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Blu-ray-Besprechung - Cowboys & Aliens
Story:
Arizona, irgendwann zur Zeit des Wilden Westens: Mitten in der Wüste wacht ein Mann (Daniel Craig) auf, der sich nicht nur an nichts erinnern kann, sondern auch eine seltsame Metallmanschette am Arm trägt und eine Wunde in der Seite aufweist. Als ihn drei dubiose Gestalen angreifen wollen, macht er schnell kurzen Prozess mit ihnen und reitet mit ihren Pferden in die Stadt Absolution, wo er vom Pfarrer (Clancy Brown) versorgt wird. Schnell stellt er fest, dass in Absolution der Rinderbaron Dolarhyde (Harrison Ford) das Sagen hat. Zusätzlich zeigt sich kurz darauf, dass er selbst per Steckbrief gesucht wird und der Outlaw Jake Lonergan ist, weshalb man ihn festsetzt. Doch bevor es zum Abtransport vor Gericht kommen kann, gibt es einen überraschenden Angriff von Aliens, die zahlreiche Stadtbewohner entführen. Nun ist Lonergan die letzte Hoffnung der Menschen von Absolution - denn seine Manschette stellt sich als einzige Waffe heraus, die den Außerirdischen Einhalt gebieten kann.
Meinung zum Film:
"Cowboys & Aliens" klingt erstmal so, als handele es sich um die neueste Produktion des Teams von "Dinocroc vs. Supergator" oder ähnlichen cineastisch wertvollen Trashstreifen. Ein Blick auf die Liste der Beteiligten enthüllt jedoch sogleich, dass hier deutlich mehr dahinter steckt, ist doch nicht nur Jon Favreau ("Iron Man") als Regisseur mit an Bord, sondern mit Daniel Craig ("Casino Royale") und Harrison Ford ("Indiana Jones") sind auch gleich noch zwei Hollywood-Topstars in den Hauptrollen zu sehen. Trotzdem ist das Konzept gewagt, sowohl hinsichtlich des extrem trashig klingenden Titels als auch im Hinblick auf den Inhalt, denn eine Mischung aus Western- und Sci-Fi-Elementen gibt es in dieser Form dann doch eher seltener in den Kinos zu bestaunen.
Interessanterweise funktioniert das Ganze aber tatsächlich, was sicherlich auch daran liegt, dass der Film nichts zu sein versucht, was er nicht ist. In diesem Licht lässt sich auch der Titel "Cowboys & Aliens" gleich positiver sehen, denn der Zuschauer weiß genau, was ihn erwartet, nämlich Cowboys und Aliens. Wer sich weder für Western noch für Außerirdische begeistern kann, wird also gar nicht erst in Gefahr gebracht, einen Blick zu riskieren. Und durch die direkte Offenlegung der Thematik wird auch niemand, der bei Verwendung eines anderen Titels vielleicht einen zünftigen regulären Western erwartet hätte, eine böse Überraschung erleben, wenn plötzlich Außerirdische angreifen. Alle anderen bekommen einen inhaltlich nicht wirklich anspruchs- oder wertvollen, dafür aber umso unterhaltsameren Film geboten. Sowohl die Western- als auch die Alien-Motive stammen zwar aus der Hollywood-Standardklischeekiste - so gibt es unter den Helden fast ausschließlich die nur allzu gut bekannten Standardfiguren und auch die Aliens haben natürlich nur die Absicht, die Erde zu übernehmen - dem Fun-Faktor tut das jedoch keinen Abbruch. Das dürfte auch daran liegen, das alles weit weniger trashig wirkt als zunächst vermutet, und sowohl die Inszenierung als auch die Effekte stimmig sind. "Cowboys & Aliens" wirkt insgesamt sowieso überraschend hochwertig produziert und gibt sich filmisch keinerlei Blöße, besonders auch im Hinblick auf die Optik, die nie billig erscheint.
In darstellerischer Hinsicht gibt es ebenfalls nichts auszusetzen. Daniel Craig macht als ehemaliger Outlaw mit weichem Kern einen ebenso smarten Eindruck wie als britischer Geheimagent im Dienste Ihrer Majestät. Und Harrison Ford spielt mit dem grummeligen Großgrundbesitzer, der meint, außerhalb des Gesetzes zu stehen, zwar eine seiner Standardrollen, aber zum Glück ohne allzu gelangweilt zu wirken. Westernfreunde werden sich zudem über ein Wiedersehen mit Cowboyveteran Keith Carradine ("The Long Riders" und "Deadwood") freuen. Außerdem gibt es mit Clancy Brown den Bösewicht aus "Highlander" in der Rolle des gläubigen, aber waffengewandten Pfarrers zu sehen. Mit Olivia Wilde ("Tron: Legacy") ist zudem auch für Fans jüngerer Darsteller ein bekanntes Gesicht mit an Bord. So bietet "Cowboys & Aliens" zwei Stunden gute Unterhaltung ohne Längen, auch wenn zum Ende hin einige Dialoge ein wenig überflüssig wirken und das Ganze auch auf 90 bis 100 Minuten hätte komprimiert werden können.
Digitale Aufarbeitung:
Wie die meisten aktuellen Paramount-Titel zeigt sich auch "Cowboys & Aliens" in sehr guter Bildqualität. Die Schärfe wirkt bis in den Detailbereich durchweg hervorragend und plastisch. Defekte lassen sich nicht ausmachen und die Kompression kommt mit dem Filmkorn problemlos zurecht. Die Farben sind im Rahmen des verwendeten Spektrums, das auf erdige Töne setzt, kräftig und leuchtend. Auch der Kontrast leistet solide Arbeit, nur in Ausnahmefällen kommt es zu geringfügigen Überstrahlungen. Der Ton liegt in der deutschen Synchronisation - ebenfalls Paramount-typisch - nur in Dolby Digital 5.1 vor, während die englische Originalfassung in DTS-HD Master Audio erklingt. Beide Versionen bieten klar verständliche Dialoge, bei den Effekten hat jedoch erwartungsgemäß die englische DTS-Spur die Nase vorn. Zum Glück sind die Unterschiede im Fall von "Cowboys & Aliens" aber nur marginal, denn auch die deutsche Dolby-Version lässt es ordentlich krachen und bietet ein sehr stimmiges Surround-Feeling, das ständig alle Kanäle mit einbezieht und zahlreiche direktionale Effekte zu bieten hat.
Als Bonusmaterial gibt es einen Audiokommentar von Jon Favreau sowie rund 80 Minuten an Interview-Gesprächen zwischen Regisseur und Darstellern. Zusätzlich findet sich ein in mehrere Kapitel unterteiltes Making Of mit einer Laufzeit von 40 Minuten auf der Blu-ray. Das ist zwar alles ganz nett und auch einigermaßen interessant, etwas umfangreicher hätten die Extras aber trotzdem sein dürfen. Der Blu-ray, die ausschließlich den Extended Cut enthält, liegt des Weiteren eine DVD mit dem Kinocut bei, die auch eine Digital Copy für iTunes und iOS-Geräte beinhaltet. Auch auf ein Wendecover ohne FSK-Logo muss nicht verzichtet werden.
Fazit:
"Cowboys & Aliens" ist ein überraschend unterhaltsamer und kurzweiliger Sci-Fi-Western, der durch durchweg gute Darsteller, hochwertige Effekte und eine glücklicherweise nicht allzu bescheuerte Story zu überzeugen weiß. Zwar gibt es zum Ende hin ein paar überflüssige Dialoge, insgesamt bietet der Film jedoch solide Unterhaltung ohne große Längen. Die Blu-ray zeigt den Film in technisch sehr guter Qualität. Auch das Bonusmaterial ist ganz interessant, hätte aber noch etwas umfangreicher ausfallen können.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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Extended Cut: 135:30 Minuten
Kinoversion: 113:42 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 | Französisch Dolby Digital 5.1 |
Italienisch Dolby Digital 5.1 | Spanisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Dänisch, Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Finnisch, Französisch, Holländisch, Italienisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar mit Regisseur Jon Favreau
- Jon Favreau im Gespräch mit den Darstellern
- Making Of
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Cowboys & Aliens
Cowboys & Aliens
Sehr unterhaltsamer Western-Sci-Fi-Mix
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2011 Regie: Jon Favreau Drehbuch: Roberto Orci, Alex Kurtzman, Damon Lindelof, Mark Fergus, Hawk Ostby Darsteller: Daniel Craig, Harrison Ford, Olivia Wilde, Sam Rockwell, Adam Beach, Paul Dano, Keith Carradine, Clancy Brown
Label :
Paramount Home Entertainment
Verkaufsstart : 13.01.2012
Vertrieb :
Rainbow Home Entertainment AG Verkaufsstart : 13.01.2012
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