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Blu-ray-Besprechung - Guns and Girls
Story:
Der „Häuptling“ (Gordon Tootoosis) ist der Chef eines Apachen-Indianerreservates mit angeschlossenem Spielcasino. Zur Unterhaltung seiner spielfreudigen Kunden richtet er einen Elvis-Contest aus, dessen Teilnehmer sich im Anschluss einer gepflegten Poker-Partie widmen. Einer von ihnen ist John Smith (Christian Slater) der gerade Frau, Job und Geld verloren und beim Contest auch noch den letzten Platz belegt hat. Und ausgerechnet dieser wird verdächtigt eine alte indianische Kriegsmaske aus dem Büro des Chiefs gestohlen zu haben. Trotz aller Beteuerungen wird John nicht geglaubt und man will ihn schnell beseitigen. Doch es kommt anders, denn nicht nur der Häuptling will die Maske haben, sondern auch einige weitere Personen. John gerät dadurch zwischen die Fronten.
Meinung zum Film:
„Guns an Girls“ ist ein Krimi der versucht sein Publikum mit humorigen Einlagen, skurrilen Charakteren und einer Fülle an Drehungen und Wendungen zu unterhalten. Es geht so ein bisschen in die Richtung von „Snatch – Schweine und Diamanten“ ohne jedoch dessen Klasse erreichen zu können. Dafür fehlt vielen Szenen der letzte Biss bzw. die zündende Idee und auch die Dialoge haben nur selten den Wortwitz den sich der Zuschauer erhofft. Es ist aber nicht alles einfach schlecht, sondern nur nicht ganz ausgereift. Ansehen kann man sich den Streifen ganz locker, er wird es nur nicht schaffen in vielen Filmsammlungen einen sicheren Platz zu finden. Regisseur und Drehbuchautor Michael Winnick („Shadow Puppets“) war vielleicht zu sehr auf sein Filmprojekt konzentriert, so dass es ihm nicht möglich war diesem den passenden Feinschliff zu verleihen. Was auffällt ist auf jeden Fall die immense Zahl an Figuren die dem Zuschauer präsentiert werden und bei denen nie sicher ist für welche Seite sie nun arbeiten.
Da gibt es den „Cowboy“, natürlich auch den „Indianer“, den „Häuptling“, diverse „Elvisse“, die „Blonde“ und natürlich auch John Smith, die zentrale Figur der verquickten Geschichte. Letzterer ist der nicht gerade beneidenswerte Prototyp eines Verlierers. Seine Freundin hat ihn wegen eines Doktors verlassen, er hat keinen Job und sein letztes Geld verzockt er in einem Casino welches von amerikanischen Ureinwohnern betrieben wird. Und diese Auflistung skizziert nur seine Ausgangssituation in dieser Geschichte. Gespielt wird er von Christian Slater („True Romance“), der sich irgendwie nie richtig in die ganz großen Filmbudgets spielen konnte, obwohl er in Produktionen wie „Hart auf Sendung“ oder „Operation Broken Arrow“ durchaus gute Hauptrollen bekleidete. Etwas auffällig bekommt er als John Smith permanent etwas auf die Nase gehauen und selbst ein unscheinbarer College-Typ darf ihn als Sandsack benutzen. Wer hier darauf setzt, dass sein Filmende ähnlich schmerzhaft ist, der wird sich jedoch überraschen lassen dürfen.
Die verschiedenen Wechsel in der Story sind etwas konstruiert, bleiben aber logisch und am Schluss klärt sich alles für den Zuschauer auf. Es gibt einige Überraschungen und auch die Action kommt nicht zu kurz. Das Erzähltempo ist relativ hoch und hält den Zuschauer am Bildschirm. Das ist aber auch notwendig, denn es gibt immer wieder kleinere Rückblenden die erklären, was sich in einigen Filmmomenten tatsächlich ereignet hat, da die Kamera vorrangig die Geschichte von John Smith in das Zentrum der Betrachtung stellt. Die Erläuterungen sind unerlässlich, da bei den diversen Verschachtelungen die wahren Hintergründe nicht anders erzählt werden können. Es gibt ein paar deftige und blutige Auseinandersetzungen die auf einem guten Niveau inszeniert wurden und zudem sind beim Cast auch interessante Namen zu entdecken. Leider kommen Schauspieler wie Gary Oldman („Batman Begins“), Powers Boothe („Sin City“) und Chris Kattan („House on Haunted Hill“) nicht über kleine Nebenrollen hinaus. In der deutschen Synchronisation wird am Rande erwähnt die Figur des „Rancher“ nicht korrekt ausgesprochen und es wird immer vom „Ranger“ gesprochen, was aber inhaltlich falsch ist.
Digitale Aufarbeitung:
Die technische Umsetzung der Blu-ray kann sich sehen und hören lassen. Die Farben sind frisch und sehen sehr realistisch aus. Die Bildschärfe ist gut und dadurch sind für den Zuschauer viele Details erkennbar. Selbst bei den sehr hellen Aufnahmen in der Wüste bleibt das Bild einwandfrei und wird nicht überbelichtet. Der Ton ist ebenfalls gut abgemischt und der Klang kommt aus allen Boxen. Dabei bleiben die Dialoge natürlich vorrangig bei den Frontboxen. Aber bei passender Gelegenheit werden auch immer wieder die Rears bedient.
Extras sind nicht vorhanden.
Fazit:
„Guns and Girls“ bietet eine verschachtelte Geschichte mit vielen unterschiedlichen Charakteren an die, jeder für sich, ein kleines Unikum darstellen. Leider springt der Funke nicht so ganz über, da Teile der Dialoge und einige Handlungsstränge nicht so ausgereift sind wie es notwendig gewesen wäre. Bild und Ton der Blu-ray wurden gut umgesetzt, lediglich bei den Extras wurde geknausert.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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91:05 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 | Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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Guns and Girls
Guns, Girls and Gambling
Hatz auf den Schatz mit angezogener Handbremse
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2011 Regie: Michael Winnick Drehbuch: Michael Winnick Darsteller: Gary Oldman, Christian Slater, Helena Mattson, Megan Park, Powers Boothe, Dane Cook, Jeff Fahey, Chris Kattan, Sam Trammel, Tony Cox
Label :
Ascot Elite
Verkaufsstart : 05.02.2013
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