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Blu-ray-Besprechung - Poolboy
Story:
Die mexikanische Poolboy-Mafia unter ihrem Paten Caesar (Danny Trejo) erzittert, denn der etwas zu spät heimgekehrte Vietnam-Veteran Sarge Bando (Kevin Sorbo) will den Wunsch seines gefallenen Kameraden erfüllen und die Poolreinigung wieder in amerikanische Hände nehmen. Es entbrennt ein blutiger Kampf um die Swimming-Pools.
Meinung zum Film:
Wer sich „Poolboy“ ansehen möchte, der muss über eine gehörige Portion schrägen Humors verfügen der in die Richtung „Die nackte Kanone“, „Kentucky Fried Movie“ oder „Hot Shots“ geht. Der Film ist eine komplette Veralberung des Actionfilms und lässt keine Peinlichkeit aus. Jeder Aspekt der den klassischen Kampf des gut aussehenden Helden gegen das böse organisierte Verbrechen darstellt, wird gnadenlos auf die Schüppe genommen. Die Art und Weise der Übertreibungen ist so übersteigert, dass sicherlich nicht jeder Zuschauer davon begeistert sein wird. Auch die politische Korrektheit wird sehr strapaziert und so müssen sich Mexikaner in verstärktem Maße Sprüchen und diffamierenden Meinungsbekundungen ausgesetzt sehen. Bei all diesen sehr extremen Eindrücken darf aber niemand vergessen, dass der Film von Beginn an nicht ernst gemeint ist. Der Film ist Unfug, Humbug und auch als nichts anderes zu betrachten.
Zuschauer die einen Partyfilm sehen möchten sind hier bestens aufgehoben. Hier macht es nichts aus, wenn jemand mal zwischendurch zur Toilette geht ohne auf die „Pause“-Taste zu drücken. Dialoge werden teilweise bewusst hölzern gesprochen, damit nie der Eindruck entsteht, es handele sich um unfreiwillige Komik. Die Handlung an sich wird immer wieder vom Produzenten des Films unterbrochen den der Zuschauer gerade im Film sieht. Ähnlich wie bei einem Audiokommentar gibt es Informationen zur Zusammenarbeit mit den Schauspielern oder warum die eine oder andere Sexszene in den Film gekommen ist. Overacting ist ein weiteres gezieltes Stilmittel der Groteske. Gestelzt müssen die Charaktere jedes Klischee bemühen. Sei es ein heldenhaftes Lächeln eines guten, blonden Amerikaners, oder das verschlagene Grinsen eines Mexikaners der eigentlich nichts in den USA zu suchen hat.
Filmfans die nun vermuten, dass es keine Steigerung gibt, die irren gewaltig. Es gibt Faustkampfszenen in denen die „Kontrahenten“ fast 30 cm aneinander vorbei schlagen und es mehr als offensichtlich ist, dass es sich um einen inszenierten Kampf handelt. Dann gibt es auch noch Splatterszenen die extra so umgesetzt wurden, dass sie den Eindruck hausgemachter Effekte aus einem No-Budget-Film hinterlassen. Auch hier wird wieder hemmungslos überzogen und so tötet Kevin Sorbo mittels eines Laubkeschers mehrere mexikanische Angreifer, die ihn unter anderem mit einer gefährlichen Gitarre angreifen. Sorbos Aktionen mit dem Kescher hingegen trennen Beine, Hände und Köpfe ab, die sich mit blutigen Fontänen von ihren einstigen Besitzern verabschieden. Die Freigabe ab 18 Jahren ist somit gerechtfertigt, denn jüngere Zuschauer könnten den satirischen Ansatz vielleicht doch falsch verstehen.
Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität ist für eine Blu-ray-Disc schlecht. Das Bild weist eine überwiegend starke Körnung auf und die Bildschärfe stellt sich kaum ein. Dadurch ergeben sich natürlich auch nur wenig Details und die Optik wirkt fast schon unscharf. Die Farben können ebenfalls nicht punkten, denn sie sind etwas matt ausgefallen. Der Ton ist akzeptabel, wobei der Surroundsound nicht so ausgenutzt wird, wie es bei einem Actionstreifen möglich wäre.
Einziges Extra ist der Trailer zum Film.
Fazit:
Für eine Filmparty im Kreise gutgelaunter Bekannter oder Trashfans ist „Poolboy“ sicherlich eine Empfehlung. Zuschauer die keinen Draht zu solchen abgedrehten Filmen haben machen aber besser einen Bogen um ihn.Die technische Seite der Blu-ray kann nicht wirklich überzeugen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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89:52 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 | Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Poolboy - Drowning Out The Fury
Poolboy - Drowning Out The Fury
Jetzt wird der Arbeitsmarkt von den Mexikanern befreit...
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2011 Regie: Garret Brawith Drehbuch: Ross Patterson Darsteller: Kevin Sorbo, Danny Trejo, Jason Mewes, Ross Patterson, Edi Patterson, Bryan Callen, Mark Curry, Cherise Bangs
Label :
Senator Home Entertainment
Verkaufsstart : 09.12.2011
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