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DVD-Besprechung - Feuer frei auf Frankie
Story:
Durch einen von Professor Peers (Charles Fawcett) und seinem Assistenten Bargher (Joachim Fuchsberger) entwickelten Kraftstoff könnte die Raumfahrt revolutioniert werden. Es dauert auch nicht lange, bis nach dem Verkünden des Forschungserfolgs kriminelle Organisationen darauf aufmerksam werden und mit aller Gewalt an die Formel kommen möchten. Nach einem teilweise misslungenen Entführungsversuch auf die beiden Wissenschaftler entschließt sich die CIA, das Wissen um die Formal dadurch zu schützen, indem sie Barghers Zwillingsbruder Frankie (Joachim Fuchsberger) im Namen seines Bruders öffentlich auftreten lassen. Denn im Gegensatz zu seinem Bruder versteht es der draufgängerische Playboy, mit den Angreifern fertig zu werden.
Meinung zum Film:
Als „Feuer frei auf Frankie“ 1967 gedreht wurde, erfreute sich das deutsche Krimi-Kino relativ großer Beliebtheit. Nicht zuletzt dank der Edgar-Wallace-Verfilmungen, die Jahr für Jahr immer wieder die Besucher in die Lichtspielhäuser locken konnten. So war es sicherlich nicht verwunderlich, dass die Hauptrolle des vorliegenden Films mit Joachim Fuchsberger („Hotel der toten Gäste“) besetzt wurde. Gehörte dieser doch zu den beliebtesten Darstellern innerhalb der Edgar-Wallace-Reihe und war zudem auch in den weniger bekannten Krimis nach Romanen von Louis Weinert-Wilton („Der Teppich des Grauens“) vertreten. Mit Eddi Arent („Das indische Tuch“) stand ein weiterer gern gesehener Darsteller der Wallace-Reihe auf der Besetzungsliste, allerdings in einer eher ernst angelegten Rolle. Demnach agierte er also fernab des eher zerstreuten Typs, für den er in Deutschland bekannt wurde. Regie bei dem Film führte der eher unbekannte Spanier José Antonio de la Loma, der zusammen mit seinem ebenfalls eher unbekannten Landsmann Jaime Jesús Balcázar auch das Drehbuch schrieb.
Die Geschichte um eine revolutionäre Kraftstoffformel ist alles andere als innovativ. Das Objekt der Begierde ist, wie es Alfred Hitchcock ausgedrückt hätte, lediglich ein MacGuffin, der beliebig austauschbar ist und lediglich die Handlung in Gang bringen soll. Nicht anders sieht es auch mit dem Rest der Geschichte aus. Sonnyboy Frankie tappt von einem Angriff der Gangster in den nächsten, befreit sich daraus und flirtet anschließend ein wenig mit den Damen. Zwischendurch gibt es zwar immer wieder ein bisschen Verwirrspiel hinter den Kulissen, was aber kaum der Rede wert ist und der Spannung sogar eher im Wege steht. Einzelne Szenen verstehen es zwar durchaus zu unterhalten, allerdings gibt es einfach zu viel Leerlauf im Film, als dass dieser wirklich durchgehend unterhalten könnte.
Durchweg gelungen ist hingegen der Soundtrack von Piero Umiliani („Boccaccio '70“), der sehr eingängig die Szenerie untermalt. Auch die farbenfrohe Ausstattung, die von Kameramann Víctor Monreal teils sehr ansprechend und abwechslungsreich eingefangen wurde, lässt den Film audiovisuell eindeutig interessanter erscheinen, als es der Inhalt vermag. Das mag bei einem Film mit spanischer und vor allem italienischer Beteiligung nicht ganz ungewöhnlich erscheinen. Immerhin prägten Filme aus diesen beiden Ländern den „Style over Story“-Stil, ordneten also den stilistischen Wert des Werkes der Geschichte über. Allerdings reicht es bei „Feuer frei auf Frankie“ bei der Inszenierung immerhin aus, um die doch etwas müde und nur selten spannende Story auszugleichen. Der größte Reiz des Filmes ist sicherlich der nostalgische Charakter, den er mittlerweile versprüht. Wer darauf generell keinen großen Wert legt, wird wahrscheinlich nur sehr wenig mit diesem Film anfangen können.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen durchwachsenen Eindruck. Rauschen ist immer wieder zu erkennen und bei der Farbgebung wirken Rottöne überbetont. Die Schärfe ist ebenfalls nicht ganz zufriedenstellend. Die Konturenzeichnung ist etwas schwammig wodurch ein allgemeiner Eindruck von Unschärfen entsteht. Bildfehler sind ebenfalls vereinzelt immer mal wieder zu erkennen. Der deutsche Ton liegt im Dolby-Digital-2.0-Format vor, ist gut zu verstehen und weist keine nennenswerten Mängel auf.
Auf der DVD selbst sind keine Extras zu finden. Dafür liegt der Veröffentlichung ein Nachdruck des „Illustrierten Film-Kurier“ zum Film bei.
Fazit:
„Feuer frei auf Frankie“ ist ein deutsch-italienisch-spanischer Agenten-Krimi-Komödien-Abenteuer-Film der in Sachen Spannung und Story kaum überzeugen kann. Dass der Film dennoch einen gewissen Charme versprüht liegt neben Hauptdarsteller Joachim Fuchsberger vor allem an den teils schön anzusehenden Aufnahmen und dem eingängigen Soundtrack. Wer aber mehr von einem Film erwartet, als nostalgische Werte für Augen und Ohren, dürfte vom Feuer auf Frankie kaum unterhalten werden.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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93:18 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Nachdruck des „Illustrierten Film-Kurier“ zum Film
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Feuer frei auf Frankie
Feuer frei auf Frankie
Inhaltlich müde Krimikomödie, die am ehesten noch audiovisuell unterhalten kann
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland / Italien / Spanien, 1967 Regie: José Antonio de la Loma Drehbuch: José Antonio de la Loma, Jaime Jesús Balcázar Darsteller: Joachim Fuchsberger, Erika Blanc, Rik Battaglia, Rosalba Neri, Karin Field, Walter Barnes, Luis de Tejada, Mariano Vidal Molina, Charles Fawcett, Eddi Arent
Label :
Pidax film
Verkaufsstart : 03.02.2012
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