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The DescendantsLucky TroubleDas Todesspiel

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DVD-Besprechung - Blutspur

Story:
Elizabeth Roffe (Audrey Hepburn) ist nach dem Tod ihres Vaters Erbin des Roffe-Pharmakonzerns. Während ihre Verwandtschaft darauf drängt, dass sie das vor dem Bankrott stehende Familienunternehmen verkauft, entschließt sie sich, den Vorsitz zu übernehmen und das Erbe ihres Vaters wieder auf Kurs zu bringen. Als Inspektor Max Hornung (Gert Fröbe) ihr offenbart, dass ihr Vater ermordet wurde und auch auf ihr Leben ein Anschlag verübt wird ist ihr klar, dass jemand alles für einen baldigen Verkauf des Unternehmens unternimmt und dabei selbst vor Mord nicht zurück schreckt.

Meinung zum Film:
"Blutspur" basiert auf dem gleichnamigen Roman des erfolgreichen Autors Sidney Sheldon, der unter anderem auch an erfolgreichen TV-Serien wie "Bezaubernde Jeannie" oder "Hart aber herzlich" beteiligt war. Regie bei dem Film führte Terence Young, der mit "James Bond jagt Dr. No" den wohl erfolgreichsten Geheimagenten zum ersten Mal auf die Leinwand brachte. Mit Darstellern wie Audrey Hepburn ("Frühstück bei Tiffany"), Ben Gazzara ("Die erste Vorstellung"), James Mason ("Steiner - Das Eiserne Kreuz"), Omar Sharif ("Doktor Schiwago"), Romy Schneider ("Sissi"), Gert Fröbe ("Goldfinger"), Pinkas Braun ("Die Tür mit den 7 Schlössern") und Maurice Ronet ("Der Swimmingpool") stand ihm bei der Umsetzung eine große Anzahl bekannter und teils auch sehr beliebter Darsteller zur Verfügung. Der Plot rund um die Ermordung des Industriellen Sam Roffe bietet zudem ausreichend Krimispannung, um über die gesamte Laufzeit vor den Bildschirm fesseln zu können.

Doch leider ist der hohe Unterhaltungswert mehr theoretischer Natur. Zu viele Unstimmigkeiten wissen das an sich gute Potential reichlich zu trüben. Zum einen wäre da der doch sehr billige Look des Filmes, der sich vor allem in den in der Regel oft nicht sonderlich detailliert gezeichneten Hintergründen beim Blick aus den Fenstern bemerkbar macht und selten wirklich überzeugend wirkt. Zum anderen ist da aber der überraschend schlampige Regiestil des an sich doch sehr erfahrenen Terence Young. Die Schnitte zwischen einzelnen Szenen sind ziemlich harsch und lassen stellenweise nur erahnen, was genau passiert ist, Szenenwechsel sind nicht immer recht nachzuvollziehen, die Charaktere werden meist nur sehr oberflächlich präsentiert und gerade im Fall von Omar Sharif scheint der Charakter nicht so recht in die Geschichte zu passen. Die Motivationen der Protagonisten sind auch nicht immer ganz nachzuvollziehen und es bleibt einfach zu viel in der Schwebe. Die naive und sicherlich nicht nur aus heutiger Sicht dämliche Präsentation vom Einsatz von Computern ist eine Torheit. Der Soundtrack von Ennio Morricone ("Spiel mir das Lied vom Tod") ist leider auch nicht sonderlich abwechslungsreich. Einzelne Passagen nutzte der italienische Soundtrack-Meister später in seiner Arbeit zu "Der Zauber von Marlene", dort dann aber in einer wesentlich einprägenderen Weise.

Das allergrößte Problem von "Blutspur" ist jedoch, dass die Geschichte sehr holprig erzählt wird und es teilweise recht schwierig ist ihr zu folgen. So werden Rückblenden in den Ursprung des Familienbetriebes höchst kitschig und wie in einem Märchenfilm präsentiert. Der Nebenplot mit der Ermordung von Prostituierten vor laufender Kamera zwecks Herstellung von Snuff-Videos wird nahezu überhaupt nicht aufgelöst. Selbst der grundlegende Erzählstrang um die Ermordung von Sam Roffe wird mit dem plötzlichen und abrupten Ende nach dem Finale nur sehr vage und höchst unbefriedigend zu Ende gebracht. Wer das Buch gelesen hat, wird sicherlich weitaus mehr unterhalten werden, da ihm fehlende Details bekannt sein dürften. Wer die Zusammenhänge aber nicht kennt, wird am Ende mit reichlich Fragen zurück gelassen und wüsste sicherlich gerne mehr über die Verknüpfungen zwischen Geschehnissen und Personen. Die einzige Lösung, um an diese zu kommen ist allerdings, zum Buch zu greifen, da die Verfilmung nicht ausreichend Hinweise liefert, die für eine befriedigende Auflösung nötig wären.

Digitale Aufarbeitung:
Das Bild macht einen für das Alter sehr guten Eindruck. Abgesehen von einem feinen, kaum merklichen Rauschen gibt es nichts zu bemängeln. Auch der deutsche Ton in Dolby Digital 1.0 hinterlässt einen guten Eindruck und ist immer gut verständlich.

Extras gibt es keine auf der DVD zu finden.

Fazit:
"Blutspur" ist ein Film, den man sich nur ohne große Erwartungen ansehen sollte. Leider verstand es Bond-Regisseur Terence Young nicht, aus einem durchaus spannenden Grundplot einen ebenso spannenden Kriminalfilm zu machen. Ein immer wieder verschlepptes Tempo, eine bei weitem nicht ausreichende Auflösung und billige Kulissen sorgen für Verärgerung beim Zuschauer.

Technische Daten:
FSK-Freigabe: Bildformat: Laufzeit:
FSK 16
1,78:1
1,78:1
112:05 Minuten
Sprachen / Tonformate:
Deutsch
Dolby Digital 1.0
Dolby Digital 1.0
Englisch
Dolby Digital 1.0
Dolby Digital 1.0
Französisch
Dolby Digital 1.0
Dolby Digital 1.0
Italienisch
Dolby Digital 1.0
Dolby Digital 1.0
Spanisch
Dolby Digital 1.0
Dolby Digital 1.0
Untertitel:
Dänisch, Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Finnisch, Französisch, Holländisch, Italienisch, Norwegisch, Schwedisch, Spanisch
Bonusmaterial:
  • -
Blutspur - Hier klicken für die große Abbildung zur Rezension
Blutspur
Bloodline

Bild unseres Mitarbeiters Michael Tomiak
Ein guter Plot in einer billigen und teils tempoarmen Umsetzung


Autor der Besprechung:
Michael Tomiak

Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
USA / Deutschland, 1979
Regie:
Terence Young
Drehbuch:
Laird Koenig (nach einem Roman von Sidney Sheldon)
Darsteller:
Audrey Hepburn, Ben Gazzara, James Mason, Romy Schneider, Omar Sharif, Gert Fröbe, Pinkas Braun, Claudia Mori, Irene Papas, Michelle Phillips, Maurice Ronet

Label Deutschland :
Paramount Home Entertainment
Verkaufsstart Deutschland :
07.06.2007