Splashpages  Home Movies  Rezensionen  Rezension  Monster House
Partner von Entertain Web
http://www.splashmovies.de/php/images/spacer.gif
The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

In der Datenbank befinden sich derzeit 3.899 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...

Kino-Besprechung - Monster House

Story:
Der kleine DJ ist sich sicher, dass etwas in dem Haus seines Nachbarn, dem alten griesgrämigen Mr. Nebbercracker nicht stimmt. Zusammen mit seinem Freund Chowder versucht er, hinter das Geheimnis zu kommen, unterstützt von der kleinen Jenny und behindert von einer lästigen Babysitterin und zwei unfähigen Polizisten. Als sich herausstellt, dass das Haus von einem bösen Geist besessen und nur darauf aus ist, Kinder zu verspeisen, wünschen sich die drei, sie hätten es nie herausgefunden. Doch da ist es schon fast zu spät...

Meinung zum Film:
Animierte Trickfilme lieferten in der Vergangenheit fast immer nur das Eine: Witzige Unterhaltung für die ganze Familie, sprechende Tiere gepaart mit beeindruckender Optik. "Monster House" geht einen etwas anderen Weg. Erzählt wird das Abenteuer der drei Kinder aus der Sicht derselben. Wer schonmal ein Buch der "Fünf Freunde" oder "Drei ???" gelesen hat, weiß, worum es hier geht. Es gibt in diesem Film keinen Erwachsenen, der nicht böse, gehässig oder unfähig ist oder sonst in irgendeiner Form eine negative Eigenschaft besitzt. Die Eltern sind weg, und wieder einmal liegt es an den Kids, sich in schauerliche Gefahren zu begeben, um das Rätsel zu lösen. Kleine Abenteurer im Kinosaal wird diese Erzählweise sicherlich begeistern, sie werden sich wünschen, auch endlich mal mit ihren Freunden etwas derartiges zu erleben.

Doch darin liegt auch das Problem. Nicht immer ist ein animierter Film auch geeignet für Kinder aller Altersgruppen, wie auch bei diversen japanischen Vertretern dieses Genres zu sehen ist. Eltern sollten also nicht den Fehler machen, ihre jungen Sprösslinge in eine Vorstellung von "Monster House" zu schleppen. Eine Überreizung der Sinne sowie eine hyperaktive Phantasie der Kleinen wird die Folge sein, da manche Szenen doch stark ins Düstere und Unheimliche abdriften und nur für diejenigen gefahrlos zu genießen sind, die die 10 Jahre schon deutlich überschritten haben. Für alle darunter sind schlechte Träume vorprogrammiert. Dazu kommt, dass der Humor in diesem Film klar für ältere Semester ausgelegt ist. Harmloser Slapstick kommt nur selten vor, ironische und makabere Kommentare sind eher die Regel. Gut für die begleitenden Eltern, eher schlecht für die jungen Zuschauer, die wohl nicht kapieren werden, warum Mama und Papa öfter mal lachen...

Die Handlung selber könnte etwas einfallsreicher sein, sämtliche Klischees, von der ignoranten Babysitterin bis hin zum dicken besten Freund, sind vorhanden und werden wohl keinen Innovationspreis mehr gewinnen. Doch die Auflösung der Geschichte ist mal was neues für eine Story dieses Genres, erneut hat die makabere Ader der Autoren zugeschlagen. Der Endkampf an sich ist für uns Erwachsene etwas zu sehr in die Länge gezogen, die Kinder unter uns werden wohl kurz vorm Herzinfarkt stehen ob der gebotenen Action. An der Technik jedoch gibt es nicht viel zu meckern. Die Figuren sind mit eher wenigen Details ausgestattet, doch das war schon seinerzeit bei "Ice Age" eher ein Gewinn als ein Manko. Die Umgebung macht vieles wieder wett, besonders das böse Haus an sich ist schön anzuschauen und bietet mit seinen vielfältigen Fallen und Verwandlungen immer was fürs Auge.

Fazit:
"Monster House" ist ein nett anzusehendes Abenteuer und wohl der erste Kontakt eines Kindes mit dem Genre Horrorfilm. Eltern und Sprösslinge gleichermaßen werden großteils ganz gut unterhalten, die Altersbegrenzung von 10 Jahren gibt es aber aus gutem Grund und sollte eingehalten werden.

Monster House - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension

Monster House

Bild unseres Mitarbeiters Thomas Embacher
Netter weiterer Animationsstreifen in diesem Jahr, kommt aber nicht an die Besten heran


Autor der Besprechung:
Thomas Embacher

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006
Regie:
Gil Kenan
Drehbuch:
Dan Harmon, Rob Schrab
Darsteller:
Maximilian Artajo, Johannes Walenta, Viktoria Frenz, Freimut Götsch

Verleiher:
Sony Pictures International
Kinostart Deutschland :
24.08.2006