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DVD-Besprechung - Wolf Town
Story:
Um die alte Luft der Goldgräberzeit zu atmen und nebenbei Zeit mit der schönen Jess (Alicia Ziegler) zu verbringen, fährt Kyle (Levi Fiehler) mit ihr und seinem besten Freund Ben (Max Adler) in eine nahe liegende Geisterstadt. Leider hat Jess aber nicht nur Rob (Josh Kelly) als festen Freund, sondern nimmt diesen auch noch mit in den verlassenen Flecken namens Passion. Doch bald sollen seine Sorgen noch größer werden: Ben wird von einem Wolf attackiert und auch seinen Begleitern droht der gewaltsame Tod durch das Wolfsrudel. Kyle vermutet, dass die Wölfe sie aus der Stadt vertreiben wollen, aber warum werden die vier dann eingekesselt?
Meinung zum Film:
"Wolf Town" hat sich insgesamt mehr vorgenommen, als er einhalten kann. Manchmal nimmt er sich die Zeit für eine kurze, stimmungsvolle Montage mit Szenenbildern der Stadt, danach scheint allerdings kaum Zeit innerhalb des Films vergangen zu sein. So kürzen die Montagen weder langwierige Vorgänge ab, noch verstärken sie die Stimmung, da die Gebäude schon lange vorher gezeigt wurden. Geisterstadt Paradise sieht zwar wirklich wie ein verlassenes Relikt des vorletzten Jahrhunderts aus, zeigt aber im Hintergrund recht moderne Traktoren und auf dem Weg dahin muss man erst durch einen Park, der laut Drehbuch ein dichter Wald sein soll, in dem man sich verlaufen kann. Die begleitende Musik klingt hingegen hauptsächlich nach Geräuschkulisse. Lautes Poltern und Schüsse sind meistens Teil des Soundtracks und somit nicht handlungsrelevant. Das wird besonders verwirrend, wenn gleichzeitig nach jedem verräterischen Geräusch gelauscht werden muss.
Die Wortwahl im Film ist ziemlich realistisch, so hat Kyle, der eine weniger intelligente Figur darstellt als Jess oder Rob, auch einen entsprechend geringeren Wortschatz. Auf einen verwundeten Ben macht er durch eine Reihe von "Hey"s aufmerksam, Beschädigungen an seinem Auto kommentiert er stets mit "Scheiße" und bei jeder Bemerkung von Jess kommt nur ein schwärmerisches "Ja". Dafür reduziert der Film mit seinen Texten jedoch auch seinen Charakteraufbau. Obwohl viele Eigenschaften der Figuren durch Aktionen gezeigt werden, muss Kyles Liebe zu Jess mehrfach direkt in unglaubwürdigen Dialogen angesprochen werden. Wenn etwas vor der Kamera passiert, braucht es nicht viel Zeit, bis eine der Figuren dasselbe sagt, obwohl natürlich jeder inklusive dem Zuschauer bereits Bescheid weiß. Wenn aber gerade nicht das Offensichtliche genannt wird, fragt die eigentlich taffe und selbstständige Jess den geistig etwas unterbelichteten Kyle nach den Dingen, auf die keiner eine Antwort weiß. Die ganze Kommunikation wird somit ad absurdum geführt.
Die Schauspieler hinter den vier Hauptrollen machen ihren Job dafür ganz ordentlich. Levi Fiehler („Thank You Mr. President“) nimmt man den trotteligen Kyle problemlos ab und Josh Kelly („Transformers - Die Rache“) macht sich gut als Rob, Herr jeder Lage. Natürlich ist das kein Wunder, denn die Rollen haben keine Tiefe und keine der Figuren lernt etwas dazu. Kyle wird nur durch den ganz gegensätzlichen Rob erträglich, die zwei bieten somit Facetten, die einzeln betrachtet, wie Jess, furchtbar öde wären. Ebenfalls löblich sind nicht nur die Haupt-, sondern auch die Titelfiguren. Es wurden echte Wölfe verwendet, was schon beinahe eine Seltenheit für einen modernen Film darstellt. Das bedeutet aber auch, dass die Tiere keine Stunts ausüben und nur in wenigen Szenen zu sehen sind, die sich teilweise auch wiederholen. Wirklich furchterregend sehen sie bei einer noch geringeren Zahl von Aufnahmen aus, meistens wandern sie lediglich oder blicken ohne Mimik in die Kamera. So wirkt es bei den anscheinend recht gut trainierten Tieren allerdings noch unrealistischer, dass sie einen Wagen beschädigen und Dynamit erkennen können, wie Kyle es ihnen zwischendurch unterstellt.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist durchgehend scharf, gelegentlich wird mit leichten Sepia-Farben gespielt. Der Ton ist weitgehend verständlich, nur manchmal verschlingt der Soundtrack einzelne Zeilen. Auf der englischen Tonspur ist das noch schlimmer, da dort die Dialoge im Vergleich zum Soundtrack noch leiser abgemischt sind.
Unter "Darsteller-Infos" kann man sich Informationen über die Darsteller der vier Hauptrollen durchlesen. Die Publikation hat ein Wendecover.
Fazit:
"Wolf Town" hat nicht viel vorzuweisen, seine Geschichte ist schnell erzählt, die Figuren sind eindimensional und deren Dialoge niveaulos. Der beste Aspekt des Filmes, nämlich die Verwendung von echten Wölfen, leidet unter ihrem weitgehend spannungsfreien Einsatz. Der Zuschauer wünscht sich so beinahe die Wölfe wären CGIs und Animatronics, um die Geschichte mit ein paar Stunts und Action zu würzen, aber so bleibt der Film furchtbar fade und es mangelt ihm auch an einer hervorstechenden Identifikationsfigur.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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84:24 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch für Hörgeschädigte |
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Bonusmaterial:
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- Darsteller-Infos über Alicia Ziegler, Levi Fiehler, Max Adler und Josh Kelly
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Wolf Town
Wolf Town
Während im Film die Letzten von den Hunden gebissen werden, ist der Film selbst für die Katz
Autor der Besprechung:
David Bühring
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2010 Regie: John Rebel Drehbuch: Paul Hart-Wilden, Asabi Lee, Roel Reiné Darsteller: Levi Fiehler, Alicia Ziegler, Josh Kelly, Max Adler
Label :
Constantin Film
Verkaufsstart : 01.12.2011
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