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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - Mistress

Story:
Marvin Landisman (Robert Wuhl) kann es kaum fassen, denn nach Jahren der Stille meldet sich plötzlich der Produzent Jack Roth (Martin Landau) und erzählt ihm, dass er gern sein Drehbuch verfilmen würde. Allerdings hat die Sache auch noch einen kleinen Haken. Roth hat nämlich überhaupt kein Eigenkapital und muss sich deshalb zunächst auf die Suche nach möglichen Geldgebern machen, wobei ihn Marvin unterstützen soll. Schon nach kurzer Zeit melden sich einige Interessenten, die jedoch einige Probleme mit dem Skript haben. Daraufhin wird Stuart Stratland jr. mit ins Boot geholt, der Sprössling eines bekannten Drehbuchautoren, der das Drehbuch den Sponsorenwünschen entsprechend abändern soll. Marvin erkennt bald seine eigene Story unter den ganzen Änderungen gar nicht mehr wieder. Als dann auch noch die Freundinnen der Geldgeber alle im Film mitspielen sollen, droht Marvin komplett durchzudrehen.

Meinung zum Film:
Es ist nicht ganz klar, worauf die Hollywood-Satire „Mistress – Die Geliebten von Hollywood“ eigentlich hinaus möchte. Auf der einen Seite soll das Filmgeschäft kritisch beleuchtet werden, auf der anderen Seite sind die Dialoge nicht scharf genug dafür, den Zuschauer wirklich zu beeindrucken. Allerdings schleicht sich doch so manches Lächeln auf die Lippen, wenn die Handlung genauer unter die Lupe genommen wird. Alles beginnt mit einem Telefonanruf der einstigen Produzentengröße Jack Roth bei dem erfolglosen aber talentierten Drehbuchautor Marvin Landisman, um ihm mitzuteilen, dass er sein Jahrzehnte altes Skript, dass der Autor wie seinen Augapfel hütet, verfilmen möchte. Damit startet eine Maschinerie, die jedem im Filmbusiness wohl bekannt sein sollte – mit all seinen guten aber auch schlechten Facetten.

Es kann sein, dass Regisseur und Drehbuchautor Barry Primus („Jackson“) eigene Erfahrungen mit in sein Drehbuch aufgenommen hat. Das würde die Charakterzeichnung seiner Figuren erklären, die allesamt selbstsüchtig und gleichzeitig hoch traumatisierte, seelische Wracks darstellen. Er macht sich über die Geldgeber lustig, die zwar keine Ahnung vom Filmgeschäft haben, was sie jedoch nicht daran hindert, ihre ungefragte und laienhafte Meinung zu äußern, immer nur auf den eigenen Vorteil bedacht. Aber auch der eigensinnige, ehrgeizige Drehbuchautor bekommt sein Fett weg, der zunächst nicht kompromissbereit ist, doch mit wachsender Hoffnung auf Erfolg schließlich doch bereit ist seine eigenen Ideale zu verkaufen. Fest steht jedoch eines, für Primus ist das Filmgeschäft keine kreative Angelegenheit, sondern eher eine dreckige Sache, bei es nur um Sex, Lügen, Geld und Einfluss geht.

Eine Menge bekannter und teilweise sogar berühmter Schauspieler geben sich in diesem Film die Klinke in die Hand. Allen voran gehen Martin Landau („Sleepy Hollow“) und Robert De Niro („Everybody`s Fine“), aber auch Christopher Walken („God`s Army“), die bei all ihrer Hollywood Erfahrung vermutlich genau wissen, worüber sie sich lustig machen. Alle drei verkörpern mit ihren Rollen jeweils einen notwendigen Teil der Filmbranche: Schauspieler, Produzenten und Geldgeber. Dass sie eine unglaubliche schauspielerische Leistung vollbringen wundert den Zuschauer bei ihrem Talent nicht im Geringsten. Doch auch der Hauptdarsteller Robert Wuhl („Boston Legal“) macht eine gute Figur in seiner Rolle als Drehbuchautor und Regisseur eines Projekts, das von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist. Wären dazu noch schärfere Dialoge gekommen, wäre der Film vermutlich ein Megaerfolg geworden. Doch auch so amüsiert er enorm, obwohl er deutlich mehr Potential besessen hätte.


Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist klar und kommt ohne Störungen daher. Die Farben sind manchmal ein wenig zu kräftig, was den Gesichtern eine unnatürlich orangefarbene Tönung verleiht. Die Konturen sind jedoch scharf. Auch der Kontrast hält ein ausgezeichnetes Niveau. Der Ton klingt zwar ein wenig dumpf, aber dennoch gleichmäßig aus allen Boxen. Der Mix zwischen Hintergrundgeräuschen, Musik und Dialogen ist ausnehmend gut gelungen.

Als Extras enthält die DVD lediglich den Originaltrailer.

Fazit:
„Mistress – Die Geliebten von Hollywood“ ist eine amüsante Hollywood-Satire, die sich über das Filmgeschäft insgesamt lustig macht. Leider ist es Regisseur und Drehbuchautor Barry Primus nicht gelungen, seine ironischen Szenen mit scharfen und genauso bösen Dialogen zu unterstreichen. Nichtsdestotrotz erschuf er, vor allem dank der hervorragenden schauspielerischen Leistung seiner Darsteller, einen bitterbösen Film über die Machenschaften der Kreativitätsfabrik in Los Angeles, die dem Zuschauer den einen oder anderen Lacher abgewinnen wird.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 12
1,33:1
1,33:1
105:00 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Englisch
Dolby Digital 2.0
Dolby Digital 2.0
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • Originaltrailer
Mistress - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Mistress - Die Geliebten von Hollywood
Mistress

Bild unseres Mitarbeiters Yatiker Yildiz
Ein gutes Chili, es hätte aber auch schärfer gewürzt sein können!


Autor der Besprechung:
Yatiker Yildiz

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1992
Regie:
Barry Primus
Drehbuch:
Barry Primus
Darsteller:
Robert Wuhl, Martin Landau, Vasek Simek, Thomas R. Voth, Jace Alexander, Thuesday Knight, Eli Wallach, Robert De Niro, Sheryl Lee Ralph, Chuck Low, Christopher Walken, Roberta Wallach, Kathleen Johnson, Ernest Borguine, Michael G. Kelly, Jean Smart, Danny Aiello, Jerome Dempsey

Label Deutschland :
MiG Film
Verkaufsstart Deutschland :
11.11.2011