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-Besprechung - Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter

Story:
Alagësia, einst ein Land, in dem edle Drachenreiter für Frieden und Gerechtigkeit sorgten, wird nach einem Krieg unter ihresgleichen von Galbatorix (John Malkovich), dem letzten Überlebenden ihrer Schar, mit eiserner Faust regiert. Doch es keimt Hoffnung auf in dieser dunklen Zeit als es Rebellen gelingt, das letzte Drachenei aus dem Besitz des bösen Tyrannen zu entwenden. Es gelangt in die Hände von Eragon (Edward Speelers), einem einfachen Bauernsohn, der dazu bestimmt ist, als neuer Drachenreiter mit dem bald schlüpfenden Drachen Alagësia vom Joch Galbatorix’ zu befreien. Doch dazu muss er nicht nur diese Bestimmung finden, sondern auch lernen, eines Drachenreiters würdig zu sein...

Meinung zum Film:
Vom ersten Teil der „Inheritance“-Trilogie des jungen Autors Christopher Paolini wurden allein in Nordamerika 2,5 Millionen Exemplare verkauft – es verwundert nicht, dass hiermit eine filmische Umsetzung des erfolgreichen Stoffes produziert wurde. „Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter“ ist klassische Fantasy im Stile von Tolkiens „Der Herr der Ringe“, in der das Gute gegen das Böse in einer Welt kämpft, die von Elfen und Zwergen bewohnt wird, von schwarzen Magiern und dunklen Wesen. Der junge Eragon muss unter den Fittichen des untergetauchten ehemaligen Drachenreiters Brom (Jeremy Irons) erst lernen, wie er die Verbindung mit seiner Drachendame Saphira nutzen kann. Nur so kann er die schöne Arya aus dem Verließ des üblen Schatten Durza befreien und seinen Weg zu den Warden finden, den letzten Rebellen dieser Welt.

Obwohl die Geschichte recht einfach gestrickt ist und man keine großen Wendungen erwarten darf, weiß sie auf ganzer Linie zu überzeugen und lässt keine Minute Langeweile aufkommen. Gespickt mit wunderbaren Landschaftsaufnahmen der Drehorte in der Slowakei und Ungarn wechseln sich humorvolle Szenen während Eragons „Ausbildung“ mit effektreichen Actionszenen – zumeist hoch in der Luft auf dem Rücken von Saphira – und ruhigen Charaktermomenten ab. Trotzdem wirkt die Handlung an einigen Stellen zu gehetzt, eine gute halbe Stunde mehr hätte aus dem 105-minütigen Film noch einiges an Tiefe herausholen können.

Obwohl die Schauspieler stellenweise etwas in den Hintergrund des Geschehens rücken, spielt vor allen Jeremy Irons („Kingdom of Heaven“) seine Rolle sehr überzeugend. Newcomer Edward Speelers kann zwar durchaus noch etwas zulegen, bringt aber die Entwicklung vom Bauernsohn zur letzten Hoffnung der Warden gut auf die Leinwand. In Nebenrollen glänzen Siena Guillory („Helen of Troy“), John Malkovich („Per Anhalter durch die Galaxis“) und Robert Carlyle („The Beach“). Der große Star des Films ist allerdings Saphira, Eragons Drachendame. Hier haben die Effekt-Firmen ILM („Star Wars“-Saga) und WETA Digital („The Lord of the Rings“) ein Meisterwerk an Computer-Animation vollbracht. So brilliert Saphira sowohl in den zahlreichen „Gesprächen“ mit ihrem Herrn durch Mimik und Gestik als auch in den Kampfszenen in der Luft, bei denen dem Zuschauern die Spucke wegbleibt. Einzig die Wahl von Popstar Nena als Saphiras Stimme (im Original übernahm Rachel Weisz diesen Job) scheint weniger glücklich getroffen, hier wäre eine etwas prägnantere Stimme von Vorteil gewesen.

Fazit:
Fantasy-Fans kommen an „Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter“ nicht vorbei, vor allem, wenn sie ein Faible für die berühmtesten geflügelten Fabelwesen haben. Wenn auch durch die relative Kürze des Films Atmosphäre und Tiefgang des „Der Herr der Ringe“ unerreicht bleiben, so begeistert vor allem Drachendame Saphira in einem Epos, das hoffentlich bald seine verdiente Fortsetzung findet.

Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension

Eragon

Bild unseres Mitarbeiters Thomas Beckmann
Überzeugender Auftakt eines Fantasy-Epos um einen Drachen und ihren Reiter


Autor der Besprechung:
Thomas Beckmann

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006
Regie:
Stefen Fangmeier
Drehbuch:
Peter Buchman
Darsteller:
Edward Speelers, Jeremy Irons, John Malkovich, Siena Guillory

Verleiher:
20th Century Fox
Kinostart Deutschland :
14.12.2006