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DVD-Besprechung - 2001 Maniacs
Story:
Eine Gruppe Teenager kommt durch eine Umleitung in ein altes Südstaaten-Kaff, in dem sie sich aus verschiedenen Motivationen heraus entscheiden, eine Einladung zur Teilnahme am anstehenden Jahresfest anzunehmen. Doch noch bevor Bürgermeister Buckman (Robert Englund) das Fest eröffnet, segnen die ersten der Teenager schon das Zeitliche und werden die ersten Opfer der durchgedrehten Südstaatler, die danach immer mehr in Fahrt geraten.
Meinung zum Film:
Man schrieb das Jahr 1963, als der in Pittsburgh geborene Filmemacher Hershell Gordon Lewis sich aufmachte, das moderne Horror-Kino zu revolutionieren und ein eigenständiges Sub-Genre zu begründen. Hatte er sich bis dato mit billig Soft-Porno-Filmchen mühselig den Lebensunterhalt verdient, handelte sein nächster Film von einem blutigen, altägyptischen Ritual. Der Film war äußerst billig produziert, hatte unterdurchschnittliche Darsteller und auch die Kameraarbeit erinnerte nicht selten an den legendären "Plan 9 from outer space". Doch in einem Punkt war der Film etwas ganz besonderes - in der Darstellung seiner Gewalt. H.G. Lewis spickte seinen Film mit unzähligen, für damalige Zeit unglaublichen Ekeleffekten, so dass dieser schnell die Runde unter den Horroranhängern machte und recht schnell eine große Fangemeinde fand. "Blood Feast" wurde zum Kult, Hershell Gordon Lews der "Godfather of Gore" und das moderne Splatter-Kino war geboren.
Mit dem Geld, das er mit dem Film machte, legte der Regisseur im folgenden Jahr noch einen drauf und brachte mit "Two Thousand Maniacs" einen weiteren Film mit derben Effekten heraus, der allerdings nebenher noch eine wahrlich amüsante Geschichte zu bieten hatte und der wahrscheinlich beste Film des Altmeister des Gore darstellt. Die Geschichte handelt von einem ruhigen Städtchen voller Südstaatlern, die auf eine Gruppe Urlauber losgelassen werden und den Zwist zwischen Nord- und Südstaatlern in ganz neue Dimensionen vorstoßen lässt. Nach rund 40 Jahren wagte sich Regisseur Tim Sullivan bei seinem Spielfilmdebüt an den großen Klassiker heran und er schaffte es tatsächlich, den Flair des Originals einzufangen und diesen mit ein paar Zutaten des frühen 21. Jahrhunderts anzureichern. Wer das Original kennt, wird eine ganze Menge Einstellungen wiederfinden, die fast 1:1 aus dem Original übernommen wurden. Inhaltlich gibt es den zu erwartenden Hohlraum, der allerdings durch zahlreiche witzige Einfälle, reichlich nackter Haut und einiger derber Szenen aufzuwarten weiß, wobei letztere immer mit einer deftigen Pointe versehen sind, welche die Derbheit der Effekte deutlich ins Komische überführt.
"2001 Maniacs" ist eine derbe Horrorkomödie, die mit einer Menge schrägem Witz und einiger derben und erfinderischen Todesarten daherkommt, die sich sehr nah an das Original anlehnen, ohne diese jedoch einfach nur zu kopieren. Die Südstaatler erscheinen zu Beginn wie in der Zeit stehengebliebene Dörfler, während ihre Gäste wie die herkömmlich geifernden Teenie-Prolls daherkommen. Diese Mischung alleine sorgt schon für reichlich Spaß, aber durch die kreativen mörderischen Tendenzen des Dorfvolks bekommt der Film noch seine besondere Note verpasst. Wer gerne mal blutige Effekte sieht und tiefschwarzen, vor Blut triefenden Humor unterhaltsam findet, sollte bei diesen Verrückten unbedingt einen Zwischenstop einlegen und sich selbst davon überzeugen, dass der Süden wieder auferstehen ist. Der Titelsong "The south will rise again..." kommt in der hier teils verwendeten Hardrock-Variante zwar nicht ganz so herrlich schräg und südstaatlerisch herüber wie im Original von Hershell Gordon Lewis, doch auch die rockigere Variante hat ihren Reiz. Gleiches trifft auch zu 100% auch auf die filmische Seite des Remakes zu. Genrefreunde werden garantiert bestens unterhalten werden.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen guten Eindruck, lediglich die nicht ganz ausgefeilten Hintergrunddetails und feines Rauschen sind kleinere Unschönheiten, die allerdings nicht weiter negativ ins Gewicht fallen. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 und dts ist in beiden Varianten sehr gut abgemischt und hält auch für den hinteren Bereich reichlich Klänge bereit, ohne dabei jedoch den rechten Druck im Tiefton-Bereich zu erzeugen.
Als Extras gibt es gleich zwei sehr interessante und auch unterhaltsame Audiokommentare mit reichlich vergnüglichem Smalltalk und interessanten Fakten, bei denen allerdings keine Untertitelspuren vorhanden sind, wodurch sie nur für der englischen Sprache gut Mächtige von Nutzen sein werden. Es folgen rund 37 Minuten Deleted Scenes und Outtakes, die absolut sehenswert sind, aber ebenfalls nur in englischer Sprache ohne Untertitel daherkommen. Es folgen rund 6,5 Minuten Castingmaterial - und auch hier "english only". Abschließend folgt das rund 40-minütige Making Of zum Film, das sehr interessant und witzig daherkommt und zur Freude Vieler deutsche Untertitel anbietet.
Fazit:
"2001 Maniacs" ist eine sehr gute moderne Variante des Hershell-Gordon-Lewis-Klassikers mit einem Verrückten weniger. Wer Spaß an schrägen Humor und kreativen Bluteffekten hat, kommt an diesem Film definitiv nicht vorbei! Das Bonusmaterial ist hochwertig für alle, die der englischen Sprache mächtig sind. Für alle, die nicht englischsprachig sind, bleibt immerhin d
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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84:09 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar mit Regisseur Tim Sullivan und Hauptdarsteller Robert Englund
- Audiokommentar mit Regisseur Tim Sullivan, Drehbuchautor Chris Kobin und Produzent Chris Tuffin
- Deleted Scenes
- Outtakes
- Casting
- Inside the Asylum - Making Of
- Trailer
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2001 Maniacs
2001 Maniacs
The South will rise again...
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2005 Regie: Tim Sullivan Drehbuch: Tim Sullivan, Chris Kobin (basierend auf dem Film "Two Thousand Manicas" von Hershell Gordon Lewis) Darsteller: Robert Englund, Lin Shaye, Giuseppe Andrews, Jay Gillespie, Marla Malcolm, Dylan Edrington, Matthew Carey, Peter Stormare
Label :
Sunfilm Entertainment
Verkaufsstart : 19.05.2005
Vertrieb :
Rainbow Home Entertainment AG Verkaufsstart : 19.05.2005
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