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DVD-Besprechung - American Dreamz - Alles nur Show
Story:
Martin Tweed (Hugh Grant) ist Moderator in einer der erfolgreichsten Castingshows in Amerika - "American Dreamz". Um den großen Erfolg nicht einbrechen zu lassen, verlangt er von seinem Team die verrücktesten und abgedrehtesten Kandidaten für die nächste Staffel zu finden. So kämpft die erfolgsbesessene Sally (Mandy Moore) unter anderem gegen den untalentierten Araber Omar (Sam Golzari) um den Titel. Als der Präsident der Vereinigten Staaten (Dennis Quaid) auf Anraten seines Vizepräsidenten (Willem Dafoe) seine Teilnahme als Gast-Juror im Finale von "American Dreamz" ankündigt, ist klar, dass diese Staffel nur ein Bombenerfolg werden kann.
Meinung zum Film:
"American Dreamz"-Regisseur und -Drehbuchautor Paul Weitz hat mit seiner Tragikkomödie "About a boy" und der trendsetzenden Teenieklamotte "American Pie" das Publikum begeistern können und kümmert sich nun um die verlogene und falsche Welt der Castingshows, die wie Pilze aus den Boden schießen. Frei nach dem Vorbild "American Idol" hat die Welle mit "Deutschland sucht den Superstar", "Popstars" und etlichen Ablegern auch längst den deutschsprachigen Raum eingenommen und dabei Bands und Künstler mit meist überschaubarem Haltbarkeitsdatum hervorgebracht. Paul Weitz greift alles, was diese Art Unterhaltung mit sich bringt, auf und zeigt dabei eine amerikanische Plastik-Kultur, an dessen Spitze ein kindsköpfiger Präsident steht, dem das Leben schon mal in einer Weise erklärt werden muss, wie sonst nur kleinen Kindern. Auch das eine Gesangstalentshow nicht unbedingt mit Gesangstalent und Rhythmusgefühl zu tun hat, sondern einzig damit, wie die Kamera jemanden verkaufen möchte, ist spätestens seit Shows mit quiekenden Endrundenteilnehmern weitläufig bekannt.
Die Darstellung des Präsidenten gelingt Dennis Quaid ("Deine, Meine & Unsere") vorzüglich und seine naiven Kommentare sind herrlich unterhaltsam. Willem Dafoe ("Irgendwann in Mexico") ist als Vizepräsident zwar kaum wiederzuerkennen, überzeugt aber auf der ganzen Linie als heimlicher Leiter der politischen Geschicke. Pop-Prinzesschen Mandy Moore ("American Princess") war eine gute Wahl bei der Besetzung des All-American-Darlings, das stets unschuldig vor der Kamera agiert und stehts mit einem Lächeln auf dem Bildschirm erscheint, während sie hinter den Kulissen schon vor der ersten Show ihrem langjährigen Highschool-Freund den Laufpass gibt, weil dieser nicht in ihr Erfolgskonzept passt. Hugh Grant ("Bridget Jones") spielt im Grunde nur die gewohnt typische Rolle als oberflächlicher Erfolgsmensch, dem nur er selbst nahe liegt und dem menschliche Gefühle und Nächstenliebe ein Fremdwort sind. Als Krönung des Ganzen agiert Sam Golzari als vollkommen talentfreier Omar, der nur aus dem Grund in die Show aufgenommen wurde, weil Tweed unbedingt einen Araber in der Staffel haben wollte.
Es ist schon erstaunlich wie Paul Weitz die unreife, oberflächliche und verlogene Art seiner amerikanischen Landsleute auf Film bannte und ihren Anführer als willenlosen und wehleidigen Hampelmann präsentiert. So manch einer dürfte sich von dem Film mächtig auf den Schlips getreten fühlen. Doch andererseits wird das ganze so überspitzt und teils auch slapstickhaft präsentiert, dass schon ein klein wenig Humor bei den Betroffenen ausreichen dürfte, um selbst darüber lachen zu können. Allerdings glänzt "American Dreamz" nur in der ersten Hälfte mit seinen wirklich gelungenen Gags, während er in der zweiten Hälfte weitestgehend unspektakulär vor sich hinplätschert und stellenweise dabei sogar langweilt. Es stellt sich die Frage, ob Paul Weitz die Ideen ausgingen, oder ob er sich ein wenig mit seinen Landsleuten versöhnen wollte, denen er bis dahin gnadenlos den Spiegel vorgehalten hat. Es ist schade, dass die Qualität der Gags zu Beginn nicht den ganzen Film über aufrecht gehalten werden konnte. "American Dreamz" hätte das Potential gehabt, eine massentaugliche Gesellschafts- und Mediensatire zu werden. So ist er nicht mehr als eine durchschnittlich unterhaltsame Komödien, wie es viele gibt.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist ein wenig grobkörnig geraten, Konturen neigen teilweise zu einem leichten Überstrahlen und der Kontrast erscheint ein wenig zu tief. Insgesamt reicht das Erscheinungsbild für einen durchschnittlichen Eindruck. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist klar verständlich, die hinteren Lautsprecher kommen gelegentlich ebenfalls zum Einsatz.
Extras gibt es keine auf der DVD zu finden.
Fazit:
"American Dreamz" ist eine nette Komödie, die sich mit den nicht enden wollenden Castingshows beschäftigt. Während sie in der ersten Hälfte richtig gut zu unterhalten weiß, geht er in der Hälfte kräftig die Luft aus und dümpelt nur noch sanft vor sich hin.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,85:1
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102:49 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 | Italienisch Dolby Digital 5.1 |
Spanisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch, Englisch, Hebräisch, Italienisch, Kroatisch, Portugiesisch, Slowenisch, Spanisch, Türkisch |
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Bonusmaterial:
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American Dreamz - Alles nur Show
American Dreamz
Lügen, Verführen, Manipulieren - und dabei immer an die Einschaltquote denken!
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006 Regie: Paul Weitz Drehbuch: Paul Weitz Darsteller: Hugh Grant, Dennis Quaid, Willem Dafoe, Mandy Moore, Marcia Gay Harden, Chris Klein, Jennifer Coolidge
Label :
Universal Pictures Germany
Verkaufsstart : 26.10.2006
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