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Kino-Besprechung - Monster House
Story:
Der kleine DJ ist sich sicher, dass etwas in dem Haus seines Nachbarn,
dem alten griesgrämigen Mr. Nebbercracker nicht stimmt. Zusammen mit
seinem Freund Chowder versucht er, hinter das Geheimnis zu kommen,
unterstützt von der kleinen Jenny und behindert von einer lästigen
Babysitterin und zwei unfähigen Polizisten. Als sich herausstellt, dass
das Haus von einem bösen Geist besessen und nur darauf aus ist, Kinder
zu verspeisen, wünschen sich die drei, sie hätten es nie
herausgefunden. Doch da ist es schon fast zu spät...
Meinung zum Film:
Animierte Trickfilme lieferten in der Vergangenheit fast immer nur das
Eine: Witzige Unterhaltung für die ganze Familie, sprechende Tiere
gepaart mit beeindruckender Optik. "Monster House" geht einen etwas
anderen Weg. Erzählt wird das Abenteuer der drei Kinder aus der Sicht
derselben. Wer schonmal ein Buch der "Fünf Freunde" oder "Drei ???"
gelesen hat, weiß, worum es hier geht. Es gibt in diesem Film keinen
Erwachsenen, der nicht böse, gehässig oder unfähig ist oder sonst in
irgendeiner Form eine negative Eigenschaft besitzt. Die Eltern sind
weg, und wieder einmal liegt es an den Kids, sich in schauerliche
Gefahren zu begeben, um das Rätsel zu lösen. Kleine Abenteurer im
Kinosaal wird diese Erzählweise sicherlich begeistern, sie werden sich
wünschen, auch endlich mal mit ihren Freunden etwas derartiges zu
erleben.
Doch darin liegt auch das Problem. Nicht immer ist ein
animierter Film auch geeignet für Kinder aller Altersgruppen, wie auch
bei diversen japanischen Vertretern dieses Genres zu sehen ist. Eltern
sollten also nicht den Fehler machen, ihre jungen Sprösslinge in eine
Vorstellung von "Monster House" zu schleppen. Eine Überreizung der
Sinne sowie eine hyperaktive Phantasie der Kleinen wird die Folge sein,
da manche Szenen doch stark ins Düstere und Unheimliche abdriften und
nur für diejenigen gefahrlos zu genießen sind, die die 10 Jahre schon
deutlich überschritten haben. Für alle darunter sind schlechte Träume
vorprogrammiert. Dazu kommt, dass der Humor in diesem Film klar für
ältere Semester ausgelegt ist. Harmloser Slapstick kommt nur selten
vor, ironische und makabere Kommentare sind eher die Regel. Gut für die
begleitenden Eltern, eher schlecht für die jungen Zuschauer, die wohl
nicht kapieren werden, warum Mama und Papa öfter mal lachen...
Die Handlung selber könnte etwas einfallsreicher sein,
sämtliche Klischees, von der ignoranten Babysitterin bis hin zum dicken
besten Freund, sind vorhanden und werden wohl keinen Innovationspreis
mehr gewinnen. Doch die Auflösung der Geschichte ist mal was neues für
eine Story dieses Genres, erneut hat die makabere Ader der Autoren
zugeschlagen. Der Endkampf an sich ist für uns Erwachsene etwas zu sehr
in die Länge gezogen, die Kinder unter uns werden wohl kurz vorm
Herzinfarkt stehen ob der gebotenen Action. An der Technik jedoch gibt
es nicht viel zu meckern. Die Figuren sind mit eher wenigen Details
ausgestattet, doch das war schon seinerzeit bei "Ice Age" eher ein
Gewinn als ein Manko. Die Umgebung macht vieles wieder wett, besonders
das böse Haus an sich ist schön anzuschauen und bietet mit seinen
vielfältigen Fallen und Verwandlungen immer was fürs Auge.
Fazit:
"Monster House" ist ein nett anzusehendes Abenteuer und wohl der erste
Kontakt eines Kindes mit dem Genre Horrorfilm. Eltern und Sprösslinge
gleichermaßen werden großteils ganz gut unterhalten, die
Altersbegrenzung von 10 Jahren gibt es aber aus gutem Grund und sollte
eingehalten werden.
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Monster House
Netter weiterer Animationsstreifen in diesem Jahr, kommt aber nicht an die Besten heran
Autor der Besprechung:
Thomas Embacher
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006 Regie: Gil Kenan Drehbuch: Dan Harmon, Rob Schrab Darsteller: Maximilian Artajo, Johannes Walenta, Viktoria Frenz, Freimut Götsch
Verleiher:
Sony Pictures International
Kinostart : 24.08.2006
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