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Blu-ray-Besprechung - WWE - Hell in a Cell 2011

Story:
Zwei Wochen nach "Night of Champions" treffen sich die WWE-Superstars zur Ausrichtung der nächsten Pay-per-View-Veranstaltung: Bei "Hell in a Cell 2011" treten die rivalisierenden Athleten erneut an, um Titel und Kontroversen zwischen den Ringseilen auszufechten. Am 2. Oktober des vergangenen Jahres war die New Orleans Arena in New Orleans, Louisiana als Austragungsort auf der Karte eines jeden Wrestling-Fans fett eingekreist. Als Main Event fesselten John Cena, CM Punk und Alberto Del Rio in ihrem Triple-Threat-Hell-in-a-Cell-Match um den WWE-Championtitel. Doch auch die Diven Beth Phoenix und Kelly Kelly, John Morrison, Cody Rhodes, Randy Orton und Mark Henry können in ihren jeweiligen Kämpfen überzeugen, was "Hell in a Cell 2011" zu einem spannenden Event werden lässt.

Meinung zum Film:
Als Opener präsentiert die WWE zwei solide Einzelkämpfe: Zu Beginn tritt der zum Publikumsliebling gewandelte "Celtic Warrior" Sheamus gegen Christian an, worauf die kuriose Paarung Sin Cara 1 vs. Sin Cara 2 folgt. Während letztgenanntes Match vor allem durch zwei äußerst variable Techniker mit sehenswerten Aktionen aufgewertet wird, gefällt der Eröffnungskampf vor allem aufgrund der engagierten Leistungen beider Athleten. Im Tag-Team-Match zwischen Kofi Kingston und Evan Bourne (Airboom) gegen Dolph Ziggler an der Seite Jack Swaggers treffen gleich vier talentierte Techniker aufeinander. Als dementsprechend sehenswert erweist sich deren Fight, der ein ansprechendes Repertoire dynamischer Aktionen und spektakuläre High-Flying-Manöver beinhaltet. Gerade Kingston und Bourne bewegen sich filigran und sicher auf dem Seil und in der Luft. Jeder Beteiligte kann sich und seine individuellen Fähigkeiten in einem guten Maß einbringen, was im Resultat ein unterhaltsames und ansprechendes Match bedeutet, welches nicht nur dem Publikum in der Halle merklich gefällt, sondern auch zu Hause am Fernseher gutes Unterhaltungspotential beweist.

Anschließend steht der bullige Mark Henry im Focus, der gegen Randy Orton antritt, um seinen Weltschwergewichtstitel zu verteidigen. Gerade weil sich der füllige Henry in der Vergangenheit nicht gerade durch seinen mannigfaltigen Wrestlingstil profilieren konnte, sondern aufgrund seiner brachialen Kraftaktionen Akzente setze, überrascht der unterhaltsame Matchverlauf positiv. Obwohl unterschiedlicher Statur, gestaltet sich die Paarung sehenswert, auch wenn das Zustandekommen des Matchendes gekünstelt wirkt. Nachfolgend muss Cody Rhodes in einem "kurzfristig" vor Ort angesetztem Titelkampf seinen Intercontinental-Gürtel gegen John Morrison aufs Spiel setzen - ganz zur Freude der Zuschauer, die dem ungeliebten Rhodes ungezügelt Hohn und Spott entgegenbringen. Die Aufgabe im Ring löst Supertechniker Morrison mit großen Engagement, doch letztendlich wirkt auch dieser Kampf im Resultat zu sehr gekünstelt. Schließlich führt die Setcard der Veranstaltung das Diven-Championship-Match zwischen Beth Phoenix und Kelly Kelly. Erfreulich ist, dass auch nach einigen unseriösen und durchaus unnötigen Aktionen, der Kampfverlauf überzeugt und deutlicher die Fähigkeiten der Damen betont werden, als es in Divenmatches der nahen Vergangenheit der Fall war.

Mit John Cena, CM Punk und Alberto Del Rio lassen die WWE-Funktionäre die momentane Top-Riege ihrer Superstars schließlich im Hauptkampf des Abends aufeinander treffen. Sorgfältig und in bekannter Manier vorbereitet, ist diese Ansetzung nach den Entwicklungen der letzten PPVs bzw. Wochenshows als logische Schlussfolgerung ein sicherer Zuschauermagnet. Neben dem Henry/Orton-Match ist dies allerdings erst die zweite Paarung der Setcard, die innerhalb des der PPV ihren Namen gebenden Stahlkäfigs ausgetragen wird, dafür aber eine Lohnenswerte. Das Dreigespann entwickelt eine fesselnde Dynamik, den Ansprüchen eines Main Events wird das Gezeigte allemal gerecht. Alle Kontrahenten überzeugen durch gute Leistungen, nur das unrühmliche Ende stört die Freude seitens des Zuschauers. Dies stößt jedoch die Tür für die Fortsetzung dieser Fehde weit auf und erlaubt auch ohne hellseherische Fähigkeiten eine Vorahnung für das in Kürze bevorstehende Event "Vengeance".

Digitale Aufarbeitung:
Clear Vision zeigt sich auch bei "Hell in a Cell" sicher im Umgang mit der hochauflösenden Blu-ray, deren Qualitäten im Bildbereich voll ausgeschöpft werden: Gestochen scharfe Bilder und gute Kontraste sorgen für das tolle Erscheinungsbild, das bereits bei früheren WWE-BDs positiv auffiel. Dem gegenüber steht die Beschränkung auf den englischen Originalton (PCM 5.1), die für alle Zuschauer ohne entsprechende Sprachkenntnisse ein Problem sein dürfte. Untertitel fehlen gänzlich.

Die Blu-ray-Variante bringt neben Standard-Interviews mit Mark Henry und Alberto Del Rio exklusive Features mit sich. Acht Smackdown- und RAW-Matches, aus der Woche vor "Hell in a Cell" zeigen nochmal einige, für die PPV wichtige Entwicklungen. Unter anderem gibt es Randy Orton, Natalya, Kelly Kelly, John Cena und The Great Khali zu sehen. Für Fans bieten diese Features durchaus einen erweiterten Nutzen, indem sie zumindest ansatzweise den Background der PPV-Matches beleuchten.

Fazit:
"WWE - Hell in a Cell 2011" erweist sich als kompakte und kurzweilige PPV, deren Matches weitestgehend als unterhaltsam und gelungen bewertet werden können. Obwohl lediglich zwei Matches innerhalb eines Käfigs ausgetragen werden, macht das Zusehen Spaß, was nicht zuletzt an der Vielzahl talentierter Superstars liegt, welche den ein oder anderen Kritikpunkt, wie z.B. manches unseriöse Matchende, ausmerzen. Technisch ist die Blu-ray-Version einwandfrei, wer eine deutsche Bearbeitung schätzt, schaut allerdings in die Röhre.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,78:1
1,78:1
155:03 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Englisch
Linear PCM 5.1
Linear PCM 5.1
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • Interview mit Mark Henry
  • Interview mit Alberto Del Rio
  • Matches aus Monday Night RAW (26.09.11): Mark Henry vs. The Great Khali, John Cena vs. Christian, CM Punk vs. Alberto Del Rio
  • Matches aus SmackDown (30.09.11): Evan Bourne vs. Jack Swagger, Heath Slater vs. Sin Cara, Kelly Kelly vs. Natalya, Intercontinental Titelmatch Cody Rhodes vs. Sheamus, Randy Orton vs. Christian
WWE - Hell in a Cell 2011 - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
WWE - Hell in a Cell 2011
WWE - Hell in a Cell 2011

Bild unseres Mitarbeiters Marcus Offermanns
Wrestling-Show hinter Gittern


Autor der Besprechung:
Marcus Offermanns

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2011
Regie:
-
Drehbuch:
-
Darsteller:
Sheamus, Christian, Sin Cara, Kofi Kingston, Evan Bourne, Dolph Ziggler, Jack Swagger, Randy Orton, Mark Henry, John Morrison, Cody Rhodes, Kelly Kelly, Beth Phoenix, John Cena, CM Punk, Alberto Del Rio

Label Deutschland :
ClearVision
Verkaufsstart Deutschland :
20.01.2012

Vertrieb Schweiz :
Al!ve
Verkaufsstart Schweiz :
20.01.2012