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DVD-Besprechung - Fuzzy gegen Tod und Teufel
Story:
Der Großgrundbesitzer Big Jim Kirby (George Chesebro) versucht allen anderen Ranchern in der Gegend ihr Land abzunehmen. Er hat in Erfahrung gebracht, dass die Eisenbahnlinie dort gebaut werden soll und das macht das Land umso kostbarer. Auch Tom Grant (Buster Slaven) gehört zu denen die Kirby unter Druck setzt, indem er sich mit einem Haufen von Revolvermännern umgibt. Doch Grant zögert nicht einen Augenblick Widerstand zu leisten und so ruft er Cheyenne Davis (Lash La Rue) zu Hilfe, der zusammen mit seinem Freund Fuzzy (Al St. John) zur Unterstützung herbei eilt. Und die Hilfe der beiden wird auch dringend benötigt.
Meinung zum Film:
„Fuzzy gegen Tod und Teufel“ ist ein Western aus dem Jahre 1947. Er gehört zu der Sorte Billig-Western die einst vom ZDF in der Vorabend-Unterhaltung unter dem Titel „Western von Gestern“ ausgestrahlt wurden. Inszeniert wurde der Western von Ray Taylor („Zorro, der blutrote Adler“) der etliche Fuzzy-Filme drehte. Das Drehbuch stammt von Joseph O'Donnell („Der unheimliche Rächer“) welcher ebenfalls zu mehreren Fuzzy-Streifen seinen Beitrag leistete indem er die Drehbücher schrieb. Im Allgemeinen sind diese sehr einfach gehalten und haben eine typische Klassifizierung der Charaktere. Auf der einen Seite sind die Guten in diesem Fall Fuzzy und sein schwarz gekleideter Freund Cheyenne Davis. Beide werden nach Red Gulch gerufen, da hier friedliche Siedler unter Verkaufsdruck gesetzt werden und zudem noch eine Bande von Banditen ihr Unwesen treibt. Auf der anderen Seite ist der rücksichtslose Big Jim Kirby, ein skrupelloser Großfarmer, der die komplette Gegend aufkaufen will. Die einfache Struktur der Geschichte macht den Film sehr leicht und bekömmlich.
Natürlich lebt der Film von der Kauzigkeit des Fuzzy der von Al St. John („Vornehm und gefährlich“) verkörpert wird. Er schlüpfte ab 1937 in die Rolle des Fuzzy Jones und legte diese fortan nie wieder ab. Seine Karriere begann der eigentlich sehr gut aussehende Darsteller als Stummfilmkomödiant und schaffte den Sprung zum Tonfilm. Seinen Fuzzy legt er als einen kauzigen Cowboy an der neben seiner knatschigen Stimme auch seine ganz eigene Meinung zu den Dingen vertritt. Seine manchmal etwas trottelige Art sorgt immer wieder dafür, dass er vollkommen unterschätzt wird. Fuzzy ist herrlich verschroben und alles andere als auf den Kopf gefallen. An seiner Seite tritt Lash La Rue („Chain Gang“) an, der eigentlich Alfred La Rue hieß, doch seine artistischen Fähigkeiten mit der Peitsche umzugehen verschafften ihm den Spitznamen Lash. Sein Umgang mit der Bullenpeitsche war so perfekt, dass er Harrison Ford trainierte, damit dieser als Indiana Jones eine gute Figur machte.
Etwas befremdlich aus heutiger Sicht ist sicherlich die Tatsache, dass die Filmmusik alles andere als angepasst vor sich hindudelt. Die bewegten Bilder und die Musik laufen zeitweise scheinbar unabhängig voneinander. Als z.B. Cheyenne Davis das erste Mal im Film auftaucht wird er überfallen und es kommt zu einer Schießerei. Die Musik jedoch wird weiterhin eingespielt und klingt von der Melodie her völlig disharmonisch. Dabei kann gerade eine solche Untermalung die Dramaturgie erheblich erhöhen, doch hier wirkt sie deplatziert. Aber trotzdem kann der Western unterhalten, wenn man sich nicht unbedingt auf eine Edelproduktion eingestellt hat. Es wird fleißig herumgeballert und auch die Bullenpeitsche kommt zum Einsatz. Mit einer Laufzeit von unter 70 Minuten ist der Film auch nicht sonderlich lang geraten, sodass hier kompakt ein komplettes Westernabenteuer angeboten wird. Und die Billigproduktionen dieser Zeit besitzen eben einen gewissen Charme und gehören zur Filmgeschichte ebenso dazu wie die ganz großen Erfolge.
Digitale Aufarbeitung:
Dass dieses uralte Filmmaterial nicht ganz sauber aussieht, ist nachvollziehbar. Wer sich in den Extras mal die originale US-Fassung ansieht, der kann erkennen was dennoch an technischen Möglichkeiten vorhanden ist, um daraus ein ansehnliches Bild zu schaffen. Es gibt zwar kleinerer Überblendungen, aber mit denen kann der Zuschauer leben. Das Bild ist weitgehend scharf und die Körnung ist recht milde ausgefallen. Die verschiedenen Graustufen sind gut zu erkennen. Der Ton klingt ordentlich und die Dialoge sind gut verständlich.
Als Extras gibt es eine Bildergalerie und den Film selbst in seiner US-Fassung.
Fazit:
„Fuzzy gegen Tod und Teufel“ ist ein betagter Billig-Western der einfachen Sorte. Trotzdem bietet der relativ kurze Film dem interessierten Zuschauer gute Unterhaltung und Kurzweil. Die technische Umsetzung ist, angesichts des Alters des Filmmaterials, ordentlich gelungen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,33:1
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67:56 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 1.0 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Fuzzy gegen Tod und Teufel
Return of the Lash
Der verschrobene Kauz reitet wieder
Autor der Besprechung:
Jörg Hesse
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 1947 Regie: Ray Taylor Drehbuch: Joseph O’Donnell Darsteller: Al St. John, Lash La Rue, Mary Maynard, Buster Slaven, George Chesebro, Lee Morgan, Lane Bradford, Curley Gibson
Label :
MiG Filmgroup
Verkaufsstart : 17.01.2013
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