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DVD-Besprechung - Königreich der Gladiatoren
Story:
Irgendwann einmal machte ein Herrscher in einem weit entlegenen Königreich einen Pakt mit einem Dämon und versprach ihm das Leben seiner Nachkommen, um den Frieden im Land zu wahren. Das ging auch einige Zeit gut. Doch dann kehrt der Dämon eines Tages in Gestalt der einst verschwundenen Prinzessin zurück, um die Menschheit auszulöschen. Nun liegt es an einer Gruppe von drei Kriegern, diesen Plan zu verhindern.
Meinung zum Film:
Das Schlimme an richtig schlechten Filmen ist, dass es selbst bei Erreichen allertiefster Tiefpunkte, bei denen keinerlei weitere Verschlechterung mehr möglich zu sein scheint, doch immer wieder neue Werke gibt, die dann nochmal einen draufsetzen. "Königreich der Gladiatoren" ist so ein Film. Ermangelte es bereits Machwerken wie "Journey to Promethea" oder "Beauty and the Beast" derart an Unterhaltsamkeit, dass es nur mit viel gutem Willen möglich war, sich bis zum Ende durch sie hindurch zu quälen, beinhalteten diese immerhin noch ein gewisses Minimum an schauspielerischen Fähigkeiten bei den eingesetzten Darstellern. Diese Komponente fehlt "Königreich der Gladiatoren" jedoch völlig.
Vom Komparsen bis hin zu den Hauptdarstellern gibt es hier so dermaßen schlechte Darbietungen zu sehen oder vielmehr zu ertragen, dass es jeglicher Beschreibung spottet. Das beginnt bereits in der allerersten Szene, in welcher der Zuschauer durch einen gruselig vorgetragenen Dialog eines völlig nichtssagenden "Königs" abrupt mitten ins Geschehen geworfen wird. Dabei wirkt dieser König so, als hätte man ihn fünf Minuten vorher irgendwo in der Fußgängerzone eingesammelt und würde ihm den Text auf Karten neben der Kamera vorhalten. Nervigerweise ist dies allerdings nicht nur beim König der Fall, sondern bei ausnahmslos allen Mitwirkenden. Dabei stammen einige sogar aus dem Wrestlingbusiness und sollten dementsprechend eigentlich über Unterhaltungspotenzial verfügen. Sollte dem tatsächlich so sein, ist hier allerdings zumindest nichts davon zu sehen.
Am Grundkonzept eines historienmäßig angehauchten Fantasyfilms ist prinzipiell nichts auszusetzen, zumindest in irgendeiner Form durchdacht sollte sich das Ganze letztendlich aber doch darstellen. Hier quälen sich hingegen anderthalb Stunden lang Figuren mit schlechten Dialogen durch eine wirre Handlung, und weder dem Zuschauer noch offensichtlich den Darstellern selbst wird klar, warum sie gerade dort sind, wo sie sind, was genau sie machen und was ihr eigentlicher Hintergrund dabei sein soll. Durch die überbordend eingefangenen Oberweiten der weiblichen Figuren (die weibliche Gladiatorin läuft sehr realistischerweise nur mit einem grobmaschigen Kettenhemd bekleidet herum) wird das Ganze auch weder unterhaltsamer noch interessanter und die diversen Spielereien, wie das seltsame Colorgrading, der extrem überzogene Kontrast und die unmotivierten Zeitlupen, tragen ebenfalls nichts zur Steigerung der Qualität bei. Fairerweise muss gesagt werden, dass zumindest die Locations zum Teil ganz ansehnlich geraten sind und auch der Score hin und wieder gelungene Momente besitzt. Bei dem abgründig schlechten Rest hilft dies jedoch auch nichts mehr.
Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität der DVD lässt sich aufgrund der seltsamen Stilmittel des Films kaum beurteilen. Von den dubiosen Verfremdungen einmal abgesehen, erscheint der Transfer allerdings durchaus zufriedenstellend. Die Schärfe kann bei Nahaufnahmen überzeugen und die Kompression kommt mit dem starken Rauschen dunkler Szenen ganz gut zurecht. Bei Einstellungen mit vielen Details wie beispielsweise kleinen Steinchen kommt es jedoch zu auffälligem Flimmern und Artefaktbildung. Der Ton liegt auf Deutsch und Englisch in Dolby Digital 2.0 vor, die deutsche Fassung gibt es zudem als 5.1-Upmix. In allen Versionen sind die Dialoge klar verständlich und die Hintergrundmusik verteilt sich sinnvoll im Raum.
Als Extras gibt es den Trailer zum Film, eine fünfminütige entfernte Szene sowie einen dreieinhalbminütigen "Behind the Scenes"-Clip, der mit dramatischer Musik unterlegt ist, aber über keinen wirklichen Informationsgehalt verfügt.
Fazit:
"Königreich der Gladiatoren" ist so dermaßen schlecht, dass es jeder Beschreibung spottet. Wäre nur das Drehbuch schwach, könnten fähige Darsteller zumindest noch zu minimalen Verbesserungen führen, doch bei "Königreich der Gladiatoren" stimmt von Anfang bis Ende gar nichts, was natürlich auch Kameraführung und Regie mit einschließt. Technisch geht die DVD in Ordnung, einen wirklichen Anlass zum Erwerb dieser Scheibe gibt es allerdings trotzdem nicht.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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80:54 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch Dolby Digital 2.0 | Englisch Dolby Digital 2.0 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Trailer
- Deleted Scene
- Behind the Scenes
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Königreich der Gladiatoren
Kingdom of Gladiators
Unmotivierter Fantasy-History-Mix mit ausnahmslos schlechten Darstellern
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA / Italien, 2011 Regie: Stefano Milla Drehbuch: Stefano Milla, Marco Viola Darsteller: Maurizio Corigliano, Sharon Fryer, Leroy Kincaid, Suzi Lorraine, Bryan Murphy, Matt Polinsky, Annie Social
Label :
MiG Film
Verkaufsstart : 09.02.2012
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