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Blu-ray-Besprechung - The Rig
Story:
Unwetter und Stürme sind gefährliche Naturereignisse und bergen viele Gefahren. Diese werden sogar noch gefährlicher, wenn man sich auf einer Bohrinsel im offenen Meer befindet. Und solch ein riesiger Sturm nimmt Kurs auf die Bohrinsel Charlie. Die Besatzung hat aber noch ein ganz anderes Problem, denn bei den Bohrungen am Meeresboden haben sie etwas geöffnet, was besser geschlossen geblieben wäre. Etwas steigt zur Wasseroberfläche auf, entert die Ölförderanlage und beginnt die Teammitglieder zu töten.
Meinung zum Film:
Wer das Cover von „The Rig“ sieht ohne den Inhalt durchzulesen, der dürfte sich beim Film selbst ein wenig getäuscht sehen. Da kommt kein riesiges Monster aus der Tiefe und meuchelt die Restbesatzung der Bohrinsel, sondern ein eher menschliches Wesen mit fiesen Beißerchen mitten im Gesicht. Der Horrorstreifen hat gute Ansätze, die sich leider in der zweiten Filmhälfte komplett verlieren und den Zuschauer ein bisschen verzweifeln lassen. Da ist zum einen der Spannungsbogen, der nach einem guten Beginn belanglos und vorausschauend wird und zum anderen wirken viele Szenen konstruiert und in einigen Fällen sogar unmöglich. So geht z.B. einer der Protagonisten aus einer riesigen Explosion mit einem entsprechenden Feuerball nahezu unverletzt hervor. Die größte Sünde ist dann aber die fehlende Aufklärung worum es sich bei diesem Schrecken überhaupt handelt, welchen Ursprungs er ist und wieso er so viel Spaß am Töten besitzt.
Das Monster selbst sieht aus wie eine etwas modernere Variante von „Der Schrecken vom Amazonas“, jedenfalls die Teile die der Zuschauer zu sehen bekommt. In Nahaufnahmen werden immer nur Teile von ihm gezeigt, denn in der nahen Totalen könnte der Gummianzug des Darstellers entlarvt werden. So gibt es das komplette Monster nur mit Abstand zu sehen und bevorzugt im Dunklen. Die Räumlichkeiten der Bohrinsel und die oftmals fensterlosen Versorgungsgänge erinnern an eine Mischung aus den Sets von „Das Ding aus einer anderen Welt“ und „Alien“. Das schafft zwar ein bisschen düstere Stimmung, doch die wird letztendlich von der abflachenden Geschichte egalisiert. Ein weiteres Manko sind die oberflächlichen Charaktere. Sie bleiben dem Zuschauer weitgehend gleichgültig. Einfallslos sind ebenfalls die Typen die dort auf der Bohrinsel zusammen arbeiten. Muskelmänner, launige und pflichtbesessene Chefs, jedermanns bester Kumpel und auch eine knallharte Amazone sind hier verwurstet worden. Eine Konstellation die der Zuschauer schon des Öfteren zu sehen bekam.
Nach dem bereits erwähnten ordentlichen Beginn werden die ersten Opfer entdeckt und es kommt zum beinharten Kampf ums blanke Überleben. Nun wissen alle, dass irgendetwas umgeht und die Crew meuchelt. So beginnt die Suche nach dem Monster und natürlich bleibt dabei ein Teil der Crew auf der Strecke. Die bekannten unlogischen Handlungsweisen setzen ein und das Kopfschütteln kann beginnen. Was gelungen ist, sind die ersten Attacken auf die ahnungslosen Opfer. Diese fallen nämlich blutig, aber keineswegs übertrieben aus. Hinzu kommt noch ein ordentlicher Gruselfaktor, der gegen Ende aber ebenfalls nachlässt. Die CGI-Effekte wirken etwas zu perfekt und sind leider zu gut als solche zu erkennen, was sich auf die Glaubwürdigkeit der Illusion negativ auswirkt.
Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität liegt nicht im Bereich der Möglichkeiten des Mediums einer BD. Das Bild ist sehr grob ausgefallen und scharfe Bilddetails sind Mangelware. Die Farben wirken sandig und dieser Farbstich fällt nur in sehr wenigen Szenen nicht auf. Der Kontrast ist teilweise zu steil ausgefallen. Der Ton ist gut und die Dialoge sind klar verständlich. Das Zusammenspiel mit dem gut arrangierten Score ist angemessen und wirkt harmonisch.
Als Extras gibt es den Originaltrailer und einen Blick hinter die Kulissen (22:41). Dieser verfügt über deutsche Untertitel mit denen der Zuschauer aber nichts anfangen kann. Während nämlich Bild und Ton zum Hauptfilm gehören, wird in den Untertiteln von der Alliierteninvasion im Zweiten Weltkrieg berichtet.
Fazit:
„The Rig“ kann leider nicht überzeugen und verliert sich nach einem ordentlich gelungenen Beginn. Die Produktion bietet zwar stellenweise hinsichtlich der Szenerie eine düstere Atmosphäre, doch die Mängel in der Story werden dadurch nicht aufgehoben. Das Bild stellt bei weitem keine Referenz dar, der Ton hingegen ist durchaus in Ordnung.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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94:13 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 | Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Originaltrailer
- Making Of
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The Rig
The Rig
Menschenhatz auf einer Bohrinsel
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2010 Regie: Peter Atencio Drehbuch: Scott Martin, C.W. Fallin Darsteller: William Forsythe, Stacey Hinnen, Serah D’Laine, Marcus T. Paulk, Carmen Perez, Dan Benson, Robert Zachar, Scott Martin, Jacob Bruce
Label :
MiG Film
Verkaufsstart : 01.12.2011
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