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Kino-Besprechung - Hot Fuzz

Story:
Nicholas Angel (Simon Pegg) ist der beste Polizist, den London zu bieten hat. Seine Erfolgsquote übertrifft die aller seiner Kollegen um sagenhafte 400%. Kein Wunder dass der Gute einigen ein gewaltiger Dorn im Auge ist. Somit gibt es nur eine Lösung: Beförderung und Versetzung. Angel wird in das verschlafene Städtchen Sandford transferiert, ein Nest wie es friedliebender und langweiliger nicht sein könnte. Anfangs gibt es dort für den frisch gebackenen Sergeant nichts zu tun als Schwäne einzufangen und Jugendliche wegen Alkoholkonsums zu verwarnen. Doch als innerhalb einer Woche vier Leute auf grausame Weise ums Leben kommen, ist für Angel klar: So viele Unfälle auf einmal können kein Zufall sein...

Meinung zum Film:
Wenn sich das Team, das für die gelungene Zombie-Parodie "Shaun of the Dead" zuständig war, an einem Actionfilm über die britische Polizei versucht ist klar, dass wohl kein Auge trocken bleiben wird. Obwohl sich wohl viele Kritiker die Frage gestellt haben dürften, ob man die eher langweiligen "Bobbys" - so der Name der englischen Cops - mit ihren Hüten und den Schlagstöcken überhaupt interessant machen kann, haben Regisseur Edgar Wright und Hauptdarsteller Simon Pegg wieder einmal selbst übertroffen und einen Kracher abgeliefert, der wohl zu den Highlights dieses Kinojahres zählen wird. Doch der Reihe nach:

Die Geschichte von der Versetzung in die Provinz ist nicht mehr wirklich neu, und doch schaffen es die Macher, eine Gagdichte unterzubringen, die ihresgleichen sucht. Natürlich, wer bei englischem Humor heftige allergische Reaktionen bekommt, der wird hier wohl bei den meisten Aktionen auf der Leinwand keinen Mundwinkel verziehen. Doch auch für dieses Klientel gibt es Grund zum Kaufen eines Tickets. Da wäre zum einen der hohe Anteil an makaberen Späßen und extremem politisch unkorrekten Aktionen. Da werden Omas geschlagen, harmlose britische Landeier durch den Kakao gezogen, und vieles mehr. Wer es schafft, den ganzen Film durch ernst zu bleiben, der sollte schleunigst zum Arzt gehen. Es kann sein, dass er bereits klinisch tot ist...

Natürlich gibt es auch für die Fans gepflegter Action einigen Grund, Vorfreude zu empfinden. Es kracht und explodiert im Saal, dass es eine Freude ist. Dazu kommt, dass der Regisseur scheinbar seine helle Freude an schnellen Schnitten hat, die er bei eigentlich unspektakulären Aktionen einsetzt. Diese werden stets mit einem wummernden Bass begleitet, der mit der Zeit schonmal lästig werden kann. Aber davon sollte sich keiner abschrecken lassen, es gibt einfach zu viele positive Aspekte des Films, diesen sollte sich niemand entgehen lassen. Eine kleine Warnung zum Schluss: Die Action beschränkt sich meistens auf wilde Verfolgungsjagden und Schießereien. Aber es gibt ein paar Szenen, da können die Macher ihren Hang zum Splatter nicht verleugnen, da gibts dann kurze aber heftige Ergüsse des roten Lebenssaftes auf der Leinwand zu bewundern.

Fazit:
"Hot Fuzz" bietet Spaß und Action von der ersten bis zur letzten Minute. Die englische Küche mag nicht die beste sein, aber Filme machen können sie. Hier erwartet Sie einer der witzigsten Filme des Jahres!!

Hot Fuzz - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Hot Fuzz - Zwei abgewichste Profis
Hot Fuzz

Bild unseres Mitarbeiters Thomas Embacher
Sie sind Stahlhart. Sie sind Bad Boys. Sie sterben langsam


Autor der Besprechung:
Thomas Embacher

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
GB, 2007
Regie:
Edgar Wright
Drehbuch:
Edgar Wright, Simon Pegg
Darsteller:
Simon Pegg, Nick Frost, Timothy Dalton, Bill Nighy, Jim Broadbent

Verleiher:
20th Century Fox
Kinostart Deutschland :
14.06.2007