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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - Drive Thru

Story:
Das Clown-Maskottchen einer Fast-Food-Kette dezimiert die Teenager der amerikanischen Kleinstadt Blanca Carne. Mackenzie Carpenter (Leighton Meester) und ihr Freund Fisher Kent (Nicholas D'Agosto) scheinen ebenfalls irgendwie mit dem Motiv für die Morde in Verbindung zu stehen, da sie sämtliche Opfer kannten. Wie sich herausstellt, gibt es tatsächlich eine Verbindung, die weit in der Vergangenheit begraben liegt und vor allem Mackenzie in große Gefahr bringt.

Meinung zum Film:
Die Co-Regisseure und Co-Drehbuchautoren Brendan Cowles und Shane Kuhn haben mit ihrem Debütfilm einen waschechten Teenieslasher produziert, der alles mitbringt, um sich in die endlose Reihe der genretypischen Vertreter einzureihen. In einem Punkt hebt er sich aber ein wenig aus der Masse heraus und dies bei seinem wirklich gelungenen Killer. Dieser tritt in einem Clownskostüm in Erscheinung, dessen Highlight eine mit einem diabolischen Grinsen versehene Maske ist, die eine Personifizierung so manchen Kinderalbtraums darstellt, in dem die eigentlich freundlichen Zeitgenossen die Hauptrolle spielen. Die Morde selbst sind zwar nicht sonderlich innovativ, können aber durchaus überzeugen, ohne dabei jedoch sonderlich neue Facetten dem Gorebereich hinzufügen zu können.

Was "Drive-Thru" davon abhält, höhere Weihen im Genre zu erlangen, ist sein übertriebener Einsatz von Klamauk. Während die zynischen Kommentare des Killers zu überzeugen wissen und seinem Image einen äußerst coolen Anstrich verleihen, sind die komödiantischen Ausfälle im Film ganz große Stimmungskiller. Vor allem die beiden Ermittler sind alberne Klischees auf zwei Beinen. Während Detective Brenda Chase als knallharter weiblicher Cop noch im Rahmen bleibt, kann dies über Detective Dwayne Crockers keinesfalls mehr behauptet werden. Er kalauert sich durch die Dialoge und stellt sich dümmer an als Dick & Doof zu ihren besten Zeiten. Die coolen HipHopper zu Beginn sind zwar noch eine Nummer schlimmer, aber hier sorgt der Killerclown sehr zur Freude des Horrorfilmfreundes gleich zu Beginn für Abhilfe. Gelungen ist wiederum der mit einem Augenzwinkern versehene Auftritt von Morgan Spurlock als Leiter einer Burgerfiliale, nachdem dieser ja mit seiner Dokumentation "Super Size Me" eine ganz besondere Verbindung zu Fast-Food aufgebaut hat. Insgesamt sind die als Satire gedachten Einlagen aber deutlich zu überdreht und erweisen sich als fatale Atmosphärekiller, die man besser nicht in den Film eingebaut hätte.

Die Story an sich schafft es aber trotz der überdrehten Komik stellenweise dennoch, einen kleinen Spannungsbogen aufzubauen. Doch der mit dem Verlauf immer mehr übernatürlichen Charakter gewinnende Killer dürfte dann wieder nicht jedermanns Geschmack sein und eine Enthüllung in der Mitte des Films lässt Erinnerungen an Pizzagesicht Freddy Krueger wach werden. Wer sich allerdings mit der albernen Witzader des Filmes anfreunden kann, wird sich sicherlich auch nicht mehr an diesem Detail stören. Letzten Endes gehört "Drive Thru" in jeder Beziehung nur zum Durchschnitt des Teenieslashers, obwohl er mit einer deutlichen Zurückhaltung in Sachen Kitschhumor und ein bisschen mehr Konzentration auf die Stärke seines Killers durchaus das Potential zu mehr gehabt hätte. Die für durchschnittliche Werke übliche Schlusspointe, die im Grunde nichts anderes als den Prolog zu einer Fortsetzung darstellt, hätte in diesem Falle sicherlich auch deutlich eher freudige Erwartungen beim Zuschauer hervorgerufen, als ein neutrales "Das musste ja kommen".

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild des Filmes ist weitestgehend gut. Lediglich in einigen wenigen Szenen ist Rauschen zu erkennen und die Schärfe geht ein klein wenig zurück. Der deutsche Ton liegt zwar in Dolby Digital 5.1 und dts vor, kommt in beiden Varianten aber ziemlich frontal daher und macht kaum Gebrauch von Surroundeffekten.

Als Extras gibt es neben dem Trailer in zwei Sprachen noch Outtakes, bei denen es sich aber weniger um Versprecher handelt, sondern vielmehr um gezielt veranstalteten Quatsch beim Dreh.

Fazit:
"Drive Thru" hätte mit deutlich weniger Klamauk und dafür mehr Konzentration auf den Killerclown ein guter Slasher werden können. Mit dem Versuch, eine Mischung aus Horrorslasher und Satire zu machen, schießt er aber leider deutlich über das Ziel hinaus und zu mehr als zu ordentlichen Durchschnittswerten auf der Unterhaltungsskala reicht es nicht.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 18
1,85:1
1,85:1
82:57 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Deutsch
DTS 5.1
DTS 5.1
Englisch
Dolby Digital 5.1
Dolby Digital 5.1
Untertitel:
Keine
Bonusmaterial:
  • Trailer
  • Outtakes
Drive Thru - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Drive Thru
Drive Thru

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Killer Clown from Elm-Street


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA, 2006
Regie:
Brendan Cowles, Shane Kuhn
Drehbuch:
Brendan Cowles, Shane Kuhn
Darsteller:
Leighton Meester, Nicholas D'Agosto, Van De La Plante, Lola Glaudini, Larry Joe Campbell, Melora Hardin, Paul Ganus, Rachael Bella, Morgan Spurlock

Label Deutschland :
e-m-s
Verkaufsstart Deutschland :
01.03.2007