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DVD-Besprechung - Severance - Ein blutiger Betriebsausflug
Story:
Eine kleine Gruppe Angestellter eines großen Rüstungskonzerns befindet sich auf dem Weg in ein abgelegenes Waldstück in Osteuropa, um dort in Workshops die Teamfähigkeit zu verbessern. Ereignisse auf dem Weg zur Hütte, die heruntergekommene Unterkunft selbst und einige Erlebnisse vor Ort hätten die Gruppe eigentlich warnen müssen, dass irgendwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Doch erst als einer von ihnen in eine Bärenfalle tappt und der Fahrer ihres Busses tot aufgefunden wird, kommt langsam ein Gefühl der Angst bei der Gruppe auf und sie versuchen, auf dem schnellsten Wege aus dem Wald zu entkommen. Ein alles andere als leichtes Unterfangen, wie sich schon auf den ersten Metern der Flucht herausstellen soll.
Meinung zum Film:
Die Pfade im Horrorgenre sind schon recht breit getreten. Gibt es doch kaum ein Genre, dass dermaßen mit Amateur- und Independent-Produktionen bedacht wird. Echte Highlights halten sich aber dennoch ziemlich im Rahmen. Das Gros an Produktion ist nicht in der Lage, Spannung in einer Geschichte mit überraschenden Wendungen zu präsentieren, beschränken sich dafür dann oftmals auf eine hanebüchene Story und derben Effekten. "Severance" ist eine der ganz großen, positiven Ausnahmen, die sogar noch mehr bietet, als man als Zuschauer anfangs zu erhoffen wagt. Neben einer spannenden und mit zahlreichen Überraschungen gefüllten Story gibt es noch einige bestens platzierte Gags, die mit tiefschwarzem Humor zu überzeugen wissen. Das Timing und die Portionierung dieser witzigen Einlagen ist perfekt und selbst wenn diese mitten in einer spannenden Szene gezeigt werden, geht die Anspannung beim Publikum kaum verloren, sondern es wird lediglich eine kurze Verschnaufpause gegönnt, bis es schweißtreibend wieder mit der Jagd weiter geht.
Wer hätte gedacht, dass Regisseur Christopher Smith nach seinem wenig überzeugenden "Creep" gleich mit seinem nächsten Film solch eine rundum gelungene Produktion bieten würde. Zusammen mit dem Drehbuchneuling James Moran ist ihm Horrorunterhaltung mit einer dicken Priese bestem schwarzen Humors gelungen, die Horrorfreunde sich keinesfalls entgehen lassen sollten. In den ersten Minuten gibt es in einer Einleitung gleich die Mischung aus Menschjagd und Humor geboten, die danach aber erst einmal ein wenig zurückgestellt wird, damit sich die Gruppe aus Bürotätern vorstellen kann. Die Kollegen und Kolleginnen wirken wie aus "The Office" entsprungen, dem englischen Vorbild der erfolgreichen deutschen "Stromberg"-Serie. Dieser Teil macht bereits ohne greifbare Bedrohung reichlich Spaß. Doch bereits hier hängt eine unheimliche Spannung in der Luft, spätestens nachdem der Busfahrer nach seiner fremdsprachigen Wutrede die Passagiere aus dem Bus schmeißt und sie alleine durch den Wald schickt.
Die Spannung und der Horror gehen dann in der zweiten Hälfte des Films mit angezogenem Tempo erst richtig los. Wenn einer der Bürohengste mit dem Bein in einer Bärenfalle stecken bleibt und nur mit Verlusten wieder daraus entkommt, ist dies die Einstimmung auf die Jagd, die im anschließenden beginnt. Blutige, aber nicht zu derbe Effekte wechseln sich nun am laufenden Meter mit pechschwarzem Humor und einigen gelungenen Einfällen ab. Immer wenn man denkt, dass nun im Grunde keine bemerkenswerte Szenen, keine neuen Ideen mehr kommen können, wird man gleich eines Besseren belehrt. "Severance" ist ein extrem kurzweiliger und zu keiner Sekunde langweiliger Film, der den Zuschauer auf eine rasante Achterbahnfahrt zwischen Horror und schwarzem Humor mitnimmt, die man immer wieder genießen kann.
Digitale Aufarbeitung:
Das Bild ist gut gelungen. Die Schärfe fällt zwar nur durchschnittlich aus, was aber schon der einzige, kleinere Makel ist. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist sehr gut gelungen und sorgt durch seinen angenehm kräftigen Bass und den gezielten Einsatz der Surroundlautsprecher für Leben in den heimischen vier Wänden und reichlich zusätzlicher Atmosphäre.
Auf der zum Test vorliegenden Verleihfassung waren außer dem Audiokommentar mit zahlreichen Beteiligten keine Extras vorhanden. Der Kommentar fällt witzig und unterhaltsam aus, da er allerdings ohne deutsche Untertitel vorhanden ist und die Herren teils nicht ganz so leicht zu verstehenden Dialekt sprechen, sind schon gute Englischkenntnisse notwendig um den Worten folgen zu können. Die Verkaufsfassung soll als Special Edition mit weiteren Extras auf einer separaten DVD erscheinen.
Fazit:
Wer Christopher Smith nach seinem wenig gelungenen Debüt bereits abgeschrieben hatte, sollte sich durch "Severance" vom Gegenteil überzeugen lassen. Die perfekte Mischung aus spannenden Verfolgungsjagden zwischen Killer und Opfer und perfekt platziertem schwarzem Humor sorgen für unterhaltsame 90 Minuten. Wer Horrorthriller mit schwarzem Humor mag, erhält mit diesem Film frisches Pflichtprogramm.
Technische Daten:
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FSK-Freigabe:
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Bildformat:
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Laufzeit:
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1,78:1
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91:51 Minuten
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Sprachen / Tonformate:
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Deutsch Dolby Digital 5.1 | Englisch Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel:
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Deutsch |
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Bonusmaterial:
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- Audiokommentar mit Regisseur Christopher Smith, Drehbuchautor James Moran, Produktionsdesigner John Frankish und den Darstellern Danny Dyer, Babou Ceesay und Andy Nyman
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Severance - Ein blutiger Betriebsausflug
Severance
Wer sagt, dass fesselnder Horror nicht auch lustig sein kann, kennt "Severance" noch nicht
Autor der Besprechung:
Michael Tomiak
Filmdaten:
Produktionsland,-jahr:
UK / Deutschland, 2006 Drehbuch: Christopher Smith, James Moran Darsteller: Danny Dyer, Laura Harris, Tim McInnerny, Babou Ceesay, Andy Nyman, Claudie Blakley, Toby Stephens, David Gilliam, Juli Drajkó, Judit Viktor
Label :
Splendid Entertainment
Verkaufsstart : 27.04.2007
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