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DVD-Besprechung - The Square - Ein tödlicher Plan
Story:
Die verheiratete Friseurin Carla Smith (Claire van der Boom) hat eine Affäre mit dem ebenfalls verheirateten Bauführer Raymond Yale (David Roberts). Als sie bei ihrem Mann eine Tasche voll Geld entdeckt, planen die beiden Liebenden, das Geld zu stehlen. Bei einem Alibi-Ausflug soll das Smith-Haus vom Kleinkriminellen Billy (Joel Edgerton) abgefackelt werden und danach kann das Pärchen gemeinsam die Stadt verlassen. Doch Carlas Gatte Greg (Anthony Hayes) entdeckt in den Trümmern nicht nur seine leere Geldtasche, sondern auch seine unglücklicherweise dort verstorbene Mutter. Das nimmt nicht nur ihn mit: Brandstifter Billy hatte nie vorgehabt, einen Menschen indirekt zu töten und sucht nun Raymond auf. Dieser bekommt auf einmal Post von einem unbekannten Erpresser, der droht, sein Wissen publik zu machen, wenn ihm keine ordentliche Stange Geld übermittelt wird.
Meinung zum Film:
"The Square" wurzelt in einem Plot vom Schauspieler Joel Edgerton, der die Idee aber nicht stark genug für einen Spielfilm hielt. Sein Bruder Nash sah das ganz anders und ließ das Drehbuch von ihm und Matthew Dabner ausarbeiten, um beim Film Regie zu führen. Der Film ist trotz verschiedener Paare im Stück keine Liebesgeschichte, sondern ein hTriller. Dies zeigt sich auch in der Tiefe der Charaktere. Was Raymond an Carla findet und umgekehrt, wird nie gezeigt, geschweige denn, warum Raymond seine clever wirkende Ehefrau nicht nur betrügt, sondern auch verlassen will. Raymonds tiefe Stimme und sein nachdenklicher Blick lassen ihn zwar tiefsinnig wirken, doch das wird schnell durch seine kurzsichtigen Reaktionen als Farce enttarnt. Die meisten Frauen wirken wie Heimchen, die daheim nichts zu sagen haben. So bleibt Billys schüchterne Ehefrau immer im Hintergrund, Raymonds Gattin ist zwar nicht auf dem Kopf gefallen, aber damit hat es sich auch schon.
Was der Film an zwischenmenschlichen Beziehungen einspart, wird dagegen in die komplexe, spannende Handlung investiert. Greg und Billy randalieren, Raymond bekommt Erpresserbriefe und versucht, bevor er mit Carla flieht, deren Schreiber zu finden. Schließlich bleibt es nicht nur bei einer Leiche und es stellt sich heraus, dass die Tasche voll Geld nicht einfach so in die Smith-Wohnung gelangte. Dabei kommt der Film nur mit wenigen Drehorten aus und sorgt so für das Gefühl von Gefangensein und Abgeschiedenheit von der großen, weiten Welt. Der Druck von allen Seiten und der große, unbekannte Erpresser tun ihr übriges, das Verlangen nach Flucht zu verstärken. Es gilt dabei nicht nur Murphys Gesetz, nach dem immer das Schlimmste eintritt, sondern das Ganze schaukelt sich immer weiter bis zur Katastrophe auf. Der mahnende Zeigefinger des Films ist dabei überdeutlich zu spüren.
Es sind die kleinen Details, die schon ahnen lassen, dass die Geschichte nicht gut ausgehen wird. So besitzen Carla und Raymonds Frau je einen Hund, welche sich trotz einer Bucht zwischen den Häusern gerne besuchen kommen. Bei einem seiner späteren Besuche wird Carlas Hund jedoch von einem Hai attackiert und gefressen. So etwas passiert wohl auch nur in Australien. Dort gewann der Film bei der "Australian Film Critics Association" den Preis für den besten australischen Film. "The Square" ist damit nicht nur die Spielfilm-Premiere von Regisseur Nash Edgerton, sondern bildet sicher die Einleitung für viele weitere gut gemachte australische Filme von ihm und hoffentlich auch seinem Bruder. Dann wird es wohl auch keine drei Produzenten mehr brauchen, um den Film zu finanzieren.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist durchgehend scharf, wurde farblich abgeschwächt und leicht bräunlich eingefärbt. Es wirkt genauso trist wie das Filmthema. Der Ton ist sowohl bei der deutschen als auch der englischen Fassung deutlich verständlich ausgefallen. Es kommt auch zu keinen Überlappungen mit der Musik oder den Hintergrundgeräuschen.
Bei der Sonderausstattung geizt die DVD keinesfalls. Trailer gibt es in deutscher und englischer Sprache, ein halbstündiges Making-Of wird ergänzt mit einer fast genauso langen Auswahl von Deleted Scenes, und außerdem gibt es noch einen Mitschnitt der Pressekonferenz von "Popcorn Taxi" und die "Pre Visualisation" zum Film auf der DVD. In einem Audiokommentar kommen außerdem Koautor Matthew Dabner, Autor Nash und Regisseur Joel Edgerton zu Wort. Die DVD-Veröffentlichung besitzt ein Wendecover.
Fazit:
"The Square" ist ein Thriller, der nicht durch sympathische Figuren, sondern durch deren Natürlichkeit überzeugt. Obwohl so auf Identifikationsfiguren verzichtet wird, werden sie durch die dramatischen Umstände, die ihr Leben durch ein wenig Geldgier verändern, interessant genug, um die Spannung des Films bis zum Ende hoch zu halten. Die reiche Sonderausstattung macht die DVD zudem gleich noch mal so interessant.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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101:40 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Trailer (Deutsch & Englisch)
- Making Of
- Deleted Scenes
- Popcorn Taxi
- Pre Visualisation
- Audiokommentar mit Regisseur Nash Edgerton sowie den Drehbuchautoren Joel Edgerton und Matthew Dabner
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The Square - Ein tödlicher Plan
The Square
Es beginnt mit dem Apfel der Erkenntnis und endet katastrophal: Geld regiert eben die Welt!
Autor der Besprechung:
David Bühring
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Australien, 2008 Regie: Nash Edgerton Drehbuch: Joel Edgerton, Matthew Dabner Darsteller: David Roberts, Claire van der Boom, Joel Edgerton, Anthony Hayes, Lisa Bailey, Lucy Bell, Paul Caesar, Mia Chippendale, Thomas Chippendale, Amanda Crompton, Maree D'Arcy
Label :
Atlas Film
Verkaufsstart : 04.11.2011
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