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DVD-Besprechung - Isolation
Story:
Auf einer Farm in Irland werden Experimente an trächtigen Kühen durchgeführt. Als ein Kalb das Licht der Welt erblickt, muss dieses allerdings nach einem blutigen Kampf gleich wieder getötet werden. Bei der Untersuchung des Kadavers werden parasitäre, mutierte Wesen gefunden, die zur Bedrohung der auf der Farm anwesenden Personen und vielleicht sogar der gesamten Menschheit werden.
Meinung zum Film:
"Isolation" ist das Erstlingswerk des Iren Billy O'Brien, das auf den ersten Blick vielleicht als erster Kuh-Horrorfilm angesehen werden kann, sich aber recht schnell als Monsterfilm mit glibberigen Parasiten herausstellt, die anfangs nicht viel größer als eine menschliche Hand sind. Generell hört sich das nicht ganz uninteressant an, verlangt aber auch ein klein wenig Geduld vom Zuschauer. Denn bis der Film ein ansprechendes Tempo entfalten kann, ist eine gewisse Durststrecke in der ersten Hälfte zu überstehen. Zu Beginn werden die Personen und ihre Standpunkte eingeführt, wird der grobe Rahmen abgesteckt und außer der Geburt des Kalbes und des anschließenden Zwischenfalls gibt es hierbei nicht sonderlich viel zu erleben. Langweilig wird es zwar nicht unbedingt, ein wenig zäh ist es aber ganz sicher doch.
Mit dem Verschwinden einer Person und der Erkenntnis über die parasitären Angreifer zieht "Isolation" das Tempo dann nach und nach an und es entsteht ein ansprechender und weitestgehend auch spannender Kampf zwischen Mensch und Mutation, bei der es so manches an Schleim und Blut zu sehen gibt. Die Gewalt geschieht dabei oftmals zwischen den Protagonisten, denn die Monster sind nicht unbedingt gezielt darauf aus, zu töten, sondern setzen sich nur zur Wehr, um den Fortbestand ihrer Spezies zu sichern. Ekelszenen sind letzten Ende meist mit Kühen im Mittelpunkt zu sehen, was aber nicht minder effektiv in Szene gesetzt wurde, als die zu sehenden Verletzungen bei menschlichen Opfern.
Die genaueren Umstände für die Experimente, was genau dahintersteckt und wie sie durchgeführt wurden bleibt fast komplett im Verborgenen. Somit bleibt es dem Regisseur auf der einen Seite zwar erspart, sich der unfreiwilligen Komik durch fadenscheinige wissenschaftliche Erläuterungen preiszugeben, auf der anderen Seite hinterlässt dies aber auch einen faden Beigeschmack, da zumindest ein wenig mehr Hintergrund hätte spannungsfördernd sein können. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass es sich bei "Isolation" um einen kleinen Independent-Film handelt, der mit begrenztem Budget entstanden ist und von daher auch mit Nachsicht gesehen werden sollte. Aber genau diese Herkunft sieht man dem Film keineswegs an, was sicherlich das größte Kompliment an Billy O'Brien sein dürfte, der auf unterhaltsame Weise zeigt, dass es auch in Irland nicht nur glückliche Kühe gibt.
Digitale Aufarbeitung:
Der Kontrast des Bildes erscheint insgesamt recht tief gewählt, wodurch die Farben einen schmutzigen Eindruck hinterlassen und im dunklen Teil des Bildes Details verloren gehen. Der deutsche Ton in wahlweise Dolby Digital 5.1 oder dts ist sehr verständlich aufgenommen und setzt vereinzelt auf gezielte Effekte im hinteren Lautsprecherbereich.
Das Bonusmaterial fällt für eine kleine Produktion sehr ausführlich aus. Das sehr liebevolle und informative Making Of berichtet über die Entstehung von den ersten Schritten des Regisseurs im Filmgeschäft an, bis hin zu der Arbeit am Set. Die erste Regiearbeit von Billy O'Brien in Form eines sehr liebevollen, stilsicheren und unterhaltsamen Kurzfilms mit dem Titel "The tale of the rat that wrote" ist jedem ans Herz zu legen und liegt als Bonus auf der DVD vor. Es folgen noch rund 7 Minuten Frage und Antwort mit Billy O'Brien vom Fantasy-Film-Fest in Berlin, wo dieser einen sehr sympathischen Eindruck hinterlassen kann, ein paar Skizzen zum Creature Design, knapp 5 Minuten Storyboards im Vergleich zur fertigen Szene, sowie der Trailer zum Film.
Fazit:
"Isolation" ist ein kleiner, aber weitestgehend feiner Monsterhorror, der mutierte Parasiten auf eine kleine Farm loslässt. Bis die Auseinandersetzung zwischen Mensch und Parasit richtig losgeht, ist die Hälfte des Films allerdings schon vorbei. Freunde dieser Art Unterhaltung sollten sich dadurch aber nicht davon abhalten lassen, sich in diese Isolation zu begeben.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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2,35:1
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90:33 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Deutsch DTS 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Dokumentation "Inside the barn"
- Kurzfilm "The tale of the rat that wrote"
- Q&A mit Regisseur Billy O'Brien
- Creature Design
- Storyboards
- Trailer
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Isolation
Isolation
Auch in Irland gibt es nicht nur glückliche Kühe - der Gentechnik sei Dank!
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
GB / Irland, 2005 Regie: Billy O'Brien Drehbuch: Billy O'Brien Darsteller: Essie Davis, Sean Harris, Marcel Iures, Crispin Letts, John Lynch, Ruth Negga, Stanley Townsend
Label :
Sunfilm Entertainment
Verkaufsstart : 19.01.2007
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