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DVD-Besprechung - Alone in the Dark (Director's Cut)
Story:
Die Abkani war eine alte Kultur, die einst auf dem amerikanischen Kontinent zu Hause war. Nachdem sie ein Tor zu einer düsteren Parallelwelten geöffnet hatten, verschwand das gesamte Volk und nur wenige Artefakte blieben zurück, die über ihre Erkenntnisse über die Parallelwelt berichteten. Wie es scheint, versucht aktuell jemand, mittels dieser Erkenntnisse erneut ein Tor in die mysteriöse Parallelwelt zu öffnen und es liegt allein an Privatdetektiv Edward Carnby (Christian Slater), der Museums-Kuratorin Aline (Tara Reid) und dem Regierungs-Agenten Ricard Burke (Stephen Dorff), die Welt vor einem Einmarsch teuflischer Bestien zu bewahren.
Meinung zum Film:
Nachdem Uwe Boll bereits mit "House of the Dead" einem Computerspiel mit Horrorelementen auf die Leinwand verhalf, wurde er von den Produzenten gefragt, ob er mit "Alone in the Dark" nicht einen weiteren Spieleklassiker in die Lichtspielhäuser bringen möchte. Die Computerspiel-Reihe umfasst mittlerweile 4 Teile und hatte ihren Ursprung 1992 auf einem 286er-PC oder dem Amiga-Computer, den heutzutage viele nur noch über PC-Emulationen kennen. Da das Spiel ein sehr gut aufgemachtes Horror-Action-Adventure mit Anleihen bei Kultautor H.P. Lovecraft war, hatte Drehbuchautor Elan Mastai ausreichend Material, welches er für seine Umsetzung nutzen konnte. Beim Schreiben des Skripts setzte er auf drei Helden aus den Spielen, denen er allesamt eine mehr oder weniger große Einleitung und einen mehr oder minder ausführlichen Hintergrund verpasste.
Die Rolle des ganz klar im Mittelpunkt stehenden Helden Edward Carnby ("Christian Slater") wurde sehr gut mit Christian Slater ("Windtalkers") besetzt, der immer wieder in der Darstellung des unangepassten Draufgängers zu glänzen weiß. Er trägt eindeutig zu den guten Momenten des Filmes bei und gerade in den Actionszenen überträgt sich die Freude des Darstellers auf den Zuschauer, die er beim Dreh hatte. Als klare Fehlbesetzung kann hingegen nur Tara Reid ("American Pie") bezeichnet werden. Die verantwortungsvolle und zugeknöpfte Museums-Kuratorin nimmt man ihr zu keiner Sekunde ab, was nicht zuletzt auf ihrem höchst jugendlichen Äußeren zurückzuführen ist. Darstellerisch schafft es Miss Reid auch zu keiner Sekunde, dieses äußerliche Manko wett zu machen. Der letzte Held im Bunde, Regierungs-Agent Richard Burke, wird von Stephen Dorff ("Blade") verkörpert, der sichtlich Spaß hat, wieder einmal einen mutigen Kämpfer für die Gerechtigkeit zu spielen, was man an Hand der ordentlichen Darstellung erahnen kann.
Dass Uwe Boll ein Gespür dafür hat, blutige Action optisch ansprechend auf den Schirm zu bringen, steht außer Frage. Auch bei "Alone in the Dark" gibt es einiges an kunstvoll inszenierten Metzeleien zu erleben. Wie etwa die sogenannte Bullet-Time, in der die Kamera den Flug einer Pistolenkugel verfolgt und in Zeitlupe durch Eisblöcke schlägt, bevor sie den Gegner trifft. Wo Boll aber bislang eher nachteilig in Erscheinung getreten ist, ist bei dem Erzählen seiner Geschichten. So war "House of the Dead" zwar sehr gut anzusehen, doch die Story wirkte eher müde und langweilig. Und was soll man groß herumreden - der Regisseur unterstreicht sein Manko auch diesmal wieder eindrucksvoll. Schuld ist er aber nicht alleine. Die Story aus dem Computer von Elan Mastai erinnert mehr an die Dramaturgie einer Folge der "Drei ???" als an einen Horror-Kino-Schocker nach einem gruseligen Kultspiel. Einzelne Sequenzen sind zwar spannend und gut inszeniert, die Geschichte drum herum kann aber nicht einmal die Spannung der Spiele auch nur annähernd erreichen. Und die Dialoge sind stellenweise so platt, dass sie selbst für einen Horror-Action-Streifen nicht ausreichend sind, um ernst genommen zu werden und von so manchem B-Movie problemlos übertroffen werden.
Digitale Aufarbeitung:
In Bezug auf Farben und Kontrast ist das Bild zu "Alone in the Dark" sehr gut geraten. Einen kleinen Kritikpunkt stellen ein feines Rauschen und eine nur mäßige Herausarbeitung von Hintergrunddetails dar. Der deutsche Ton in wahlweise Dolby Digital 5.1 oder dts ist in beiden Versionen sehr gut verständlich und räumlich abgemischt. Die dts-Version ist allerdings nur wenig effektvoller und in erster Linie nur lauter abgemischt.
Die beiden "Making Ofs" bieten weniger Hintergründe als vielmehr gegenseitige Lobeshymnen. Etwas über die Entstehung der Effekte bieten die recht kurzen Beiträge "Shading a Light", "Behind-the-Actionscenes" und "Bullet Time", wobei es sich bei letzterem um ein animiertes Storyboard handelt. Es folgen zwei weitere, diesmal gezeichnete Szenen, die man im Splitscreen-Vergleich mit der fertigen Version vergleichen kann. 4 "Musik-Clips", gut 1 Minute "Deleted Screnes" und Tafeln mit Informationen zu Cast, Crew und Produktion runden gemeinsam mit den "Trailern und TV-Spots" und dem beiliegendem Booklet mit mäßigen Infos die Extras ab.
Fazit:
"Alone in the Dark" ist ein weiterer gescheiterter Versuch des deutschen Uwe Boll, einen spannenden Horrorstreifen zu schaffen. Optisch gesehen sehr ansprechend inszeniert, ist die Story nicht gerade sehr unterhaltsam und selbst der Computerspiel-Vorlage klar unterlegen.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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95:40 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar mit Regisseur Uwe Boll
- Into the Dark - Making Of
- Shadin a Light - The Visual Effects
- Musik-Clip "Wish I had an Angel" von Nightwish
- Musik-Clip "Vredesbyrd" von Dimmu Borgir
- Musik-Clip "The Quiet Place" von In Flames
- Musik-Clip "Eraser" von Hypocrisy
- Behind-the-Actionscenes
- Deleted Scenes
- Storyboard to Screen
- Bullet Time Animatic
- Besetzung / Stab
- Produktionsnotizen
- Fotogalerie
- Kinotrailer / TV-Spots
- Booklet
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Alone in the Dark
Alone in the Dark
Wieder einmal bietet Uwe Boll mehr Schein als Sein
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2004 Regie: Uwe Bol Drehbuch: Elan Masta Darsteller: Christian Slater, Tara Reid, Stephen Dorff, Frank C. Turner, Mathew Walker, Will Sanderson, Mark Acheson
Label :
Concorde Home Entertainment
Verkaufsstart : 02.11.2005
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