alles was der Zuschauer von dem Medium erwarten darf. Das Bild ist scharf und bietet auch Details im Hintergrund an. Die Farben wirken sehr harmonisch und vermitteln einen realistischen Eindruck. Bei den dunkleren Szenen verliert sich die Qualität ein wenig, was aber nicht wirklich stört. Der Ton ist bei den Nebengeräuschen und den Musikeinlagen in Ordnung, lediglich die deutschen Dialoge sind etwas zu niedrig eingestellt und wirken stellenweise dumpf.
Als Bonusmaterial steht ein Making Of mit einer Laufzeit von lediglich ca. 4,5 Minuten, ohne deutsche Untertitel, zur Verfügung. Der Informationsgehalt hält sich in Grenzen. Hinzu kommt noch der Originaltrailer. Das war es dann auch schon.
Fazit:
„Ballistica“ ist eine Actionpleite die den Zuschauer augenscheinlich veralbern will. Sie enthält eine maue Geschichte, eine mit Klischees überfrachtete Inszenierung und Darsteller die schon deutlich bessere Zeiten gesehen haben. Technisch ist die BD hingegen in Ordnung.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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90:35 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 | Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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Ballistica
Ballistica
Ein Film, den man nicht gesehen haben muss
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2009 Regie: Gary Jones Drehbuch: Tony Kandah, Sean Rourke Darsteller: Paul Logan, Martin Kove, Robert Davi, C. B. Spencer, Andrew Divoff, Katie Ryan, Wissam Saliba, Max Glotov
Label :
Mr. Banker Films Verkaufsstart : 21.10.2011
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