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Blu-ray-Besprechung - Das verlorene Labyrinth
Story:
Frankreich in der Gegenwart: Als die Archäologin Alice Tanner (Vanessa Kirby) in Südfrankreich zwei Skelette und einen geheimnisvollen Schriftzug innerhalb einer Grabkammer entdeckt, stolpert sie über ein mysteriöses und brutales Geheimnis aus der Vergangenheit. Unterdessen wird 800 Jahre zuvor in der gleichen Gegend die junge Alais (Jessica Brown Findlay) damit betraut, drei geheimnisvolle Bücher vor einem hereinbrechenden Bürgerkrieg zu schützen. Was ist damals geschehen und wie sind die Schicksale beider Frauen miteinander verknüpft? Das findet Alice nach und nach heraus und stößt dabei auf eines der größten Mysterien der Menschheitsgeschichte.
Meinung zum Film:
Kate Mosses 2005 erschienener Roman "Das verlorene Labyrinth", der erste Teil einer Trilogie rund um die französische Provinz Languedoc, entpuppte sich als weltweiter Bestseller und wurde in rund 40 Sprachen übersetzt. Kein Wunder also, dass früher oder später eine Verfilmung ins Haus stand. Man entschied sich jedoch gegen eine Kinoproduktion und setzte stattdessen auf eine zweiteilige TV-Miniserie, die von Sat. 1 koproduziert wurde, wo man schon mit der Adaption von Ken Follets "Säulen der Erde" Erfolge gefeiert hatte. Auch bei "Das verlorene Labyrinth" sind wieder einige bekannte Namen mit an Bord, so konnte man sich unter anderem John Hurt ("Alien"), Tom Felton ("Harry Potter") und Jessica Brown Findlay ("Downton Abbey") als Darsteller sichern.
Die Story des Films ist schnell erzählt. Auf zwei unterschiedlichen Zeitebenen bekommt der Zuschauer die Geschichte diverser Figuren geschildert - die einen im Mittelalter, die anderen in der Gegenwart lebend - deren Schicksal miteinander verknüpft ist. Wie genau das alles zusammenpasst, erfährt man natürlich erst nach und nach. Thematischer Aufhänger des Ganzen ist - mal wieder - die Suche nach dem Heiligen Gral. Und hier leidet der Film dann leider auch unter der gleichen Schwäche, die der Roman besitzt. So fällt ab der zweiten Hälfte die Story deutlich ab und kann nicht mehr halten, was der interessante Einstieg versprochen hat. Alles plätschert nur noch vor sich hin und natürlich gibt es am Ende noch einmal die große Auflösung rund um die wahre Natur des Heiligen Grals, was spätestens seit "Indiana Jones" und Dan Browns "Da Vinci Code" alias "Sakrileg" nicht mehr wirklich überrascht. So wird das Ganze für den Zuschauer recht schnell ziemlich durchsichtig und bietet letztlich wenig, was aus der Menge der historischen Romane, oder in diesem Fall Filme, herausstechen würde.
Zumindest handwerklich gibt es an der TV-Produktion aber wenig zu bemängeln. Die Inszenierung ist rundum solide und besonders die Landschaftsaufnahmen der tollen französischen Locations wissen zu gefallen. Auch die darstellerischen Leistungen bieten keinen Grund zur Klage. John Hurt ist halt mal wieder John Hurt und spult seine Rolle standardmäßig ohne positive oder negative Ausreißer herunter, doch gerade bei den Nebendarstellern gibt es einige positive Überraschungen. So zeigt Tom Felton, dass er nicht nur der Typ aus "Harry Potter" ist, sondern tatsächlich schauspielern kann und sogar als junger König eine recht überzeugende Figur macht. Und auch Jessica Brown Findlay, die in "Downton Abbey" mit einer Nebenrolle abgespeist wurde, zeigt - wie auch schon in "Albatross" -, dass sie durchaus Hauptdarstellerqualitäten besitzt. So bekommt der Zuschauer hier letztlich einen inhaltlich durchschnittlichen, aber handwerklich soliden TV-Zweiteiler geboten, der vor allem denjenigen gefallen dürfte, die auch schon den Roman mochten. Wer hingegen bereits den Roman ab einem gewissen Punkt schwach fand, wird das gleiche Problem auch bei der filmischen Umsetzung wiederfinden.
Digitale Aufarbeitung:
Technisch gibt es an der Blu-ray von Koch Media nichts auszusetzen. Das Bild zeigt sich sehr klar, scharf und sauber und kann durch einen hohen Detailgrad, auch bei feinen Strukturen, punkten. Analoge Defekte oder Kompressionsprobleme fallen nicht auf. Die Farben sind außerdem kräftig und leuchtend. Der Ton liegt auf Deutsch und Englisch in DTS-HD Master Audio 5.1 vor und bietet nicht nur klar verständliche Dialoge, sondern auch insgesamt eine für eine TV-Produktion dieses Genres überraschend differenziert abgemischte Sounduntermalung.
Die zum Test vorliegende Doppel-BD enthält keinerlei Extras. Es ist jedoch auch eine Special Edition mit einer Bonusdisc erhältlich, die über ein Making of und Interviews verfügt.
Fazit:
"Das verlorene Labyrinth" ist die zweiteilige TV-Umsetzung des gleichnamigen Bestsellers von Kate Mosse. Die filmische Umsetzung kann durch einige gute Darsteller und tolle Landschaftsaufnahmen punkten, hat inhaltlich aber die gleichen Schwächen, die schon beim Roman zu finden waren, wodurch die Story letztlich nur durchschnittlich ist. Die Blu-ray zeigt die Miniserie in sehr guter technischer Qualität, Extras gibt es aber leider nicht.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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2 Folgen à ca. 93 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1 | Englisch DTS-HD Master Audio 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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Das verlorene Labyrinth
Labyrinth
Handwerklich solide Adaption mit den bekannten Schwächen des Romans
Autor der Besprechung:
Jano Rohleder
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Deutschland / Großbritannien / Südafrika, 2012 Regie: Christopher Smith Drehbuch: Adrian Hodges (nach dem Roman von Kate Mosse) Darsteller: John Hurt, Tom Felton, Jessica Brown Findlay, Tony Curran, Vanessa Kirby, John Lynch, Kate Mosse, Sebastian Stan
Label :
Koch Media Entertainment
Verkaufsstart : 16.01.2013
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