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DVD-Besprechung - Running Hero
Story:
Vincent Miles (Daniel Greene) wird auf eine spezielle Mission geschickt: Er soll einen Professor zur Absturzstelle eines russischen Kampfjets bringen, um dort Informationen über die feindliche Technik zu sammeln. Den Russen passt das allerdings überhaupt nicht und so sind Miles und dem Professor bald schon diverse Soldaten mit Mordauftrag auf den Fersen. Bei ihrer Flucht geraten die beiden in eine Höhle. Dort wartet jedoch noch ein noch viel größeres Geheimnis auf sie, als das des Kampfjets.
Meinung zum Film:
Es gibt seltsame Filme, es gibt schlechte Filme und manchmal gibt es seltsame Filme, die noch dazu richtig schlecht sind. Zu Letzteren gehört ganz eindeutig der obskure italienische Streifen "Running Hero", dessen deutscher Titel wohl an "Running Man" angelehnt wurde und der im Original eigentlich "Soldier of Fortune" heißt. Was dem Zuschauer hier von Regisseur und Drehbuch-Koautor Pierluigi Ciriaci ("Delta Force Commando"), von dem weder vor- noch hinterher viel zu hören war, geboten wird, spottet jeder Beschreibung. Das beginnt schon damit, dass ausgerechnet ein unerfahrenes italienisches Produktionsteam meint, einen Actionstreifen im Stil der typischen 80er-Jahre-Vertreter wie "Phantom Kommando" drehen zu müssen, setzt sich über das alberne Drehbuch bis zur schwachen Inszenierung fort und gipfelt darin, dassfür die Hauptrolle mit Daniel Greene ("General Hospital") ausgerechnet ein Soapdarsteller verpflichtet wurde, auch wenn dieser zumindest optisch ein wenig an Michael Dudikoff ("American Ninja") erinnert.
Greene spielt Vincent Miles, einen Söldner, der einen seltsamen Professor irgendwo ins Nirgendwo transportieren muss, weil dort ein russisches Kampfflugzeug abgestürzt ist, dessen Überreste nun geborgen und analysiert werden sollen, bevor die Russen sie finden. Die sind davon natürlich alles andere als begeistert, schicken einen Haufen Soldaten raus und so darf sich Greene durch diverse jugoslawische Landschaften und Studiosets schießen. Dramaturgisch ergibt sich daraus ein Katz- und Mausspiel, Miles und der Professor flüchten vor den Russen, werden geschnappt, entkommen wieder, und schließlich verlagert sich die Handlung in eine Bergvilla. Bis hierhin folgt der Titel auch noch dem handelsüblichen Schema eines gewöhnlichen B-Movies.
Was dann allerdings folgt, spottet jeder Beschreibung. Bei ihrer Flucht geraten die beiden in eine Höhle und hier findet Miles nicht nur rein zufällig eine frühere Freundin von sich wieder, sondern auch noch eine dubiose leuchtende Kugel, die alles Wissen der Welt in sich beherbergt. Die darf natürlich nicht in die falschen Hände geraten, denn sie würde ihrem Besitzer die Macht des Wissens verleihen, womit dieser die Erde beherrschen könnte. Eigentlich sollte das Ding ins All geschickt werden, um mit höher entwickelten außerirdischen Rassen Kontakt aufzunehmen, aber jetzt befindet es sich eben aus irgendeinem Grund in dieser Höhle und Miles' Ex hat - warum auch immer sie sich dort befindet - die Fähigkeit entwickelt, mit der Kugel zu kommunizieren. Das klingt nicht nur so extrem bescheuert wie es sich anhört, sondern das ist es auch. Die Verbindung von Kriegs-Actionfilm und Science-Fiction-Story funktioniert überhaupt nicht, ist schlecht geschrieben, mies umgesetzt und die Darsteller agieren auch schlichtweg albern. Selbst für das Prädikat "so schlecht, dass es schon wieder irgendwie gut ist" reicht es hier nicht. Somit ist "Running Hero" ein Film, der lieber ganz schnell vergessen werden sollte, falls es überhaupt jemand vollbringt, ihn komplett durchzusehen.
Digitale Aufarbeitung:
Dafür, dass es sich hier um eine Billigproduktion aus den 1980ern handelt, wirkt das Bild von "Running Hero" überraschend gut. Der anamorphe Transfer der DVD zeigt sich insgesamt recht klar und sauber, auch die Farbgebung ist natürlich und nicht verwaschen. Zudem wirkt alles - trotz einer gewissen Grundweichheit - verhältnismäßig scharf, in Nahaufnahmen sind sogar gelegentlich Details auszumachen. Auffällig ist jedoch das mal mehr, mal weniger starke Rauschen, das auch der Kompression gelegentlich ziemlich zu schaffen macht. Auch der Bildstand zeigt sich immer mal wieder etwas unruhig. Der Ton liegt auf Deutsch, Englisch und Italienisch in Dolby Digital 2.0 vor. Hier wird den Erwartungen entsprechende Kost geboten. Alle Fassungen sind front- und centerbeschränkt und unterscheiden sich lediglich ein wenig in ihrer Klarheit. Während die deutsche Tonspur etwas leise erscheint, klingt die italienische recht dumpf und blechern, während die englische den klarsten, am stimmigsten abgemischten Klang bietet. Es gibt allerdings leider wie bei der Veröffentlichung von "Delta Force Commando: Priority Red One" keine Untertitel.
Bonusmaterial ist nicht vorhanden.
Fazit:
"Running Hero" ist nicht nur ein Film, den die Welt nicht braucht, sondern vermutlich auch noch einer der unfreiwillig albernsten, die die Welt je gesehen hat. Was als billiger Actionfilm beginnt, wandelt sich überhaupt nicht nachvollziehbar zu einem dubiosen Science-Fiction-Streifen, der weder über ein adäquates Drehbuch noch über ausreichend fähige Darsteller verfügt, um diese Umsetzung stimmig wirken zu lassen. Zumindest die Bildqualität der DVD ist aber überraschend gut, Bonusmaterial gibt es hingegen nicht.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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89:42 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 | Italienisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Running Hero
Soldier of Fortune
Völlig absurde Action-, Kriegs- und Sci-Fi-Mischung
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Italien, 1987 Regie: Pierluigi Ciriaci Drehbuch: Pierluigi Ciriaci, Dardano Sacchetti Darsteller: Daniel Greene, George H. Thausanij, Savina Gersak, Danuta Lato, Brand Dury, Jean Sokol, Bo Svenson,
Label :
Cinepolis Verkaufsstart : 13.10.2011
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