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Kino-Besprechung - TMNT: Teenage Mutant Ninja Turtles

Story:
Nach dem Sieg über ihren Erzfeind Shredder ist die Familie der Ninja-Turtles scheinbar auseinandergebrochen. Während Leonardo im Dschungel Mexikos trainiert, gehen Donatello und Michelangelo nahezu "richtigen Jobs" nach. Hitzkopf Raphael bekämpft insgeheim des Nachts als gepanzerter "Nightwatcher" das Verbrechen. Doch eine neue Bedrohung durch vier zum Leben erwachte Statuen und einen neu erstarkten Foot-Clan zwingen die mutierten Brüder, wieder zusammenzufinden und gemeinsam mit ihrem Mentor Splinter und ihren Freunden April O'Neil und Casey Jones das Schlimmste zu verhindern...

Meinung zum Film:
Lange war es still um die vier sprücheklopfenden Ninja-Schildkröten, zumindest auf der großen Leinwand. Der letzte Film - TMNT III - lief 1993 in den Lichtspielhäusern, während diverse Zeichentrick- und Live-Action-Serien nahezu pausenlos in über 90 Ländern ausgestrahlt werden. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern nutzt der neue Film die längst salonfähig gewordene CGI-Technik. Doch das neue Werk unterscheidet sich nicht nur in der Optik, auch die erzählte Geschichte konzentriert sich weniger auf eine Haudrauf-Handlung mit hunderten Slapstick-Einlagen sondern auf das Wieder-Zusammenfinduen der Brüder und eine epische Bedrohung in Form eines 3000 Jahre alten Fluches. Ganz ohne wilde Action-Einlagen und markante Sprüche geht es natürlich trotzdem nicht.

Alt-Fans werden bei der Story allerdings verwundert sein: Ninja Turtles ohne Shredder? Wie schon die aktuelle Zeichentrickserie (ab 2003) hält sich der Film näher an der ursprünglichen Comic-Vorlage von Eastman und Laird, in der der Shredder nur EIN Gegner der Turtles war und nicht ihre ewige Nemesis. Der Foot-Clan existiert zwar unter der Führung der Ninja-Kriegerin Karai weiterhin, doch auch dieser ist nur ein Machtmittel des wahren Gegners. Leider gerät die Geschichte um gejagte Monster, lebende Statuen, uralte Flüche und Portale in andere Dimensionen ingesamt etwas zu abgedreht und unübersichtlich, als Rahmen für die Wiedervereinigung entzweiter Brüder ist sie aber durchaus verschmerzbar. Zumal im letzten Drittel des Films das Tempo auch rasant zunimmt und es ordentlich kracht. Schade, daß dabei wichtige Nebenfiguren wie Splinter, April und Casey ein Stück zu kurz kommen.

Mit den Mitteln der CGI bieten sich auch neue Möglichkeiten im "Schauspiel" der Hauptakteure. Die Schildkröten wurden einer Frischzellenkur unterzogen und wirken zwar etwas kantig, aber "jünger" und dynamischer. Offenbar hat man bewusst die Charaktere eher abstrakt gehalten, um auch ein jüngeres Publikum anzusprechen - so wirken diverse Kampfszenen weniger real und erschreckend (im Gegensatz zu den auftretenden Monstern, die zwar nur kurz auftreten, aber durchaus gruselig sind). Die Bewegungen und Kamerfahrten sind allerdings top, ebenso die Umgebung.

In Zeiten, in denen immer mehr Animationsfilme hierzulande mit "unprofessionellen" Sprechern der aktuellen Medien-Prominenz besetzt werden, sticht TMNT sehr positiv hervor: Nahezu jede Rolle ist mit bekannten und fähigen Synchronsprechern besetzt und man hat sich sogar die Mühe gemacht, Nana Spier und Bernhard Völger zu engagieren, um die "richtigen" Stimmen für April O'Neil - im Original gesprochen von Sarah Michelle Gellar ("Buffy") - und Max Winters - im Original von Patrick Stewart ("Star Trek: Das nächste Jahrhundert") - zu besetzen.

Fazit:
TMNT ist ein solider Animationsfilm mit Konzentration auf der Wiederverinigung seiner Stars, den Ninja Turtles. Für alte und neue Fans der grünen Kämpfer ein Muß - Cowabunga!

TMNT: Teenage Mutant Ninja Turtles - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension

TMNT

Bild unseres Mitarbeiters Thomas Beckmann
Ein neues Abenteuer um die vier coolsten Ninja-Schildkröten der Welt


Autor der Besprechung:
Thomas Beckmann

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2007
Regie:
Kevin Munroe
Drehbuch:
Kevin Munroe, Kevin Eastman, Peter Laird
Darsteller:
Bernhard Völger, Nana Spier, Simon Jäger, Michael Iwannek

Verleiher:
Tobis
Kinostart Deutschland :
12.04.2007