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Kino-Besprechung - Happy Feet
Story:
Bei den in der Antarktis beheimateten Kaiserpinguinen ist es üblich, dass jeder
Pinguin ein ganz eigenes, unverwechselbares "Herzenslied" singt, mit dem er auch
auf Partnersuche geht. Doch als der kleine Mumble (Elijah Wood) geboren wird,
sind die älteren Tiere schockiert: Der Jungpinguin kann überhaupt nicht singen
und ist dafür andauernd mit Stepptanzen beschäftigt, was sich für einen
anständigen Kaiserpinguin natürlich überhaupt nicht gehört. Seine ganze Jugend
lang hat Mumble es dadurch sehr schwer und kommt auch seiner Flamme Gloria
(Brittany Murphy) nicht so nahe, wie er gerne würde. Doch eines Tages lernt er
die Adelie-Pinguine und ihren Guru Lovelace (Robin Williams) kennen, die keinen
großen Wert auf Gesang legen und den Tänzer so akzeptieren und schätzen wie er
ist. Zusammen mit seinen neuen Freunden bricht er auf eine abenteuerliche Reise
auf, um herauszufinden, warum in den Fischgründen der Pinguine in letzter Zeit
immer weniger Fische zu finden sind.
Meinung zum Film:
Gab es nicht eigentlich schon genug computeranimierte Komödien über sprechende
Tiere dieses Jahr? Braucht die Welt wirklich nach "Ice Age 2", "Tierisch Wild",
"Ab durch die Hecke", "Lukas der Ameisenschreck", "Der tierisch verrückte
Bauernhof" und "Jagdfieber" einen weiteren Animationsfilm über lustige Tiere,
zumal man sich schon in den zuvor aufgezählten Filmen so fühlte, als hätte man
das alles schon einmal so ähnlich gesehen? Und müssen es wirklich Pinguine sein,
die immerhin schon in "Madagascar" und "Tierisch Wild" eine wesentliche Rolle
spielten? Die Antwort ist: "Eigentlich schon." Denn "Happy Feet" macht einfach
Spaß. Durch seine Musical-Einlagen, die ungewöhnlich realistisch gehaltenen
Animationen und die Abwesenheit von Rülps- und Furz-Witzen setzt sich dieser
Film angenehm von der Masse ab und bietet – ungelogen – gute Unterhaltung für
die ganze Familie.
Die Geschichte über den Tanz-Pinguin Mumble wird von
Regisseur George Miller ("Mad Max", "Ein Schweinchen namens Babe") und seinem
Team mit viel Herzenswärme erzählt und enthält neben einer menschlichen auch
noch eine kindgerecht verpackte ökologische Botschaft, die sich jedoch nicht zu
sehr in den Vordergrund drängt. Das Ganze wird in sehr schönen Bildern
präsentiert, besonders die Landschaftsaufnahmen der Antarktis sind sehr
realitätsnah und wirklich wunderschön. Auch die Animationen sind gelungen,
obwohl man mit richtiger Animation und stilisierteren Charakteren sicherlich
noch interessantere Bilder und Bewegungen als mit dem
Motion-Capturing-Verfahren, bei dem die Bewegungen echter Schauspieler benutzt
werden, hingekriegt hätte. Gerade bei den Stepptanz-Einlagen wird deutlich, dass
ein realistischer, kurzbeiniger Pinguinkörper in Verbindung mit menschlichen
Tanzschritten nicht gerade besonders viel Eleganz verbreitet.
Die
deutschen Synchronsprecher wie Rick Cavanian ("(T)Raumschiff Surprise: Periode
I") und Ben Becker ("Comedian Harmonists") machen ihren Job relativ gut; wer die
Möglichkeit hat, die Originalversion zu sehen, wird aber sicherlich feststellen,
dass Elijah Wood ("Der Herr der Ringe"), Brittany Murphy ("8 Mile"), Hugh
Jackman ("X-Men"), Nicole Kidman ("Moulin Rouge") und Robin Williams ("Hook")
noch wesentlich schöner anzuhören sind. In der deutschen Fassung werden
allerdings immerhin die meisten Pop-Songs, die im Verlauf des Filmes von den
Pinguinen dargeboten werden, im Original belassen, wodurch man zumindest an
manchen Stellen den Films dazu kommt, einige dieser Stimmen zu hören.
Fazit:
"Happy Feet" ist ein herzerwärmender Animationsfilm für die ganze Familie,
sowohl Kindern als auch Erwachsenen wird hier eine schöne Story, tolle Musik und
gute Witze geboten. Wer Pinguine oder einfach gute Animationsfilme mag, wird
hier seinen Spaß haben.
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Happy Feet
Braucht die Welt einen Film über singende und tanzende Pinguine? – Unbedingt.
Autor der Besprechung:
Adrian vom Baur
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006 Regie: George Miller Drehbuch: George Miller, John Collee, Judy Morris, Warren Coleman Darsteller: Elijah Wood, Robin Williams, Brittany Murphy, Hugh Jackman, Nicole Kidman, Hugo Weaving
Verleiher:
Warner Bros.
Kinostart : 30.11.2006
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