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DVD-Besprechung - House of Ghosts
Story:
Nach dem Tod ihrer Eltern kommt Aui (Pumwaree Yodkamol) zu ihrer Tante Bua (Amara Astwant). Sie zieht zu ihrem kleinen Neffen Arm (Alexander Rendel) ins Zimmer, der sie anfangs nicht unbedingt mit offenen Armen empfängt. Als dieser beginnt, ihr von Geistern zu erzählen, die im Gebäude ihr Unwesen treiben sollen, glaubt sie erst, dass der kleine Quälgeist ihr nur Angst machen möchte. Doch nachdem einige unerklärliche Dinge geschehen, beginnt sie immer mehr an die Existenz der Geister zu glauben.
Meinung zum Film:
"House of Ghosts" ist ein sehr ruhiger Film, der weder große Spannungsmomente entstehen lässt, noch sonderlich temporeich ausfällt. Die meiste Zeit über wirkt er wie ein Kammerspiel, das sich zwischen Aui und Arm abspielt. Der Hauptort des Geschehens sind dabei die oberen Etagen des großen Druckereigebäudes, das Tante Bua gehört. Die wenigen Ausnahmen, in denen das Geschehen woanders stattfindet, sind in den Werkshallen der Druckerei oder in den Szenen von Rückblenden, die bei Gesprächen gezeigt werden.
Die Spannung zieht der Film in erster Linie aus dem Unbekannten, aus einer Vielzahl von Geräuschen, die aus den anderen Etagen im Haus zu vernehmen sind, aus der nicht ganz durchschaubaren Rolle von Tante Bua in der Geschichte und vor allem in der Person Arms, der durch seine Geschichten über Geister und seinen Verletzungen auf dem Rücken mehr zu wissen scheint als er bereit ist zuzugeben. Die meiste Zeit wird der Zuschauer während der Laufzeit des Films damit beschäftigt sein, nach Hinweisen auf die mysteriösen Anspielungen zu suchen, um sich ein Bild über die Geschehnisse machen zu können. Erst im Finale wird die Bedrohung offensichtlich und ein Kampf ums Überleben beginnt.
Die überwiegende Ruhe im Film dürfte nicht unbedingt jedermanns Geschmack sein. Das fast vollkommene Fehlen von Tempo und die eher ereignislosen Geschehnisse setzen eine gehörige Portion Geduld beim Zuschauer voraus. Bis auf wenige Ausnahmen gibt es keine unheimlich geschminkte Geisterfratzen zu sehen, die sich auf der Jagd nach neuen Opfern langsam durch die Szene schleichen und dabei nervenaufreibende Geräusche machen. Ähnlich wie bei "The Others" ist es größtenteils der Fantasie des Publikums überlassen, den Horror im Kopf entstehen zu lassen. Die Auflösung der Geschehnisse kann nicht ganz überzeugen und sorgt zum Schluss noch einmal für eine kleine Enttäuschung. Sieht man allerdings davon einmal ab, bietet "House of Ghosts" gute Gruselstimmung, die für Freunde des eher ruhigen Geistergenres durchaus empfehlenswert ist.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen durchschnittlich guten Eindruck, der vor allem von der nicht ganz optimalen Schärfe getrübt wird. Der deutsche Ton in dts und Dolby Digital 5.1 ist klar verständlich, lediglich in Sachen räumlicher Effekte gibt es in der ersten Hälfte kaum etwas und in der zweiten nur ein wenig zu vermelden.
Als Extra gibt es lediglich den Trailer zum Film.
Fazit:
"House of Ghosts" ist ein sehr ruhiger, aber keinesfalls langatmiger Geisterfilm, dessen Horror in erster Linie im Kopf des Zuschauers entsteht. Wer diese Art ruhiger Gruselspannung mag, sollte ruhig einen Blick riskieren und sich gemeinsam mit Aui und Arm in das Haus der Geister begeben. Lediglich die Auflösung fällt ein klein wenig enttäuschend aus.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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101:43 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Thailändisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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House of Ghosts
Pisaj
Ein ruhiger Gruselfilm, bei dem lediglich die Auflösung ein wenig enttäuscht
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
Thailand, 2004 Regie: Ma-Deaw Chukiatsakwirakul Drehbuch: ChookiatSakveerakul Darsteller: Ammara Assawanon, Amara Astwant, Alexander Rendel, Theeradanai Suwannahom, Pumwaree Yodkamol
Label :
e-m-s
Verkaufsstart : 24.05.2007
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