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DVD-Besprechung - Anacondas: Die Jagd nach der Blut-Orchidee
Story:
Eine Gruppe junger Wissenschaftler hat einen Weg gefunden, den Alterungsprozess um einiges zu verlangsamen. Der einzige Haken an der Sache ist, dass sie hierzu eine exotische Blume mit dem Namen "Blut-Orchidee" benötigen, die nur ganz selten gefunden werden kann und zusätzlich auch nur alle 7 Jahren blüht. Durch einen Zufall wurde ein Exemplar dieses seltenen Stückes im Dschungel Borneos entdeckt. Das Team macht sich auf die abenteuerliche Reise und es bleiben ihnen noch genau 2 Wochen, an ihr Ziel zu gelangen, da danach die Blütezeit vorüber ist. Erschwert wird ihre Mission nicht nur durch die andauernde Regenperiode, die schließlich zu einer Bruchlandung ihres Bootes führt, sondern zusätzlich auch noch durch ein übernatürlich großes Exemplar einer Anaconda. Und wie heißt es doch so schön - ein Unglück kommt selten allein...
Meinung zum Film:
1997 machten sich Jennifer Lopez und Ice Cube unter der Leitung von Jon Voigt auf eine abenteuerliche Flussreise durch den Dschungel, wobei sie durch ein prachtvolles Exemplar einer Anaconda gestört wurden. Im Jahre 2004 dachte sich Horror-Veteran Dwight H. Little, der u.a. an Halloween 4 und 5 beteiligt war, dass es an der Zeit ist, eine weitere Gruppe Menschen in die bedrohlich wirkende grüne Hölle zu schicken und einen weiteren Kampf "Mensch gegen Natur und ihrer Laune" auszutragen. Da ein gut gewachsenes Exemplar einer Anaconda nur wenig Steigerung gegenüber dem Original bot, wichen die Filmemacher gleich auf mutierte Schlangen aus, die wahrlich ehrfurchtseinflößend aussehen.
Der Regisseur und seine 4 (!) Drehbuchautoren, deren Skript auf einer Story von weiteren 3 (!) Autoren basiert, versuchen, die Mutation zu erklären. Diese klingt dann zwar ein wenig wild an den Haaren herbeigezogen wie die Blut-Orchidee und ihre Eigenschaften natürlich auch, aber immerhin ist man versucht, dem Ganzen einen Realitäts-Touch zu geben, obwohl dieser dann doch ein wenig sehr fantastisch klingt. Bei den Charakteren wurde auch sehr tief in die Klischeekiste gegriffen und rausgeholt, was man finden konnte. So findet man in "Anacondas" den Prototypen des unerschütterlichen Helden, die holde Schönheit in Gefahr, den Clown, der nie um einen Spruch verlegen ist, die anfangs harte Frau, die unter den Ereignissen immer mehr an Souveränität einbüßt, den skrupellosen Geldgeier, der für möglichen Reichtum über Leichen geht und natürlich Kanonenfutter, das lediglich als Opfer für die Schlangen eingebaut wurde.
Doch so fantastisch und klischeehaft die Geschichte auch klingen mag, so gut ging Dwight H. Little bei der Inszenierung seines Dschungel-Horrors vor. Bei ihm wirkt der Dschungel wirklich wie eine Gefahr und selbst die überdimensionalen Anacondas, die an Lindwürmern aus alten Sagen erinnern, wirken nicht so platt, dass man bei ihrem Auftreten die Mundwinkel zum Schmunzeln nach oben verzieht, sondern erschrocken zusammenzuckt und die Gefahr als solche anerkennt. Schauspielerisch werden die Darsteller wenig gefordert, aber dennoch kann Johnny Messner ("Tränen der Sonne") dem Film seinen Stempel aufdrücken, da er als durchtrainierter Held nicht nur Frauenherzen zum Schmelzen bringt, sondern obendrein auch glaubwürdig für männliche Zuschauer herüberkommt. Ihm ist durchaus zuzutrauen, weitere Heroen zu verkörpern. Des Weiteren sieht man KaDee Strickland ("Der Fluch - The Grudge") als Leading Lady, Morris Chestnut ("Einheit 49") als gute Seele des Teams und Eugene Byrd ("8 Mile") als Komiker vom Dienst, die ebenfalls ihre Jobs ordentlich erledigen. Ein kleines Highlight ist auch der kleine Oskar, der Affe des Helden, der immer wieder für kleine Scherze sorgt.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist rundum gelungen. Kräftige, natürliche Farben, eine hohe Detailfülle, eine gesunde Schärfe und ein gut abgestimmter Kontrastwert lassen keine Wünsche offen. Gleiches gilt für den gut abgestimmten Deutschen Dolby-Digital 5.1-Sound, der durch seine Räumlichkeit den Dschungel und die Tiere ins Wohnzimmer bringt.
Das Bonusmaterial fällt etwas mager aus. Neben einem informativen kleinen Making Of, in dem hauptsächlich der Regisseur von den Dreharbeiten berichtet, ein paar entfallenen Szenen sowie dem Trailer zum Film ist in dieser Kategorie nichts zu finden.
Fazit:
Inhaltlich fällt "Anacondas" eher in die Kategorie "Naja". Doch spannungstechnisch weiß die Dschungel-Jagd abenteuerlich zu unterhalten. Regisseur Dwight H. Little vermittelt die Gefahren des Dschungels zwar recht plump und klischeehaft, aber ebenso dramatisch und fesselnd. Die digitale Umsetzung ist erstklassig, lediglich das Bonusmaterial hätte etwas reichhaltiger ausfallen können.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,40:1
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92:46 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 | Polnisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch, Polnisch, Türkisch |
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Bonusmaterial:
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- Making Of: Anacondas
- Entfallene Szenen
- Trailer
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Anacondas: The Hunt for the Blood Orchid
Voller Klischees und Plattheiten, aber dennoch spannend unterhaltend
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2004 Regie: Dwight H. Little Drehbuch: John Claflin, Daniel Zelman, Michael Miner, Edward Neumeier Darsteller: Johnny Messner, KaDee Strickland, Matthew Marsden, Nicholas Gonzalez, Eugene Byrd, Karl Yune, Salli Richardson, Morris Chestnut
Label :
Sony Pictures Home Entertainment
Verkaufsstart : 05.04.2007
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