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Blu-ray-Besprechung - Bereavement
Story:
Fünf Jahre ist es her, dass der kleine Martin (Spencer List) von dem verrückten Killer Graham Sutter (Brett Rickaby) entführt wurde. Martin ist ein besonderes Kind, denn er kann keine Schmerzen verspüren, was ihn in den Augen von Sutter zu seinem legitimen Nachfolger qualifiziert. In seiner heruntergekommenen Schlachterei folgt Sutter seiner inneren Stimme und foltert und tötet seine wehrlosen Opfer. Es kommt der große Tag, da Martin nun auch töten soll, doch da kommt die junge Allison (Alexandra Daddario) dazwischen. Eigentlich wollte sie nur joggen, doch dann entdeckt sie was eigentlich geheim bleiben sollte, und gerät in Lebensgefahr.
Meinung zum Film:
„Bereavement“ ist die englische Bezeichnung für einen schmerzlichen Verlust. Diesen macht auch der Film selbst mit, denn er wurde gnadenlos schlecht zensiert und ist somit hier nur in der geschnittenen Fassung verfügbar. Das was verblieben ist, wird den Splatterfan nicht entzücken und der normale Zuschauer wird die merklich fehlenden Elemente unlogisch finden. Als Handlung wird eine etwas anspruchsvollere Slashervariante angeboten in deren Mittelpunkt der Schlachter Graham Sutter steht. Er ist der letzte lebende Sutter und sein Schlachthof ist mittlerweile geschlossen und halb zerfallen. Gleich zu Beginn des Films werden klare Weichen gestellt und nach einem Zeitsprung von fünf Jahren wird der Zuschauer fortlaufend mit Informationen gefüttert. So wird schnell klar, dass sich Graham in einem geistig sehr gestörten Zustand befindet. Im Laufe des Films wird präzisiert was bei ihm genau schief gelaufen ist. Der von Graham entführte kleine Martin leidet an einem Gen-Defekt und besitzt kein Schmerzempfinden. Seine Entführung erweist sich für den Psychopathen dadurch als Glücksfall.
Martin soll sein Nachfolger werden und er weist ihn in das Töten von Menschen ein. Martin wiederum hat sich, trotz der mittlerweile fünf Jahre dauernden Entführung, seinen Freiheitsdrang beibehalten und versucht immer wieder zu flüchten. Der zweite Handlungsstrang erzählt die Geschichte von Allison, deren Eltern bei einem Unfall ums Leben kamen. Sie kommt aus New York aufs Land und wird von ihrem Onkel Jonathan Miller aufgenommen. Hier wird Hausmannskost geboten und das neue Zusammenleben erweist sich als schwierig. Alle müssen sich aneinander gewöhnen und dieses Handlungsmotiv hat es schon des Öfteren gegeben. Die Schauspieler agieren durchweg gut und Alexandra Daddario („Percy Jackson – Diebe im Olymp“) sieht einfach umwerfend aus, als 17-Jährige geht sie allerdings weniger durch. Ihr gutes Schauspiel macht dies aber wett. Als Psychopath spielt Brett Rickaby („The Crazies – Fürchte deinen Nächsten“) sehr überzeugend und Michael Biehn („Der Terminator“) steht ihm als fürsorglicher Onkel in Nichts nach.
Leider gibt es auch ein paar logische Patzer die den Zuschauer doch ein bisschen verwundern. Da ist z.B. der Schatten der Graham Sutter immer wieder Furcht und Respekt einflößt. Auch der Zuschauer bekommt ihn zu sehen, doch wer ihn wirft bleibt offen. Dann ist da noch der Tierschädel mit den riesigen Hörnern an der Küchenwand. Graham spricht immer wieder mit ihm, als gäbe er ihm Befehle. Der Zuschauer darf raten mit wem der Gute da ein Zwiegespräch führt, denn in Frage kommen Gott, der Teufel und sein Vater. Wer es aber ist bleibt offen. Zu Filmbeginn fährt er mit seinem rostigen Firmen-Pickup auf der Suche nach einem Opfer durch die Gegend. Auf der Seite des Fahrzeugs prangt zudem gut sichtbar das Firmenlogo als Name. Ein gutes Erkennungsmerkmal für die gezielte Frage an mögliche Zeugen: „Haben Sie ein auffälliges Fahrzeug bemerkt?“. Hinzu kommen noch ein paar Personen die zunächst als wichtig eingeführt werden und am Ende komplett untergehen. Das sind die weniger gelungenen Seiten der Story.
Digitale Aufarbeitung:
Die Blu-ray-Disc ist in Sachen Bild sehr gut ausgefallen. Von Beginn an überzeugt die Bildschärfe und bietet sowohl im Vorder- wie auch im Hintergrund viele Details. Der gute Kontrast sorgt auch in den dunklen Szenen jederzeit für Durchblick. Die Farben sind kräftig, aber natürlich und die glasklare Optik bringt ein schönes Bild herüber. Der Ton kommt vorrangig von vorne und die hinteren Boxen werden nur spärlich bedient.
Die Extras beginnen mit geschnittenen bzw. erweiterten Szenen, die teilweise im Hauptfilm durchaus Sinn gemacht hätten. Es folgt eine Bildergalerie mit Fotos aus dem Film und Bildern von den Dreharbeiten. Danach kommen zwei englische TV-Spots sowie der deutsche Trailer. Kein Extra verfügt über deutsche Untertitel.
Fazit:
„Bereavement“ kann seine guten Ansätze nicht bis zum Ende durchhalten, hebt sich aber deutlich von anderen, billigen Vertretern seines Genres ab. Das Schlimmste was dem Film passieren konnte sind jedoch die miesen Schnitte, aufgrund dener er endgültig im Bereich des Durchschnitts angekommen ist. Die Blu-ray ist in Sachen Bild sehr gut ausgefallen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,40:1
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103:40 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 | Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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- Deleted Scenes
- Bildergalerie
- TV-Spots
- Deutscher Trailer
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Bereavement
Bereavement
Serienkiller sucht Nachwuchs
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2010 Regie: Stevan Mena Drehbuch: Stevan Mena Darsteller: Brett Rickaby, Spencer List, Alexandra Daddario, Michael Biehn, Kathryn Meisle, Peyton List, John Savage, Greg Wood
Label :
Universum Film
Verkaufsstart : 20.01.2012
Vertrieb :
Impuls Home Entertainment
Verkaufsstart : 20.01.2012
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