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Kino-Besprechung - Texas Chainsaw Massacre - The Beginning
Story:
Auf dem Weg zu ihrer Einberufung in den Vietnamkrieg fahren zwei Brüder mit ihren jeweiligen Freundinnen über texanische Landstraßen in Richtung der Kasernen. Als sie in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt werden, geraten sie durch einen fragwürdigen Sheriff in die Hände einer blutrünstigen Familie von Kannibalen, deren zurückgebliebener Adoptivsohn ein Faible für Kettensägen hat.
Meinung zum Film:
Als im Jahr 2003 ein Remake von Tobe Hoopers 70er-Jahre-Terrorfilm-Klassiker "Blutgericht in Texas" herauskommen sollte, waren Horrorfilm-Fans wie üblich besorgt. Doch dies hielt nicht lang an, die neue Version war weniger schlecht als erwartet und konnte stellenweise mit gelungener Stimmung und aufwändiger Ausstattung überzeugen, obgleich sie das Original freilich nicht übertreffen konnte. Dank des großen finanziellen Erfolges des Films war bald klar, dass die Studios versuchen würde, noch weiteres Geld mit den von tatsächlichen Ereignissen inspirierten Geschichten um den Kettensägenmörder Leatherface zu machen. Und weil Prequels in Hollywood gerade im Trend sind, hat man sich entschlossen, in dem neuen Film zu zeigen, wie Leatherface und seine Familie überhaupt zu dem wurden, was man im ersten Film gesehen hatte.
Nun kann man natürlich fragen, ob das Zeigen der Vorgeschichte die Figuren nicht des Mysteriums beraubt, das einen großen Teil ihrer Stärke ausmacht. Ist Leatherface noch gruselig, wenn man weiß, wie seine Kindheit und Jugend ihn zu dem gemacht haben, was er später ist? Doch im Grunde erzählt dieser Film gar nicht so besonders viel davon: nur vor und während dem Vorspann wird in wenigen Bildern skizzenhaft einiges über die Geburt und Jugend des verunstalteten Massenmörders erzählt, der Rest des Films folgt weitestgehend dem bekannten Strickmuster "sexy Teenager geraten in die Klauen von mordlustigen Hinterwald-Kannibalen", an das sich auch schon das Original und dessen Remake gehalten haben.
Dies geschieht allerdings auf relativ unterhaltsame Weise, wie jeder Skeptiker zugeben muss. Die Figuren und Dialoge bleiben zwar dem Genre entsprechend eher flach, funktionieren aber im Zusammenhang recht gut, und die körnige 70er-Jahre-Optik wird vor allem den vielen Fans des Originals gefallen, denen das Remake zu sehr auf Hochglanz poliert war. Die Bilder sind in Gelb- und Brauntönen gehalten und die Ausstattung wirkt angemessen dreckig und kaputt. Insgesamt kommt auf diese Weise eine schöne Atmosphäre auf, man fühlt sich stellenweise tatsächlich in die frühen 70er zurückversetzt. Wirklich nötig wäre es sicher nicht gewesen, diese Geschichte zu erzählen, aber es wird der Beliebtheit von Leatherface auch nicht schaden. Dank seiner gelungenen Optik und zumindest einer Handvoll neuer Ideen wird der Film vielleicht sogar denjenigen gefallen, die das Original, nicht aber das Remake von "The Texas Chainsaw Massacre" mochten. Ein kleiner Wehrmutstropfen ist allerdings, dass der Film in Deutschland nur stark gekürzt zu sehen ist. Auf DVD kann man wohl fest mit einer "Unrated"-Fassung rechnen, im Kino muss man auf einige Szenen verzichten. Wer jedoch ohnehin kein Fan von "Gore" und Blutorgien ist, wird wahrscheinlich nichts vermissen.
Fazit:
Für ein Prequel zu einem Horror-Remake ist "Texas Chainsaw Massacre: The Beginning" recht gut gelungen. Auch wenn der Plot sich nur unwesentlich vom Original unterscheidet, bietet die Ursprungsgeschichte des berüchtigten Kettensägenmörders Leatherface und seiner kannibalischen Verwandtschaft astreine 70er-Optik und eine überzeugende Grusel-Atmosphäre.
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The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning
In guter Optik wird die Ursprungsgeschichte des Kettensägenmörders Leatherface in einen altbekannten Plot verpackt
Autor der Besprechung:
Adrian vom Baur
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006 Regie: Jonathan Liebesman Drehbuch: David J. Schow, Sheldon Turner Darsteller: Jordana Brewster, Andrew Bryniarski, R. Lee Ermey, Heather Kafka, Scott Long, Taylor Handley
Verleiher:
Warner Bros.
Kinostart : 18.01.2007
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