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Blu-ray-Besprechung - Fight of the Dragon
Story:
In einer postapokalyptischen Zukunft herrscht General Ruechang (Cary-Hiroyuki Tagawa) mit eiserner Hand über ein namenloses ostasiatisches Land. Doch gerade als er seine Machtbasis durch eine Hochzeit mit der jungen Prinzessin Halo (Valerie Chow) festigen und legitimieren will, beschließt diese, vor dem Unmenschen Reißaus zu nehmen. Ruechang schickt daraufhin seinen besten Killer, die Kampfmaschine Warchild (Dolph Lundgren), um sie zurückzuholen. Dieser entwickelt allerdings Gefühle für die widerspenstige Prinzessin und zudem will sich diese auch noch mit den Rebellen verbünden, die Warchild seit Jahrzehnten gnadenlos jagt.
Meinung zum Film:
„Fight of the Dragon“ stellt einen weiteren preisgünstigen Ausflug Dolph Lundgrens in die Gefilde Osteuropas dar, die im Spätherbst seiner Karriere immer häufiger stattfanden. Im vorliegenden Fall wurde in Bulgarien gedreht und zwar unter der Regie des zu dieser Zeit noch weitgehend unbekannten Isaac Florentine, der sich mittlerweile durch Titel wie „Undisputed 2“ und „Ninja – Revenge Will Rise“ bei Freunden verhältnismäßig preisgünstig inszenierter, aber äußert handfester Action einen echten Namen gemacht hat. Die zweite Hauptrolle, und damit den finsteren Gegenspieler von Dolph Lundgren, mimt der Japaner Cary-Hiroyuki Tagawa, u.a. bestens bekannt als Shang Tsung aus „Mortal Kombat“. Weniger prominente Mitspieler sind hingegen Valerie Chow („Futuresport“) und Gary Hudson ("Martial Outlaw"). Der Film erschien bereits in den Jahren 2002 und 2006 in Deutschland auf DVD, feiert aber mit der hier vorliegenden Fassung seine Blu-ray-Premiere parallel zur gleichzeitigen Neuauflage einer DVD-Variante.
Isaac Florentine mischt in „Fight of the Dragon“ apokalyptische Endzeitwelten und Fantasystimmung mit leichtem Märcheneinschlag. Das Ganze garniert er mit ordentlicher Pyrotechnik, ständigen Ballereien und einigen relativ spektakulären Nahkampfsequenzen, die bereits einen ersten Vorgeschmack auf Filme wie den angeführten „Undisputed 2“ darstellen. Das Problem ist nur: Auch wenn Florentine zu dieser Zeit bereits ein guter, ökonomischer Handwerker war, mit seinem geringen Budget und den tristen Ostblock-Locations erzeugt er sicherlich vieles beim Zuschauer, nur gelingt es ihm mit Sicherheit nicht, eine Endzeitstimmung hervorzurufen oder gar rührselige Märchenwelten zum Leben zu erwecken. Der Film wirkt einfach billig. Das zeigt sich z.B. auch in einer der spektakulärsten Sequenzen des Films, wenn ein Hubschrauber des Generals den mit der Prinzessin und Fairchild gewaltsam zur Landung zwingt. Der leicht getroffene Hubschrauber explodiert kurz darauf, allerdings ist das nicht wirklich zu sehen und die Explosion findet an einer Stelle vor dem Hubschrauber statt. Danach blendet die Kamera auch gnädig weg und es sind keinerlei Trümmer oder Ähnliches auszumachen. Der zweite Hubschrauber wird kurz danach von den Rebellen abgeschossen, stürzt natürlich hinter einem Hügel ab, die Detonation findet aber vor dem Hügel statt, während von dem angeblich zerstörten Hubschrauber aber erneut nichts zu sehen ist.
Unter solchen Budgetrestriktionen lässt sich natürlich kein Actionkracher realisieren und so kocht die Pyrotechnik allgemein eher auf Sparflamme und den erstaunlich unblutigen Ballereien mangelt es gewaltig an Dynamik. Lediglich die kurzen Nahkampfsequenzen werden zwar leicht übertrieben, aber durchaus ansehnlich in Szene gesetzt. Die Story ist hingegen leider vollkommen einfallslos und dramaturgisch vergessenswert in Szene gesetzt. Dolph Lundgren sammelt hier auch als Ein-Mann-Armee eher wenig Sympathiepunkte und sein vorhersehbarer Wandel vom Saulus zum Paulus, wohlgemerkt nach quasi lebenslanger Konditionierung zum linientreuen Killer, nur weil der General die Prinzessin ohrfeigt, wirkt dann schon sehr weit hergeholt. Und auch die Rebellen haben dann scheinbar kein Problem damit, sich mit ihm zu versöhnen und ihm vollkommen zu vertrauen. Wer hier also eine Geschichte voller Logik, Erzählkunst und glaubwürdiger Charaktere erwartet, ist genauso fehl am Platz wie Freunde hochwertiger Action. Somit sollte der Film einfach nur als kleine, frühe Fingerübung von Isaac Florentine und als die Einleitung eines echten Karrieretiefs von Dolph Lundgren verstanden werden.
Digitale Aufarbeitung:
Die vorliegende Blu-ray im Vollbildformat liegt lediglich in 1080i-Auflösung vor und es handelt sich hier nur um eine Upscale-Variante der parallel erscheinenden DVD-Neuauflage. Das geht sogar so weit, dass beide Versionen die gleiche Laufzeit aufweisen, weshalb die hier getestete Blu-ray auch mit unüblichen 25 Bildern pro Sekunde, statt mit 24 Bildern pro Sekunde, läuft. Die Bildqualität ist zwar um Längen besser als bei dem parallel veröffentlichten Lundgren-Streifen „The Shooter – Ein Leben für den Tod“ und wäre somit für die DVD eines rund 13 Jahre alten B-Movies durchaus in Ordnung, für eine Blu-ray ist das Gebotene jedoch deutlich zu wenig. Die Schärfe ist für dieses Medium unterdurchschnittlich und bietet lediglich bei wenigen Aufnahmen von Gesichtern überhaupt mal weitergehende Details, von Plastizität kann natürlich auch keine Rede sein. Weiterhin wird das Bild von einem starken Rauschen begleitet und der Kontrast ist viel zu steil angelegt, was zu regelmäßigen und deutlichen Überstrahlungen führt. Die Farbgebung wirkt zudem eher erdig bis blass und es mangelt ihr definitiv an Ausdruckskraft. Weiterhin weist die Vorlage auch diverse Verschmutzungen auf. Die Abmischung der deutschen DTS-HD-Master-Audio-2.0-Tonspur wirkt ziemlich merkwürdig, beispielsweise werden hier Raumklangeffekte eingesetzt, wo eigentlich überhaupt keine vorhanden sein dürften. So wird Lundgren von Feinden frontal unter Feuer genommen, die Tonspur versucht währenddessen aber, die Kugeln um ihn herumzischen zu lassen. Eine gute Verständlichkeit ist hingegen meistens gegeben, obwohl seltsamerweise auch die Dialoge hin und wieder Ausflüge zu den hinteren Lautsprechern übernehmen, während sich die Dynamik insgesamt aber doch ziemlich in Grenzen hält.
Auf der Blu-ray befindet sich keinerlei Bonusmaterial. Die Veröffentlichung besitzt ein Wendecover.
Fazit:
„Fight of the Dragon“ setzt auf brachiale Action statt auf eine vernünftig ausgearbeitete Geschichte und nachvollziehbare, sympathische Charaktere, scheitert in dieser Hinsicht aber bereits an seinem äußerst schmalen Budget und der eher billigen Optik. Die Erzählung selbst strotzt vor Logikfehlern sowie Plattheiten und auch Dolph Lundgren verrichtet hier einen eher undankbaren Job als einsilbige Kampfmaschine. Technisch schlägt die vorliegende Blu-ray die parallele Veröffentlichung von „The Shooter – Ein Leben für den Tod“ zwar um Längen, kann qualitativ im Hinblick auf dieses Medium aber nicht überzeugen, weshalb die fast identische DVD für Interessenten durchaus ausreicht.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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87:53 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch DTS-HD Master Audio 2.0 | Englisch DTS-HD Master Audio 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Fight of the Dragon
Bridge of Dragons
Wenig überzeugendes Frühwerk von Isaac Florentine und schwaches Spätwerk von Dolph Lundgren
Autor der Besprechung:
Lennart Reimherr
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1999 Regie: Isaac Florentine Drehbuch: Carlton Holder, Greg Latter, Clint Lien Darsteller: Dolph Lundgren, Cary-Hiroyuki Tagawa, Valerie Chow, Gary Hudson, John Bennett, Scott L. Schwartz, Jo Kendall, Dave Nichols
Label :
Mr. Banker Films
Verkaufsstart : 11.10.2011
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