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DVD-Besprechung - 12 Days of Terror

Story:
Im Juli 1919 stirbt ein Mann am Strand von New Jersey, nachdem dieser im Wasser von irgendetwas angefallen wurde. Für den Rettungsschwimmer Alex (Colin Egglesfield) stellt auf Grund der Größe der Wunde fest, dass es sich bei dem Angreifer um einen Hai gehandelt haben muss. Doch die Verantwortlichen wollen davon nichts wissen und lassen den Strand ohne Treffen von Vorsichtsmaßnahmen geöffnet. Eine Entscheidung, die weiteren Menschen das Leben kostet.

Meinung zum Film:
"12 Days of Terror"-Regisseur Jack Sholder ist bei weitem kein Unbekannter in der Horror-Welt. Mit Beiträgen wie dem Spinnen-Thriller "Arachnid", dem Angriff außerirdischer Lebensformen in "The Hidden - Das unsagbare Böse" oder dem zweiten Teil der "Nightmare on Elm Street"-Reihe um den Albtraum-Killer Freddy Kruger, konnte er die Aufmerksamkeit einiger Fans des Genres auf sich ziehen. Der ganz große Wurf blieb ihm allerdings verwehrt und so wundert es nicht, dass es sich bei seinem Hai-Thriller um eine TV-Produktion handelt.

Das Drehbuch zum Film basiert auf dem Roman "Twelve Days of Terror: A Definitive Investigation of the 1916 New Jersey Shark Attacks" von Richard G. Fernicola. Dieser Roman inspirierte auch Autor Peter Benchley zu seinem großen Erfolgsroman, den Regisseur Steven Spielberg unter dem Titel "Jaws - Der weiße Hai" in die Kinos brachte. So ist es denn auch nicht weiter verwunderlich, dass es einige Parallelen zwischen den beiden Filmen gibt. In beiden stehen finanzielle und politische Interessen der Sicherheit der Badegäste gegenüber. In beiden Fällen kämpft ein Mensch gegen die Widrigkeiten an, um den Strand zu schließen und in beiden gibt es einen alten, kauzigen Seebären, der am Ende auf die große Jagd geht. Der große Unterschied zwischen beiden Filmen ist, dass "12 Days of Terror" im New Jersey von 1919 angesiedelt ist, wodurch sich Kulissen, Kleidung und Umstände doch merklich vom "Weißen Hai" unterscheiden. Somit gerät der Film zu einer Art historischen Variante des berühmten Blockbusters von Steven Spiellberg, die erst zum Ende hin auch inhaltlich zu variieren beginnt.

Das Tempo des Filmes ist recht schleppend und die große Spannung will sich die meiste Zeit über nicht einstellen. Der große Reiz des Filmes ist auch weniger die Bedrohung durch den Hai, als vielmehr die Umstände, wie in der Stadt mit der Situation umgegangen wird. Es sind nicht nur Politiker und Geschäftsleute, welche die Existenz des Killer-Hais leugnen, auch die Menschen vergessen schnell um die Gefahr, wenn sie bei glühender Hitze ins Wasser gehen. Erst in den letzen 30 Minuten kommt ein wenig Spannung auf, doch wer sich bis dahin nicht von den Lebensumständen zu Beginn des 20. Jahrhundert unterhalten ließ, wird an dieser Stelle wahrscheinlich schon längst abgeschaltet haben. "12 Days of Terror" ist eher was für Filmfreude, die an historischen Geschichten interessiert sind und weniger was für Freunde von angsteinflößendem Hai-Horror. Nur wer mit beiden Richtungen gute Unterhaltung verbindet, wird durchgehend unterhalten werden können. Der Großteil des Publikum wird diesem zahnlosen Killer-Fisch nur wenig Interesse entgegenbringen können.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild sieht ganz ordentlich aus für einen für das TV produzierten Film. Rauschen ist nur sehr wenig zu finden und lediglich die weichen Konturen können nicht ganz überzeugen. Der deutsche Ton ist sauber abgemischt, hat in Sachen Surround aber nichts anzubieten.

Als Extra gibt es lediglich Filmo- und Biografien zu Regisseur Jack Sholder und Darsteller John Rhys-Davis, sowie den Trailer zum Film.

Fazit:
"12 Days of Terror" ist die historische Variante des weißen Hais. Über weite Strecken fehlt es ihm allerdings an Spannung, und durch sein geruhsames Tempo wirkt er viel zu zäh, um wirklich überzeugen zu können. Nur bei Zeitgenossen mit einem gewissen Faible für historische Geschichten kann der Film für ordentliche, gute Unterhaltung sorgen.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,78:1
1,78:1
85:45 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • Filmo-/Biografien zu Jack Sholder und John Rhys-Davies
  • Trailer
12 Days of Terror - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
12 Days of Terror
12 Days of Terror

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Ein zahnloser Killer-Hai mit lahmen Tempo


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Südafrika, 2004
Regie:
Jack Sholder
Drehbuch:
Jeffrey Reiner, Tommy Lee Wallace (nach dem Roman
Darsteller:
Colin Egglesfield, Mark Dexter, Jenna Harrison, John Rhys-Davies, Jamie Bartlett, Colin Stinton, Adrian Galley

Label Deutschland :
e-m-s
Verkaufsstart Deutschland :
17.08.2006

Vertrieb Schweiz :
Impuls Home Entertainment
Verkaufsstart Schweiz :
17.08.2006