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Kino-Besprechung - Sterben für Anfänger
Story:
Nachdem Daniels
(Matthew Macfayden) Vater gestorben ist, muss er dessen Beerdigung organisieren
und stößt dabei auf allerhand Probleme: Die Leiche, die das Bestattungsunternehmen
anliefert, ist gar nicht sein Vater, sein Bruder Robert (Rupert Graves), der
ein erfolgreicher Schriftsteller und ein ziemlicher Angeber ist, sträubt sich, die
Hälfte der Bestattungskosten zu übernehmen, einer der Gäste (Alan Tudyk) steht
offensichtlich unter dem Einfluss halluzinogener Drogen und zu allem Überfluss
taucht auch noch ein kleinwüchsiger Unbekannter (Peter Dinklage) auf, der die
Brüder mit pikanten Geheimnissen aus dem Leben des Verstorbenen erpressen
möchte.
Meinung zum Film:
Können Beerdigungen wirklich lustig sein? Kann es gut gehen,
den Schauplatz einer Komödie dorthin zu verlegen? Schon die erfolgreiche
US-Serie „Six Feet Under“ hat bewiesen, dass Bestattungen für die eine oder
andere humoristische Einlage gut sind und hat diese Frage somit weitestgehend
geklärt. Diese Komödie legt in der Hinsicht aber noch einen Zahn zu und füllt
die Trauersituation mit einer ungleich größeren Portion wirklich abgefahrener
und komischer Situationen. Schwarzer Humor beherrscht Frank Oz‘ („In & Out“)
unterhaltsamen Film, der zwar selten mit Subtilität glänzt und an einigen
Stellen an der Grenze zur Geschmacklosigkeit entlangschlittert, die meiste Zeit
jedoch ein höchst temporeiches Vergnügen ist.
Trotz oder vielleicht sogar wegendes traditionell eher unlustigen Settings bietet „Sterben für Anfänger“ sehr viel witzigere Situationen und gelungenere Witze als die allermeisten Komödien amerikanischer Machart, die in den letzten Jahren die Leinwände unserer Kinos bevölkert haben. Wer sich von den überzogenen Situationen und dem gelegentlich eingestreuten Fäkalhumor nicht abschrecken lässt oder diese Aspekte gar besonders schätzt, wird hier blendend unterhalten werden.
Das Ensemble größtenteils unbekannter, aber sehr talentierter
Schauspieler spielt die Charaktere bestens, besonders Alan Tudyk („Serenity“)
sorgt als unter Drogeneinfluss halluzinierender Langweiler für haufenweise
Lacher. Die meisten der Charaktere sind eher humorlose Figuren, die auf die
Situationen mit trockener Zurückhaltung zu reagieren versuchen, was angesichts
der abstrusen Ereignisse aber umso mehr Komik erzeugt.
Fazit:
Zwar wird
das Genre hier nicht revolutioniert, aber für alle Freunde schwarzer Komödien
der typisch englischen Art bietet „Sterben für Anfänger“ eine Menge guter Lacher.
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Sterben für Anfänger
Death at a Funeral
Auch Beerdigungen können wirklich lustig sein!
Autor der Besprechung:
Adrian vom Baur
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
GB, 2007 Regie: Frank Oz Drehbuch: Dean Craig Darsteller: Jane Asher, Ewen Bremmer, Peter Dinklage, Daisy Donovan, Peter Egan, Rupert Graves, Keeley Hawes, Matthew Macfayden, Kris Marshall, Andy Nyman, Alan Tudyk, Peter Vaughan
Verleiher:
Concorde Film
Kinostart : 19.07.2007
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