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Kino-Besprechung - Mr. Bean macht Ferien

Story:
Mr. Bean (Rowan Atkinson) jubelt. Bei der Lotterie seiner Kirchengemeinde hat er das große Los gezogen: eine Woche Urlaub, und dazu eine brandneue Videokamera. Mit der will der schweigsame Brite das Gewusel und den Star-Auftrieb in Cannes für die Nachwelt festhalten, denn sein Urlaub soll an der Côte d’Azur stattfinden, direkt auf dem Höhepunkt des berühmten Film Festivals. Bestens gelaunt macht sich Bean auf den Weg ins Land von Baguette und Baskenmützen. An die Sprachbarriere verschwendet er keine Gedanken – immerhin beherrscht er beinahe perfekt französisch. Naja, besser gesagt drei Worte: Oui, Non und Gracias. Dummerweise lässt der erste Stolperstein seiner Route nicht lange auf sich warten. Ab dem Gare de Lyons muss er sich um den kleinen Stepan (Max Baldry) kümmern, der dort durch eine Kette unglücklicher Ereignisse (an denen Bean nicht ganz unschuldig ist) von seinem Vater getrennt wurde. Dass Stepan lediglich russisch spricht, macht die Sache für Bean nicht gerade einfacher...

Meinung zum Film:
Rund 10 Jahre nach seinem letzten Leinwandauftritt ist er wieder da: Mr. Bean alias Rowan Atkinson. Nachdem der erste Film ("Bean - Der ultimative Katastrophenfilm") eher eine typisch amerikanische Komödie war, in der Mr. Bean selbst eher eine Nebenrolle spielte, während die Handlung von den anderen Charakteren vorangetrieben wurde, haben wir es nun mit einer Komödie im europäischen Stil zu tun. Zudem ist Bean zu seinen alten Tugenden zurückgekehrt und spricht nur im äußersten Notfall. Das ist allerdings auch schon alles, was es Positives über den Film zu sagen gibt.

Wieder einmal merkt man, dass Mr. Bean einfach nur bei kurzen Episoden funktioniert. Im Prinzip handelt es sich auch bei dem ganzen Film um so eine Episode, die man versucht hat auf 90 Minuten auszurollen. Dass dabei die Story (die man in zwei Sätzen zusammenfassen kann) auf der Strecke bleibt, war leider abzusehen. Auch die wirklich komischen Stellen des Films lassen sich an einer Hand abzählen, wenngleich es einige nette Gags gibt und man - im Gegensatz zum ersten Film - nicht alles schon mal in der Serie gesehen hat. Wirklich bissigen, bösen britischen Humor darf man aber nicht erwarten. Dafür ist "Mr. Bean macht Ferien" zu sehr auf Familienkomödie für alle Altersklassen getrimmt.

Und trotzdem - irgendwie macht der Film Spaß. Und wenngleich er sicherlich kein Meisterwerk ist, bereut man es doch nicht, ihn sich im Kino angesehen zu haben. Dafür sorgt sicherlich auch der großartige Willem Dafoe, der den selbstverliebten Regisseur Carson Clay herrlich narzisstisch darstellt. Und natürlich Rowan Atkinson, der den trotteligen Briten gekonnt wie immer darzustellen weiß.

Fazit:
"Mr. Bean macht Ferien" ist weder ein Meilenstein der Filmgeschichte noch eine Referenzkomödie. Aber er schafft es trotzdem, Spaß zu machen. Für Bean-Fans sowieso ein Muss - und wenn man nicht den bissigen Humor der Serie erwartet, dürfte man auch nicht allzu enttäuscht sein.

Mr. Bean macht Ferien - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension

Mr. Bean's Holiday

Bild unseres Mitarbeiters Jano Rohleder
Kein Meisterwerk, macht aber trotzdem Spaß


Autor der Besprechung:
Jano Rohleder

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Großbritannien, 2007
Regie:
Steve Bendelack
Drehbuch:
Hamish McColl, Robin Driscoll, Simon McBurney
Darsteller:
Rowan Atkinson, Willem Dafoe, Emma de Caunes, Max Baldry

Verleiher:
Universal Pictures Germany
Kinostart Deutschland :
29.03.2007