Splashpages  Home Movies  Rezensionen  Rezension  Riverworld
Partner von Entertain Web
http://www.splashmovies.de/php/images/spacer.gif
The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

In der Datenbank befinden sich derzeit 3.899 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...

DVD-Besprechung - Riverworld

Story:
Teil 1:
Eigentlich war er Fernsehreporter im malaysischen Kriegsgebiet, doch nach einem Bombenattentat findet sich Matt Ellman (Tahmoh Penikett) auf einer fremden Welt wieder. Dort trifft er einige verstorbene Bekannte sowie viele, die schon vor Jahrhunderten das Zeitliche segneten, doch seine Freundin Jessie Machalan (Laura Vandervoort) ist nirgendwo zu sehen. Als er gegen den Sklaventreiber Francisco Pizarro (Bruce Ramsay) kämpft, um seine Suche fortzusetzen, bekommt er schnell Verbündete: Der weibliche Samurai Tomoe Gozen (Jeananne Goossen) steht ihm ebenso zur Seite wie der Autor Sam Clemens (Mark Deklin), der ihm mit seinem Rad-Dampfer gerne aushilft.

Teil 2:
Als Matt versucht, die Flusswelt im Jenseits besser zu verstehen, besucht ihn wiederholt ein weiblicher Caretaker (Thea Gill). Sie will zusammen mit anderen Caretakern die Welt erschaffen haben und gibt Matt den Rat einen gewissen Richard Francis Burton (Peter Wingfield) zu finden und aufhalten, da sonst alle Bewohner dieser Welt bedroht wären. Doch Matt war ohnehin auf der Suche nach Richard, da dieser anscheinend mehr über den Verbleib von Jessie weiß. Diesem scheint ein männlicher Caretaker (Alan Cumming) zu helfen, der die Zerstörung der Flusswelt sogar noch beschleunigen möchte. Bei einer Konfrontation zwischen Richards Leuten und Matts Freunden wird aber Sams Schiff übernommen. Da kann ihnen nur noch Ludwig Dürr (Alex Zahara) mit seinem Luftschiff aushelfen.

Meinung zum Film:
"Riverworld" oder Flusswelt ist der Planet, auf dem einige Romane von Philip José Farmer spielen. Wer auf der Erde starb, wird hier auf der Wasserstraße wieder erweckt. Wer hier stirbt, hat dasselbe Schicksal, weshalb einige Wanderer auch den "Selbstmord-Express" wählen, um durch den Freitod von fernen Orten schnell wieder zum Fluss zu gelangen. Doch die Flusswelt hat ihre eigenen Regeln und keiner weiß, wann er an welcher Stelle des kilometerlangen Gewässers ins Leben zurückkehrt. Einer der ersten auf diesem Planeten war der Forscher und Jäger Richard Francis Burton, der deshalb das genaue Geheimnis von Riverworld kennt. Der gesamte Planet ist künstlichen Ursprungs und wird von Wesen mit blauen Körpern kontrolliert, den Caretakern. 2003 wurde in Kanada erstmals versucht, die Bücherreihe zu adaptieren. Der Pilotfilm "Riverworld – Welt ohne Ende" veränderte aber nicht nur die Handlung, sondern scheiterte zudem auch als angedachter Beginn einer Serie. Einige Jahre später startete ein zweiter Versuch, die Romane in eine Mini-Serie umzuwandeln.

Auch diesmal wurde die Originalhandlung nur als grobe Richtlinie genommen. So wurde aus Richard Francis Burton der Gegenspieler der neuen Hauptperson Matt Ellman. Einige Figuren der Romane wurden gestrichen und wären vielleicht in der entstandenen Serie eingeführt worden, etwa die Schriftsteller Cyrano de Bergerac und Jack London, der deutsche Oberbefehlshaber Hermann Göring und "Alice im Wunderland"-Inspiration Alice Liddell. Zusätzlich wären zahlreiche Fragen, die "Riverworld" offen lässt, wohl auch in der Serie beantwortet worden, doch stattdessen bleibt hier nur der Blick in die Bücher. Obwohl man es von einer Produktion für den US-amerikanischen Sender SyFy anders gewohnt ist, bleiben die Spezialeffekte im Hintergrund und werden erst gegen Ende des zweiten Teils häufiger eingesetzt. Deren Qualität ist unterschiedlich, aber überwiegend gut. Erst bei einigen Aufnahmen des Luftschiffs und des Gebirges im Hintergrund wird klar, dass die Aufnahmen hier am Computer entstanden.

Die Handlung zeigt gutes Timing bei Rückblenden und den Glaubensfragen bezüglich der vielen Hauptpersonen. Gerade dieser Aspekt des Films wird noch sehr interessant. Durch die verschiedenen Zeitalter und räumlichen Ursprünge ihres Lebens trifft hier zum Beispiel der offene Atheist Sam Clemens auf den Muslim Youseff, die seit Jahren beide Seite an Seite kämpfen. Gerade die Darsteller, die komplexe historische Persönlichkeiten darstellen müssen, machen dabei einen guten Job. Immerhin stellen sie die Figuren körperlich in voller Blüte dar, müssen sie aber so clever wirken lassen, als hätte jeder davon schon ein ganzes Leben hinter sich. Jeder von ihnen wäre wohl auch locker über mehrere Folgen interessant und sympathisch geblieben. Und das gesamte Konzept, inklusive der zugrunde liegenden Buchreihe, hätte sicherlich für eine Serie ein großes Potential an Abwechslungsreichtum und unterhaltsamen Erzählungen besessen. Dazu kam es jedoch nie. Dafür schafft es der Pilotfilm, neugierig auf Philip José Farmers Bücher zu machen, die schließlich mit demselben Konzept und einer größeren Anzahl von Figuren zwar eine andere Handlung verfolgen, jedoch alle Fragen beantworten, die "Riverworld" leider offen lässt.

Digitale Aufarbeitung:
Die Bildqualität ist selbst in dunkleren Szenen durchgehend sehr gut. Die Abstimmung von Soundtrack und Dialogen ist ebenfalls gelungen. Der deutsche Ton ist in DD 5.1 und DTS 5.1 auswählbar. Den englischen Originalton gibt es hingegen nur in DD 5.1, dort sind die verschiedenen Akzente der Figuren allerdings klarer heraus zu hören.

Auf beiden DVDs sind etwa halbstündige Featurettes vorhanden, jeweils in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln. Diese zusammenhängenden Featurettes werfen einen Blick hinter die Kulissen, enthalten aber auch Interviews mit den Schauspielern Tahmoh Penikett ("Battlestar Galactica"), Laura Vandervoort ("Smallville") und Alan Cumming ("Kifferwahn") sowie dem Kostümbildner Michael O'Connor ("Oscar und Lucinda"). Zusätzlich verfügt die Veröffentlichung noch über ein Wendecover.

Fazit:
"Riverworld" sammelt verschiedene historische Figuren und lässt sie gegen das große Unbekannte kämpfen. Prinzipiell ist der Film gut gelungen und setzt ein interessantes Konzept angemessen um, lässt aber auch viele Fragen offen, weshalb eine Fortsetzung sicherlich lohnenswert gewesen wäre. Für Fans der Bücher ist der Film hingegen bestenfalls eine interessante Geschichte innerhalb des Flusswelt-Universums, die bezüglich der Handlung nicht mehr soviel mit den Originalen gemeinsam hat, was Nicht-Kenner der Vorlage allerdings kalt lässt.


Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,78:1
1,78:1
Teil 1:
90:18 Minuten

Teil 2:
90:43 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
DTS 5.1
DTS 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • Featurette mit einem Blick hinter die Kulissen nebst Interviews mit den Schauspielern Tahmoh Penikett, Laura Vandervoort und Alan Cumming sowie dem Kostümbildner Michael O'Connor
Riverworld - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Riverworld
Riverworld

Bild unseres Mitarbeiters David Bühring
Ein Film, der neugierig auf die zugehörige Buchvorlage macht


Autor der Besprechung:
David Bühring

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Kanada, 2009
Regie:
Stuart Gillard
Drehbuch:
Robert Hewitt Wolfe, Randall M. Badat, Hans Beimler (nach Romanen von Philip José Farmer)
Darsteller:
Tahmoh Penikett, Mark Deklin, Peter Wingfield, Jeananne Goossen, Alan Cumming, Laura Vandervoort, Chiara Zanni, Romina D'Ugo, Matty Finochio, Kwesi Ameyaw, Meg Roe, Arnold Pinnock, Bruce Ramsay, Thea Gill, Matthew MacCaull, Alessandro Juliani, Aleks Paunovic, Michael Adamthwaite, Alex Zahara, Terry Chen, Potjana Khong-Jaroen

Label Deutschland :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
27.01.2012