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DVD-Besprechung - Ameisen - Die heimliche Weltmacht
Story:
Ameisen faszinieren den Menschen immer wieder durch ihre Ordnung und ihre durchgeplante Lebensweise. Der Experte Professor Bert Hölldobler hat sich für eine Dokumentation des österreichischen TV-Senders ORF bereiterklärt, sein über die Jahre angesammeltes Wissen zu präsentieren.
Meinung zum Film:
Das Volk der Ameisen gehört sicherlich zu den interessantesten Kulturen im Tierreich. Organisiert bis ins kleinste Detail, stellen sie jeden Wirtschaftsbetrieb und jede Staatsform in den Schatten. Die Dokumentation "Ameisen" von Wolfgang Thaler zeigt in sehr ansprechend und interessant eingefangenen Bildern, wie diese Organisation funktioniert. Gleich zu Beginn wird gezeigt, wie die Wanderhirten-Ameisen eine Laus-Zucht betreiben, in dem sie Blattläuse immer wieder an den für sie ertragreichsten Orten platzieren und sie vor dem Wegspülen durch Regen schützen, indem sie sie an geschützte Orte bringen. Aber auch das Ernten von Gras ist durchweg geplant. So gibt es die Gruppe der Grasschneiderinnen, die das Gras schneiden, während eine andere sich um den Abtransport des abgekniffenen Grases kümmert. Pro Jahr werden so im Schnitt pro Bau rund 450 kg Gras verarbeitet, das unter anderem als Grundlage zur Züchtung von Nahrungspilzen dient.
Professor Bert Hölldobler vergleicht die Ameisen mit einem Gehirn, wobei jede einzelne wie ein Neuron funktioniert. Dabei gibt es keine Grabenkämpfe um die Herrschaft, da jeder seine durch Geburt gegebene Position akzeptiert. Die Arbeiter sorgen sich ohne zögern um den Wohlerhalt der Prinzessinnen-Larven, schützen sie vor Gefahren und putzen die angehenden Ameisen-Königinnen, wenn diese ausgeschlüpft sind. Wenn aus den Prinzessinnen Königinnen werden, ist es dann ihre Aufgabe, für den Nachwuchs und somit den Fortbestand zu sorgen. Während die Männchen nach der Befruchtung sterben, legt das Weibchen noch während des Aktes einen Samentasche an, in der sie Spermien sammelt und sich somit bei Bedarf selbst befruchten kann.
Interessant ist auch die Erklärung, auf welche Art die Ameisen Schwingungen nutzen, um miteinander zu kommunizieren und wie sie über versprühte Pheromone immer wieder den Weg zurück zu ihrem Nest finden. Fast schon ein wenig erschreckend ist es mitanzusehen, wie die Tiere bis in den Tod ihrer Aufgabe nachgehen und sich selbst durch Feuer nicht vom Schneiden des Grases abhalten lassen. Die Dokumentation zeigt am Rande auch interessante Vorkommnisse im Umfeld der Ameisen, wie etwa die fleischfressende Kannenpflanze, die in ihrem Kelch mit einer Verdauungsflüssigkeit gefüllt ist und alle Insekten, die dort hineinfallen, verdaut, während Ameisen problemlos darin schwimmen können.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht den guten Eindruck, den man von einer aktuellen Dokumentation erwarten kann. Auch der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 kann überzeugen, die Raumklangeffekte fallen zwar eher spärlich aus, was allerdings kein Problem darstellt.
Extras gibt es keine auf der DVD zu finden.
Fazit:
"Ameisen - Die heimliche Weltmacht" ist eine Dokumentation, die man an der Natur interessierten Menschen nur ans Herz legen kann. In höchst interessanten Bildern wird das Leben einer perfekt durchorganisierten Lebensform gezeigt, wie es sie nur selten zu sehen gibt.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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54:04 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Keine |
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Bonusmaterial:
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Ameisen - Die heimliche Weltmacht
Ameisen - Die heimliche Weltmacht
Eine interessante Dokumentation über die wohl durchorganisiertesten Lebewesen der Welt
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Österreich, 2006 Regie: Wolfgang Thaler Drehbuch: Wolfangang Thaler (nach einer Idee von Jadwiga Thaler) Darsteller: Professor Bert Hölldobler
Label :
Polyband
Verkaufsstart : 30.06.2006
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