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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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Blu-ray-Besprechung - Dark Ride

Story:
Eine 5-köpfige Gruppe amerikanischer Highschoolstudenten befindet sich gerade auf einem Road Trip durch das Land, als sie an einem abgelegenen Highway beim Tanken auf eine Attraktion in einem nahe gelegenen Vergnügungspark aufmerksam werden. Eine vor einigen Jahren wegen diverser Todesfälle geschlossene Geisterbahn wird wiedereröffnet. Es wird gemeinsam beschlossen, die Nacht dazu zu nutzen, noch vor der offiziellen Eröffnung in die Attraktion einzubrechen, um sich vorab ein Bild über den Gruselfaktor machen zu können. Ihre Erwartungen sollen übertroffen werden, da sich ein Killer in den Räumen befindet, der aus dem Horrorspaß tödlichen Ernst werden lässt.

Meinung zum Film:
Es wäre verwegen zu behaupten, dass "Dark Ride" eine spannende Geschichte erzählen würde. Außer ein paar zusammengeschusterter, notwendiger inhaltlicher Versatzstücke, die allesamt schon einmal in einer Vielzahl Slashern zu sehen waren, gibt es wirklich gar nichts zu erleben, das ein Ansehen des Films gerechtfertigten würde. Ein inhaftierter Psychopath, der aus der Klinik ausbricht, um direkt zu seinem alten Schauplatz zu gehen, wo er zufällig anwesende Teenager überrascht, ist 08/15-Kost der üblichen Sorte. Nach einer nicht unbedingt sonderlich überraschenden Wendung zur Hälfte des Films wird dann freundlicherweise direkt und plump auf den nächsten Twist am Ende hingewiesen, welcher von alten Hasen im Slasher-Geschäft allerdings ohnehin vermutet würde. Wer selbst die Vielzahl an gebotenen Hinweisen nicht versteht, dürfte gerade seinen ersten Slasher sehen und diesen dann wahrscheinlich auch nur nebenher.  

So schlecht wie die Story sind dann auch die Charaktere. Es gibt den Highschoolschönling, seinen stets in seinem Schatten stehenden besten Kumpel, seine zu ihm passende Freundin nebst ihrer besten Freundin, den steroiden Muskelprotz und nicht zuletzt die später hinzustoßende Anhalterin, die durch ihre ausreichend zur Schau gestellten weiblichen Reize und mit ihrer Tasche voller Muntermacher für gute Stimmung sorgt. Auch hier gibt es leider den üblichen Slasherbrei, garniert mit einer Vielzahl dümmlicher Dialoge, die so weit vom Leben entfernt sind wie die tägliche Sahnetorte beim Weight-Watchers-Programm. Grund genug also, sich den Film nicht anzusehen? Mitnichten, denn so dämlich der Film inhaltlich auch sein mag, so sehr versteht er es, mit einer unheimlichen Atmosphäre und einem gut präsentierten Killer zu unterhalten.

Regisseur Craig Sinner versteht es vor allem, die Dunkelheit der Geisterbahn und der Möglichkeit, darin schaurige Szenen zu präsentieren, zu nutzen und dabei vor allem effektvoll mit Lichteffekten zu spielen. Es stellt sich zwar die Frage, wie die einzelnen Aufbauten ohne laufende Wagen funktionieren, aber dies auch nur so lange, bis der Killer sein Handwerk beginnt, denn danach wird das Augenmerk dann gerne allein auf dessen blutiges Treiben gelegt. Mit einer Puppenmaske versehen geht der Gesichtslose durch die Gänge und bringt einen Teenager nach dem anderen um die Ecke. Dieses wird in sehr deftigen und auch für Splatterfreunde sicherlich ausreichend blutigen Momenten präsentiert, die überraschenderweise vollständig im Film enthalten zu sein scheinen. Das Ende des Films passt sich dann leider wieder der Qualität der allgemeinen Geschichte an und gerät nicht nur relativ dumm, sondern obendrein auch noch nur recht abrupt. Anhängern spannender Slasherfilme wird dies dann aber auch nur noch bedingt stören, da sie bis dahin schon genug inhaltliche Dummheiten über sich ergehen ließen. Und wer Wert auf eine fesselnde Story legt, bekommt dies ohnehin nicht mehr mit, da er bis hierhin sicherlich schon längst abgeschaltet hat.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild, das lediglich im 1080i/25-Format vorliegt macht einen gemischten Eindruck. In einigen Bildern wird zumindest noch ein durchschnittliches Ergebnis erzielt, während es in anderen Momenten ein wenig verwaschen wirkt. Den bei Blu-rays erhofften Wow-Effekt bei einigen Szenen, die vor Details und Schärfe nur so strotzen, sucht man allerdings vergebens. Gelungen ist die Abstimmung von Helligkeit und Kontrast, die auch in den dunklen Szenen im Dark Ride keine Details verschluckt und immer für den gewünschten Durchblick sorgt. Der deutsche Ton in DTS-HD Master Audio 7.1 ist durchweg gut zu verstehen und neben längeren Passagen, die sich ausschließlich in der Front abspielen, gibt es auch immer wieder einen guten Einsatz der Surroundanlage. Dabei wird der Raum gut mit Klängen gefüllt, lediglich an der Kraft fehlt es ein wenig.

Extras gibt es keine auf der Blu-ray zu finden. Auf der DVD gab es zumindest noch den Trailer zum Film.

Fazit:
"Dark Ride" bedient so ziemlich jedes Klischee, das es zu inhaltlichen und charakterlichen Schwächen bei Horrorfilmen gibt. Er gehört aber auch zu der Sorte Film, die mit einer fesselnden Atmosphäre und einem kreativen Killer zu überzeugen wissen. Wem letzteres für gute Unterhaltung ausreicht, sollte die Fahrt in dieser Geisterbahn entspannt zurückgelehnt genießen.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,85:1
1,85:1
90:15 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
DTS-HD Master Audio 7.1
DTS-HD Master Audio 7.1
Englisch
DTS-HD Master Audio 7.1
DTS-HD Master Audio 7.1
Untertitel:
Deutsch
Bonusmaterial:
  • -
Dark Ride - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Dark Ride
Dark Ride

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Eine reichlich dämliche Story vs. ordentlicher Spannung und guter Effekte


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006
Regie:
Craig Singer
Drehbuch:
Craig Singer, Robert Dean Klein
Darsteller:
Jamie-Lynn DiScala, Patrick Renna, David Rogers, Andrea Bogart, Jennifer Tisdale, Alex Solowitz, Dave Warden

Label Deutschland :
Sunfilm Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
10.09.2010